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Dienstag, 6. September 2016

Diabetikerinnen füttern Schrittzähler im Zoo - Folge 2

Guanako Wenn der einfache Spaziergang zu langweilig wird, muss man sich interessante Ziele suchen. Einfach an einen See fahren, mit einem Buch zur Pflanzenbestimmung im Park nach den Namen von Blumen und Bäumen suchen oder Tiere beobachten: Das bringt Abwechslung beim Laufen. Die Redaktion des Diabetes-Portals DiabSite überlistet ihren inneren Schweinehund am liebsten mit Besuchen im Zoo Berlin. Über den Anfang ihres letzten ausgiebigen Zoobesuchs haben sie bereits in der ersten Folge von “Diabetikerinnen füttern Schrittzähler im Zoo” berichtet. Heute geht es um wilde Guanakos, Geheimnisse der Kängurus und die Streifen der Zebras. Viel Spaß mit Folge 2 Unserer Zoogeschichten!

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Guanakos Wir befinden uns noch immer auf dem Erweiterungsgelände des Zoos. Dort leben unter anderem Kamele, Laufvögel, Kängurus und verschiedene Nagetiere wie die Pampashasen und Wasserschweine, über die wir in der ersten Folge berichtet haben. Zur Familie der Kamele gehören die aus Südamerika stammenden Guanakos. Aus dieser Wildkamelart wurden die Lamas und Alpakas für die Woll- und Fleischgewinnung gezüchtet. Wie wild Guanakos sein können, demonstrierten uns zwei Jungtiere, die sich jagten und spielerisch bissen. Solche Kämpfe liefern sich vor allem die Junggesellen in den Familienverbänden der Guanakos. Guanako und Nandu Sie dienen als Vorbereitung auf die spätere Führung einer Herde, wie bei Wikipedia zu erfahren ist. Wir beobachteten die Guanakos schon eine ganze Weile, als plötzlich ein Nandu um die Ecke gerannt kam. Er musste den jungen Guanakos aus dem Weg gehen, deren Treiben ein älteres Tier stets im Blick hatte. Nandus sind übrigens Laufvögel. Fliegen können die südamerikanischen Vögel nicht, dafür aber auf ihren kräftigen Beinen mit bis zu 60 km/h vor Fressfeinden fliehen.

Rote Riesenkängurus Nachdem wir den “Jungen Wilden” lange zugesehen hatten, schauten wir auf unseren Plan für den Zoobesuch. Blutzuckermessung und Schrittzählerfütterung standen jetzt auf dem Programm. Dank guter Stoffwechsellage konnten wir zügig zum nächsten Gehege laufen. Dennoch belohnten uns die Schrittzähler nicht mit der Anzeige “Aerobic Modus” für sportliche Leistungen. Der Weg zu den Roten Riesenkängurus war nicht lang genug. Ihren Namen verdanken die australischen Kängurus ihrer Größe und dem rötlichbraunen Fell der Männchen. Sie werden rund 1,40 m groß und können es im Stehen sogar auf 1,80 m bringen. Damit sind sie die größten Beuteltiere der Welt. Der Zwerg rechts im Bild ist ein Jungtier. Im Zoo Berlin hat es am 2. März das Licht der Welt erblickt - im wahrsten Sinne des Wortes! Denn bei Kängurus gilt als Geburtstermin der Tag, an dem sie das erste Mal aus dem Beutel der Mutter schauen. Schließlich merkt keiner, wenn ein 2,5 cm großes Kängurubaby aus dem Geburtskanal in den Beutel krabbelt und sich das erste Mal an die Zitze hängt. Der wahre Geburtstag bleibt deshalb das Geheimnis der Kängurumutter.

Zebras Weiter ging es zu den Zebras. Sie stehen zwar nicht auf dem Erweiterungsgelände, aber gleich hinter einer Brücke, die wieder in den Zoo führt. Der direkte Weg wäre für unsere Schrittzähler zu wenig “Futter” gewesen. Es war schließlich schon Mittagszeit. So haben wir einen Umweg gemacht, der uns auf dem Display endlich auch die Anzeige “Aerobic” beschert hat. Stolz standen wir dann vor den Grévy-Zebras. Größer als die Bergzebras und die Steppenzebras sind Grévy-Zebras gleichzeitig die größte wildlebende Pferdeart der Welt. Jedes Kind erkennt Zebras an der typischen Fellzeichnung. Was wir nicht wussten: Das Muster ist bei jedem Tier so individuell wie ein menschlicher Fingerabdruck. Wer das Bild vergrößert, erkennt die unterschiedliche Zeichnung deutlich. Spielen Sie einfach das bekannte Rätsel aus der Fernsehzeitung “HÖRZU”. Dort heißt es “Original und Fälschung”. Die Unterschiede in der Zeichnung sind besonders oberhalb der Vorderbeine zu sehen.

Warum haben Zebras Streifen? Bis heute ist diese Frage nicht eindeutig geklärt. Wirken sie im hohen Gras und bei flimmernder Luft als Tarnung? Möglich wäre auch, dass durch das Streifenmuster die Umrisse der einzelnen Tiere nicht mehr so gut zu erkennen sind. Da Zebras in Herden leben, könnte es dadurch für Fressfeinde schwerer sein, sich ein einzelnes Beutetier herauszusuchen. Andere Vermutungen besagen, dass die Streifen der Thermoregulation dienen oder vor Tsetsefliegen und Bremsen schützen. Wofür auch immer die Streifen gut sind, uns vom Diabetes-Portal DiabSite gefällt besonderes die enge Streifung der Grévy-Zebras.

Auch bei der zweiten Etappe unseres Besuchs im Zoo Berlin haben wir wieder viel gesehen, gelernt und gelacht. Ganz nebenbei konnten wir die Zahl der Schritte auf gut 9.000 erhöhen. Inzwischen hatten wir uns ein Mittagessen verdient. Wie es danach weiter ging, erfahren Sie schon bald in diesem Diabetes-Weblog. Es grüßen Sie:

Birgit Ruben und Helga Uphoff