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Freitag, 16. Juli 2021

Sprechende Medizin muss gestärkt werden

Professor Andreas Neu, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft DDG und VDBD warnen vor Versorgungsengpässen für Menschen mit Diabetes: Die stark steigende Zahl betreuungsintensiver, häufig älterer Patientinnen und Patienten macht es notwendig, die Sprechende Medizin zu stärken. Das fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in ihrem aktuellen Positionspapier zur Bundestagswahl 2021. Auch der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD) sieht einen hohen Bedarf an einer auf den gesamten Menschen ausgerichteten Medizin. Von den fast acht Millionen Menschen mit Diabetes entwickelt ein hoher Anteil im Laufe der Zeit schwer einschränkende Begleiterkrankungen. Je besser sie versorgt sind, umso besser ist ihr Stoffwechsel eingestellt und die oft schwerwiegenden Folgen wie Herzinfarkt, Amputationen, Erblindung oder Nierenversagen lassen sich vermeiden. Dafür bedarf es gut ausgebildeter diabetologischer Fachkräfte. Außerdem müssen Betroffene befähigt werden, aktiv mit der eigenen Krankheit umzugehen. Voraussetzung dafür ist der enge und vertrauensvolle Austausch zwischen Behandlungsteam und Patient. Nachricht lesen.