Willkommen im DiabSite Diabetes-Weblog!

Hier finden Sie Hinweise zu topaktuellen Nachrichten rund um den Diabetes und DiabSite-Randnotizen. Wenn Sie es gern noch aktueller und komfortabler hätten, abonnieren Sie einfach unseren RSS-Feed.

nach oben
Montag, 4. Mai 2020

Menschen mit Diabetes sind nicht grundsätzlich COVID-19-Risikopatienten

Professor Dr. med. Baptist Gallwitz Deutsche Diabetes Gesellschaft warnt vor Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen während der Corona-Pandemie: Menschen mit einem gut eingestellten Diabetes mellitus erkranken nicht häufiger an COVID-19 als die Durchschnittsbevölkerung. Zwar gibt es Hinweise darauf, dass der Krankheitsverlauf bei dieser Patientengruppe schwerer sein kann, doch die meisten an COVID-19 Verstorbenen mit Diabetes waren hochbetagt und hatten weitere Erkrankungen. Aktuelle medizinische Daten rechtfertigten nicht den Ausschluss von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben allein aufgrund einer Diabetes-Erkrankung, so Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Dies gelte für Kitas, Schulen sowie soziale Kontakte im Allgemeinen, den Berufsalltag und die -ausbildung. Darauf weist der DDG Ausschuss „Soziales“ in einem Positionspapier anlässlich der derzeitigen schrittweisen Öffnungen des öffentlichen Lebens hin. Nachricht lesen

nach oben
Sonntag, 3. Mai 2020

Klinische Studie zu Passiv-Immunisierung bei COVID-19 gestartet

DGTI-Experten untersuchen die Wirksamkeit von Antikörpern gegen das neue Coronavirus: Nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus bilden Menschen in der Regel spezifische Antikörper, die Patienten mit einer akuten COVID-19-Erkrankung bei der Bewältigung der Erkrankung helfen könnten. Die Wirksamkeit einer Therapie mit Antikörpern, die sich im Blut Genesener befinden, ist bisher wissenschaftlich aber nicht ausreichend belegt. Daher haben Experten der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) die deutschlandweit angelegte CAPSID-Studie gestartet. Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Antikörper gegen SARS-CoV-2 bei akut an COVID-19 erkrankten Patienten wirken. Nachricht lesen

Diabetes-Portal in eigener Sache

Diabetes-Newsletter Hinweise zum DiabSite Diabetes-Newsletter: Unser Newsletter für Diabetesinteressierte erscheint nur selten. Mitte April haben wir die erste Ausgabe 2020 verschickt. Wer ihn weiterhin gratis in sein Postfach bekommen möchte, wartet am besten geduldig auf den nächsten. Eine Neuanmeldung ist nicht erforderlich. Möchten Sie das Abonnement kündigen, schauen Sie bitte zuerst in den Newsletter und prüfen Sie die Empfängeradresse. Nur mit dieser E-Mail-Adresse gelingt eine erfolgreiche Abmeldung. Sie wussten nicht, dass wir einen Newsletter verschicken und würden ihn gerne gratis Lessen? Hier geht’s zur Abmeldung. Wir freuen uns auf Sie!

nach oben
Samstag, 2. Mai 2020

COVID-19 nicht auf die leichte Schulter nehmen

Risikopatient mit Diabetes spricht über seine Erfahrung mit der Erkrankung: „Man hat mir erzählt, ich wäre fast gestorben“, sagt Andreas Meier. Der 60-Jährige liegt auf einer Isolierstation im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg und wird nach seiner schweren Covid-19-Erkrankenhaus in Kürze als genesen entlassen. Nachricht lesen

nach oben
Freitag, 1. Mai 2020

Veranlasste Leistungen

G-BA verlängert Möglichkeit der telefonischen Befunderhebung für Krankschreibung bis zum 18. Mai: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Mittwoch die befristete Ausnahmeregelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte um zwei Wochen verlängert. Die Ausnahmeregelung wäre bei Nichtverlängerung am 4. Mai 2020 ausgelaufen. Nachricht lesen

nach oben
Donnerstag, 30. April 2020

Schulöffnungen: Kinder mit Diabetes können am Unterricht teilnehmen

Professor Dr. med. Andreas Neu, DDG Vizepräsident und Kinder-Diabetologe Die Deutsche Diabetes Gesellschaft warnt vor pauschaler Ausgrenzung: {IMG:3363:rigtal} Über zehn Millionen Schülerinnen und Schüler konnten in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie nicht die Schulbank drücken. Nun wird in Deutschland vorsichtig der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Bundesweit gibt es jedoch einzelne Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche mit einem Diabetes mellitus davon vorerst ausnehmen. Sie beziehen sich dabei auf den Hinweis des Robert Koch-Instituts (RKI), dass Diabetespatienten zur Risikogruppe zählen. Die Arbeitsgemeinschaft „Pädiatrische Diabetologie“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass laut aktuellem internationalen Forschungsstand Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes nicht häufiger oder schwerer an COVID-19 erkranken als andere Kinder. Sie fordert daher dazu auf, Betroffene nicht auszugrenzen und sie ebenso am Unterricht teilhaben zu lassen wie ihre stoffwechselgesunden Mitschülerinnen und -schüler. Mehr dazu von Professor Dr. med. Andreas Neu, DDG Vizepräsident und Kinder-Diabetologe. Nachricht lesen

nach oben
Mittwoch, 29. April 2020

Menschen mit Diabetes brauchen jetzt digitale Schulungen

Alternativen für analoge Schulungen dringend nötig: Aufgrund der COVID-19-Pandemie hat der Gemeinsame Bundes-Ausschuss (G-BA) mit Wirkung vom 08.04.2020 eine Ausnahmeregelung für Schulungen und Dokumentationen im Rahmen von DMPs beschlossen. Danach kann die Teilnahme an Schulungen für Patientinnen und Patienten im Jahr 2020 ausgesetzt werden, solange die Pandemie dies erfordert. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe begrüßt diesen Beschluss, weist aber darauf hin, dass es nun dringend digitale Lösungen für die Menschen mit Diabetes geben muss, die engmaschig betreut und geschult werden müssen und fordert eine Erweiterung der DMP-Verträge um digitale Schulungen, um auch diese Menschen mit Diabetes in Zeiten von Corona optimal versorgen zu können. Nachricht lesen

nach oben
Dienstag, 28. April 2020

Bauchfett und Diabetes Typ 2

Insulinwirkung im Gehirn bestimmt das Körpergewicht und die Fettverteilung: Wo sich Fett im Körper anlagert und wie stark man von einer Lebensstil-Intervention profitiert, hängt unter anderem von der Insulin-Sensitivität des Gehirns ab. Reagiert das Gehirn empfindlich auf das Hormon, nimmt man deutlich ab, reduziert ungesundes Bauchfett und kann auch langfristig das Gewicht halten. Reagiert das Gehirn nur wenig oder gar nicht auf Insulin, verliert man nur zu Beginn der Maßnahme etwas Gewicht und nimmt dann wieder zu. Auch das viszerale Fett steigt langfristig weiter an. Das sind Ergebnisse einer Langzeitstudie, die jetzt in Nature Communications veröffentlicht wurde. Nachricht lesen

nach oben
Montag, 27. April 2020

Fastenmonat Ramadan: Alte und neue Herausforderung für chronisch Erkrankte während der Corona-Pandemie

Worauf medizinisches Personal bei der Diabetestherapie jetzt achten sollte: Für die etwa 4,7 Millionen in Deutschland lebenden Muslime hat am 23. April der religiöse Fastenmonat Ramadan begonnen. Obwohl Menschen mit chronischen Erkrankungen wie einem Diabetes mellitus von der Pflicht zu fasten befreit sind, machen trotzdem viele muslimische Diabetespatientinnen und -patienten von dieser Ausnahme keinen Gebrauch. Doch beispielsweise bei Schwangerschaftsdiabetes oder einem schlecht eingestellten Diabetes kann das tägliche Fasten erhebliche Gesundheitsrisiken bergen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) rät Menschen mit Diabetes daher, nur unter ärztlicher Begleitung zu fasten – Risikopatienten sollten darauf besser ganz verzichten. Zudem geht während der Corona-Pandemie ein entgleister Diabetesstoffwechsel mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf einher. Wie medizinisches Personal im Ramadan kulturell sensibel begleiten kann und wie Patienten ihre Blutzuckerwerte stabil halten, erklären Dr. med. Mahmoud Sultan und Johanna Karapinar von der AG „Diabetes und Migranten“ der DDG. Nachricht lesen

Das könnte Sie auch interessieren:

Tipps zum Umgang mit Diabetes im Ramadan. – Ein Thema auf dem Diabetes-Portal DiabSite.

nach oben
Sonntag, 26. April 2020

Bewegung in Zeiten des Coronavirus

Diabetikerinnen tragen Masken und halten Abstand

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Diabetikerinnen mit Maske halten Abstand Frühlingshaftes Wetter lockte DiabSite-Unterstützerin Birgit Ruben und Helga Uphoff am Sonntag raus. Ein Spaziergang mit freundlichen Nachbarn sollte für Bewegung sorgen. Aber ist das in Corona-Zeiten überhaupt erlaubt? Welche Regeln gelten für sie? Bund und Länder konnten sich bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus auf ein nahezu einheitliches Vorgehen verständigen, bei den Lockerungen hingegen gibt es einen Flickenteppich, der dem Föderalismus in Deutschland geschuldet ist. Wie das DiabSite-Team den scheinbaren Widerspruch zwischen: „Bewegung ist gesund“ und „Schutz vor Ansteckung“ gemeistert hat, erfahren Sie hier:

Ab morgen gilt die Maskenpflicht in ganz Deutschland. In öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Masken oder wenigstens ein Schal, der Mund und Nase bedeckt, überall getragen werden. In vielen Bundesländern gilt das auch beim Einkauf in Geschäften. Aus dem Vermummungsverbot (1985), wurde erst das Vermummungsgebot und ab dem 27. April 2020 die deutschlandweite Maskenpflicht.

Alltagsmasken für das Diabetes-Portal DiabSite Birgit (Krankenschwester) und ich (PTA in der Apotheke) gehören zu den Menschen in sogenannten „systemrelevanten Berufen“. So durften wir – trotz Vorbelastung durch Diabetes und Alter – in den letzten Wochen nicht zu Hause bleiben. Masken tragen und Abstand halten haben wir daher längst verinnerlicht. Zur Vermeidung von Müll tragen wir sogenannte Alltagsmasken, die auch Behelfs- oder Stoffmasken beziehungsweise Community-Masken genannt werden.

Wir wohnen in einem gemeinsamen Haushalt und dürfen zusammen an die frische Luft gehen. Heute wollten wir aber mit Nachbarn laufen. Zwei Meter Abstand: Wie sieht das aus? Maßband gezückt und von Schultermitte bis Fingerspitze gemessen: Das Ergebnis: 74 und 71 cm. Ergibt einen Abstand von 145 cm. Das reicht nicht. Zwischen den Fingerspitzen sollte noch mindestens als ein 30-cm-Lineal Platz haben. Es darf gerne auch mehr sein.

Statt der Zahl auf dem Schrittzähler war uns heute der Austausch mit anderen Menschen wichtig. Den haben wir in vollen Zügen genossen. Dafür danken wir unseren Nachbarn –  ganz besonders Ulli – für die schönen Fotos! Denken Sie, liebe Leserinnen und Leser, trotz Lockerung der Einschränkungen, bitte an die große Gefahr, die eine zweite Infektionswelle bedeuten würde. Alle Menschen mit mehreren Risikofaktoren danken Ihnen für Ihre Solidarität!