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Samstag, 22. Juli 2006

Soja-Cevapcici

Soja-Cevapcici Man muss kein Vegetarier sein, um hin und wieder fleischlos zu essen. Auch in gesundheitlicher Hinsicht spricht vieles dafür, häufiger auf Fleisch zu verzichten und stattdessen vegetarisch zu essen. Denn Vegetarier erkranken seltener an Diabetes, haben kaum Herzinfarkte und einige Krebsarten sind bei fleischloser Ernährungsweise nahezu unbekannt. Wie wäre es mit Soja-Cevapcici, frisch zubereitet mit vitaminreichem Gemüse, das es jetzt im Sommer in Hülle und Fülle und in bester Qualität gibt? Übrigens präsentieren wir Ihnen mit diesem Rezept die 100. Idee im DiabSite Diabetes-Weblog. Lassen Sie sich von unseren schmackhaften Rezepten für jede Gelegenheit beim Kochen inspirieren.

Spiralen mit Auberginenfächer und Mozzarella

Spiralen mit Auberginenfächer und Mozzarella Spiralnudeln, Tomaten, Auberginen und Mozzarella sind die Hauptzutaten für unseren appetitlich angerichteten Rezeptvorschlag: Spiralen mit Auberginenfächer und Mozzarella. Das vegetarische Gericht ist zum Glück schnell zubereitet, denn wer möchte bei schönem Wetter schon lange in der Küche stehen? Das Rezept enthält pro Person mehr als 100 Gramm Tomaten. Diese sind mit ihren dreizehn Vitaminen, siebzehn Mineralstoffen und reichlich sekundären Pflanzenstoffen nicht nur gesund, sie sind auch, wie Sie in den Küchentipps auf DiabSite nachlesen können, unser beliebtestes Sommergemüse. Ihr hoher Kaliumgehalt sorgt für ein reibungsloses Funktionieren des Wasserhaushalts. Raffiniert gewürzt und mit Basilikum garniert hat dieses Sommerrezept beste Chancen, ein wahrer Sommerhit zu werden. Das DiabSite-Team wünscht guten Appetit!

Überbackene Fleischtomaten mit Hörnchen-Füllung

Überbackene Fleischtomaten mit Hörnchen-Füllung Leichte vegetarische Gerichte sind bei heißem Wetter ideal. Sie enthalten wenig Kalorien und belasten dadurch kaum die Verdauung. Gleichzeitig enthalten sie viele Vitalstoffe. Frisches Gemüse wie Tomaten, Gurken oder Auberginen sind überaus reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen und enthalten wichtige Ballaststoffe, die unsere Verdauung auf ganz natürliche Weise anregen. Käse liefert den „Knochenbaustein“ Calcium und Nudeln sind nicht nur bei Sportlern als Energielieferanten beliebt. Ein besonders leckeres Rezept aus unserer leichten, vegetarischen Sommerküche: Überbackene Fleischtomaten mit Hörnchen-Füllung. Die Tomaten werden mit einer Mischung aus Nudeln, Zwiebeln, Zucchini und Mais gefüllt und anschließend mit Feta-Käse überbacken. Bei über 30° C im Schatten ein köstliches Hauptgericht.

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Freitag, 21. Juli 2006

Deutsche Diabetes-Gesellschaft fordert aussagekräftige Studien

Hausärzte und Diabetologen sollen zukünftig alle Patienten mit Diabetes-Typ-2 auf kostengünstigeres Humaninsulin einstellen. Stimmt das Bundesgesundheitsministerium diesem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) innerhalb der nächsten zwei Monate zu, übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen nur noch in Ausnahmefällen die Kosten für die teureren, kurzwirksamen Insulinanaloga. Der Beschluss beruht nach Meinung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) jedoch auf einer unzureichenden Studienlage. Außerdem seien die vorgesehenen Ausnahmefälle nicht eindeutig geregelt. Nachricht lesen

Bundesausschuss entscheidet gegen die Kassenpatienten

In seiner Sitzung am 18. Juli 2006 hat der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) beschlossen, die Verordnungsfähigkeit für kurz wirksame Insulinanaloga für Typ-2-Diabetes Patienten aufzuheben. Auf der Grundlage einer wissenschaftlich umstrittenen Nutzenbewertung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) führt diese Entscheidung zu dem Präzedenzfall einer Leistungsausgrenzung zu Lasten von GKV-Patienten und damit zu einer Zwei-Klassen-Medizin in der Diabetes-Therapie. Zusätzlich verschärft wird dieser Beschluss durch die Aufhebung des Bestandsschutzes für 400.000 heute mit diesen modernen Insulinen behandelte Patienten. Diese sollen nach dem Willen des G-BA trotz guter Diabeteseinstellung wieder zurück auf Humaninsuline umgestellt werden. Nachricht lesen

Politik muss die Entscheidung stoppen

Ab voraussichtlich September dieses Jahres dürfen Ärzte kurzwirksame Insulinanaloga nur noch in Ausnahmefällen an Typ-2-Diabetiker verschreiben; somit bleibt einem Großteil der betroffenen Patienten der Zugang zu diesen modernen Medikamenten verwehrt. „Jetzt ist die Politik in der Verantwortung, dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Verordnungsfähigkeit kurzwirksamer Insulinanaloga entgegenzuwirken“, kommentiert der Vorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB), Manfred Wölfert, diese Entscheidung. „Kein verantwortlicher Politiker kann dabei zusehen, wie Hunderttausenden chronisch Kranken ein wichtiges Medikament vorenthalten wird“, so Wölfert. Nachricht lesen

Diabetes-Journal-Umfrage zur Blutzuckerselbstmessung

Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes messen ihren Blutzucker regelmäßig selbst. Dafür brauchen sie ein Blutzuckermessgerät und Teststreifen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) soll den Nutzen der Blutzuckerselbstmessung bei Typ-2-Diabetikern bewerten. Diese Bewertung könnte die Grundlage dafür sein, dass die Krankenkassen die Kosten für die Teststreifen nicht mehr übernehmen. Als Grund könnte das IQWiG anführen, dass Typ-2-Diabetiker aus den Messergebnissen keine Konsequenzen ziehen, die Messungen also überflüssig sind. Die Umfrage im Diabetes-Journal kommt zu einem anderen Ergebnis. Nachricht lesen

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Donnerstag, 20. Juli 2006

Nach der G-BA-Entscheidung zu kurzwirksamen Insulinanaloga

In Pressekonferenzen werden Journalisten Sachverhalte erklärt, damit sie Leser, Hörer oder Zuschauer informieren können. Da ich, obwohl mit den Diskussionen um kurzwirksame Insulinanaloga für Typ-2-Diabetiker als Chefredakteurin des Diabetes-Portals DiabSite vertraut, gestern einigermaßen verwirrt aus einer Pressekonferenz kam, gestatten Sie mir bitte diesen persönlichen Beitrag.

Gestern hat der Gemeinsame Bundesausschuss der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen G-BA seine Entscheidung, die Verordnungsfähigkeit kurzwirksamer Insulinanaloga für Typ-2-Diabetiker einzuschränken, auf einer Pressekonferenz in Berlin begründet. Jetzt muss die Bundesregierung den Beschluss noch absegnen. Und wer zweifelt an der freudigen Zustimmung des Gesundheitsministeriums, angesichts der Tatsache, dass Ulla Schmidt sich die Senkung der Arzneimittelausgaben ganz oben auf ihre Fahnen geschrieben hat?

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat bei der Analyse der Studien zu kurzwirksamen Analoginsulinen festgestellt, dass vor allem die Studienlage schlecht ist. Außerdem sei ein Zusatznutzen gegenüber den preiswerteren Humaninsulinen nicht erkennbar. Der G-BA hat daher entschieden, dass diese Analoga nur noch in wenigen begründeten und nachgewiesenen Ausnahmefällen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden dürfen. Bleibt die Frage, wie das IQWiG zu seiner Stellungnahme und der G-BA zu seiner Entscheidung gekommen sind, wenn die Basis – qualitativ hochwertige Studien – dafür fehlt? Und warum gibt es Ausnahmeregelungen, wenn ein Zusatznutzen nicht gefunden wurde?

Trotz heftiger Kritik vom Deutschen Diabetiker Bund haben auch die Patientenvertreter im G-BA, wie ihr Sprecher, Stefan Etgeton vom Bundesverband der Verbraucherzentrale, mitteilte, dem Beschluss zugestimmt. Können sie die Interessen der Diabetiker auf Bundesebene glaubhaft vertreten, wenn sie nicht einmal wissen, wie sich eine heftige Unterzuckerung anfühlt? Diabetiker und Ärzte betonen, dass schwere Hypoglykämien bei einer Therapie mit Insulinanaloga seltener auftreten als unter Humaninsulin. Zwar sieht Etgeton im Gegensatz zum Kassenvertreter Wolfgang Kaesbach, der eine rigorose Umsetzung des Beschlusses fordert, die Gründe für Ausnahmeregelungen nur als Beispiele und räumt ein, dass viele Diabetes-Patienten ihm von positiven Erfahrungen mit modernen Insulinen berichtet hätten. Aber dennoch, und obwohl eine große Umfrage im Diabetes-Journal ergeben hat, dass Diabetiker bei einer Therapie mit Analoga statt sechs nur noch eine heftige Unterzuckerung pro Jahr hatten, fordert er weitere wissenschaftliche Studien. Weiß die Patientenvertretung wirklich, was ihre Zustimmung zum Beschluss für rund 200.000 insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker in Deutschland bedeutet?

Selbst Diabetes-Patienten, die bereits ein Insulinanalogon spritzen, müssen schon bald wieder auf Humaninsulin umgestellt werden. Und das selbst dann, wenn sie das Analogon wegen einer drohenden oder beginnenden Spätkomplikation vom Arzt begründet bekommen haben. Wer übernimmt die Haftung, wenn ein Diabetes-Patient durch den sechsmonatigen Test mit einem preiswerteren Humaninsulin erblindet? Auf diese Frage antwortet der G-BA-Vorsitzende Dr. Rainer Hess ausweichend: „Wir haben eine politische und vor allem wirtschaftliche Entscheidung gefällt.“ Sollte die Industrie den Preis für Analoginsuline auf das Niveau von Humaninsulinen senken, könnten auch Analoga wieder zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden. Will der G-BA – unbeeindruckt von mehr als 180.000 Patientenprotesten – nur ein politisches Signal setzen und die pharmazeutische Industrie in die Knie zwingen?

Auf so manche Frage der zahlreich anwesenden Journalisten gab es eine Antwort, die ihrerseits weitere Fragen aufwirft. Am Ende der Pressekonferenz des G-BA stand ich etwas ratlos vor der Tür und kann mich bei Ihnen, liebe Leser, nur frei nach Brecht mit den Worten entschuldigen:

Ich stehe selbst betrübt und seh betroffen

Den Vorhang zu und alle Fragen offen.

Noch in diesem Jahr will der Gemeinsame Bundesausschuss über die Verordnungsfähigkeit von kurzwirksamen Insulinanaloga auch für Typ-1-Diabetiker entscheiden. Die langwirksamen Analoga werden folgen. Wird es gelingen, die Politik zur Vernunft zu bringen, den Patienten wieder in den Mittelpunkt zu stellen, Kosten für Krankenhausaufenthalte durch schwere Unterzuckerungen und Spätkomplikationen zu vermeiden – mit einem Wort den Vorhang wieder aufzuziehen?

Umstrittene Sparmaßnahmen bei der Behandlung von Typ-2-Diabetikern

Am 18. Juli 2006 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seinen Beschluss zur Behandlung von Menschen mit Typ-2-Diabetes mit kurzwirksamen Insulinanaloga bekannt gegeben: Kurzwirksame Insulinanaloga für Menschen mit Typ-2-Diabetes werden nur noch dann von der Gesetzlichen Krankenversicherung erstattet, wenn sie nicht teurer sind als Humaninsulin. Begründung: Nach Überzeugung des G-BA haben die kurzwirksamen Insulinanaloga für Typ-2-Diabetiker keinen belegten Zusatznutzen für die Patienten, sind aber mindestens 30 Prozent teurer. Nachricht lesen

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Mittwoch, 19. Juli 2006

Termine aus dem Diabetes-Kalender

Veranstaltungshinweise suchen und finden Diabetiker ebenso wie Diabetes-Experten auf dem aktuellen Diabetes-Portal DiabSite. Im großen Diabetes-Kalender sind Diabetikertage, Treffen von Selbsthilfegruppen, Kongresse und Symposien notiert. Regelmäßig stellen wir hier drei Termine für Diabetes-Interessierte vor:
25.07.2006 – Fürth – Diabetes und Ernährung: Günstige Lebensmittel.
26.08.2006 – Hamburg – 5. Bergedorfer Diabetikertag.
26.09.2006 – Mülheim – Wenn Diabetes auf die Blase schlägt.
Diese und für das Jahr 2006 bereits über 3.000 weitere Termine in unserem Diabetes-Kalender zeigen, wo sich Diabetes-Interessierte treffen. Mit DiabSite bleiben Sie stets auf dem Laufenden!