Einträge aus dem Jahr 2015

nach oben
Donnerstag, 4. Juni 2015

Bundesapothekerkammer zum Kabinettsentwurf des E-Health-Gesetzes

Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer Am Donnerstag den 28.05.2015 wurde der Kabinettsentwurf des E-Health-Gesetzes beschlossen. Einer der Bausteine ist der Medikationsplan. „So wie der Medikationsplan im Gesetz angelegt ist, kann er nur als Etikettenschwindel bezeichnet werden“, sagte Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer, anlässlich der Eröffnung des internationalen Fortbildungskongresses pharmacon. „Hier sind deutliche Konstruktionsfehler erkennbar, die im Ergebnis zur Verunsicherung der Patienten führen, weil Fragen höchstens aufgeworfen aber nicht gelöst werden.“ Zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit muss in einem vollständigen Medikationsplan die Selbstmedikation berücksichtigt werden. Das hat auch der Deutsche Ärztetag im Mai 2015 gefordert. Die Daten der Selbstmedikation liegen aber in der Regel nur in Apotheken vor. Kiefer: „Es gibt keine strukturelle Einbindung der Apotheken in die Erstellung des Medikationsplans. Deshalb ist der Gesetzentwurf zu kurz gesprungen.“ Nachricht lesen

nach oben
Mittwoch, 3. Juni 2015

Darm-Immunsystem: Neuer Angriffspunkt im Kampf gegen Diabetes?

Der Darm scheint eine weitaus wichtigere Rolle bei der Entwicklung von Diabetes zu spielen, als bislang gedacht. Medikamente, die bisher gegen entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn eingesetzt werden, können möglicherweise auch Blutzuckerwerte senken. Eine Studie, die kürzlich im Fachmagazin Cell Metabolism veröffentlicht wurde, zeigt vielversprechende erste Ergebnisse. Nachricht lesen

Maßeinheiten für Blutzuckerwerte bei Diabetes

In den meisten Bundesländern beginnen die Sommerferien 2015 im Juli oder Ende Juni (in Nordrhein-Westfalen) und Anfang August (in Bayern). Viele Familien nutzen die großen Ferien für einen Urlaub im Ausland oder in einem der Bundesländer, die früher zur DDR gehörten. Menschen mit Diabetes, die ihre Blutzuckerwerte in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) messen, denken bitte daran, dass hier ebenso wie in vielen deutschen Kliniken, für Blutzuckerwerte die Maßeinheit Millimol pro Liter (mmol/l) gebräuchlich ist.

Wird die Maßeinheit nicht angegeben, kann es z. B. bei einem Wert von „25“ zu fatalen Fehlentscheidungen kommen. Ein Blutzuckerwert von 25 mg/dl (1,4 mmol/l) weist auf eine dringend mit Glukose zu behandelnde Unterzuckerung hin. Ganz anders sieht es bei diesem Wert in mmol/l (451 mg/dl) aus. Hier ist Insulin erforderlich. In beiden Fällen sollte eventuell professionelle Hilfe gerufen werden. Geben Angehörige oder Diabetiker bei einer Stoffwechselentgleisung die Maßeinheit bekannt, wird bei einer Unterzuckerung kein Insulin und bei Überzuckerungen keine Glukose gespritzt.

Eine Tabelle für die Umrechung der Blutzuckerwerte und einen Rechner, der umgehend die Blutzuckerwerte in der anderen Maßeinheit angibt, bietet das Diabetes-Portal DiabSite. Sie helfen Ihnen auch, wenn Sie mit anderen Diabetikern Erfahrungen austauschen. Wir wünschen Ihnen schöne Ferien ohne Hypo- und Hyperglykämien!

nach oben
Dienstag, 2. Juni 2015

Mit der richtigen Ernährung gesund und fit bis ins hohe Alter

Prof. Tilman Grune, DIfE Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird im Rahmen seiner Fördermaßnahme „Kompetenzcluster der Ernährungsforschung“ die Region Berlin/Potsdam als einen von vier Standorten in Deutschland fördern. Die Fördersumme, die dieser Forschungsverbund mit dem Namen „NutriAct“ ab dem 1. Juni 2015 für zunächst drei Jahre erhalten soll, beträgt 5,6 Millionen Euro. Nachricht lesen

diabetesDE warnt anlässlich des G7-Gipfels

Soziale Benachteiligung wird in Deutschland zunehmend zum Diabetesrisiko: Immer mehr Menschen in Deutschland sind von Armut bedroht. Damit einher geht eine Verschlechterung ihrer Lebenschancen und Gesundheit: Das Diabetesrisiko steigt, und Menschen in der niedrigsten Einkommensgruppe leben zwischen acht bis zehn Jahre kürzer als Menschen der höchsten Einkommensgruppe. Darüber hinaus haben Bewohner benachteiligter Regionen ein um zwanzig Prozent erhöhtes Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Darauf machte diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe heute auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des G7-Gipfels aufmerksam. In einem Appell an Bundeskanzlerin Merkel, Gesundheitsminister Gröhe und Finanzminister Schäuble fordert die gemeinnützige Organisation Maßnahmen zur Verringerung gesundheitlicher Chancenungleichheiten sowie effektive Strategien der Primärprävention und eine Nationale Diabetesstrategie, um die Auswirkungen zunehmender gesundheitlicher Ungleichheit zu verringern. „Armut und Gesundheit stehen im Zusammenhang, hier muss angesetzt und gehandelt werden“, erklärte die SPD-Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel. Nachricht lesen

nach oben
Montag, 1. Juni 2015

Insulin degludec: Kein Anhaltspunkt für Zusatznutzen bei Kindern und Jugendlichen

Insulin degludec (Handelsname Tresiba) ist seit Januar 2015 für Jugendliche und Kinder ab einem Jahr mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun in einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff alleine oder in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Nachricht lesen

Flash Glucose Monitoring

Prof. Dr. med. Thomas Haak Messgenauigkeit und Ausblick auf klinische Outcome-Studien: Flash Glucose Monitoring ist eine neuartige Methode zur Messung des Glukosespiegels. Klinische Studien zeigen die Messgenauigkeit und vergleichen die Methode mit der herkömmlichen Blutzuckermessung unter Alltagsbedingungen von Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Nachricht lesen

diabetes DE zum Sehbehindertentag am 6. Juni 2015

Schlechte Blutdruck- und Blutzuckerwerte schädigen die Netzhaut: Ein Drittel aller Menschen mit Diabetes Typ 2 haben bei ihrer Diagnosestellung eine leichte Veränderung der Netzhaut, zwei Drittel haben nach fünfjähriger Krankheit eine Netzhauterkrankung. Die sog. Retinopathie ist bundesweit die Hauptursache für Erblindungen bei Erwachsenen. Das Gefährliche: Die Augenerkrankung zeigt lange Zeit keine Symptome. Sie wird deshalb oft zu spät diagnostiziert. Um das Augenlicht zu schützen, sollten Patienten vor allem auf ihren Blutdruck, aber auch auf eine gute Stoffwechseleinstellung achten. Das betont diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe zum Sehbehindertentag am 6. Juni 2015. Nachricht lesen

nach oben
Sonntag, 31. Mai 2015

Gefülltes Schweineschnitzel

Gefülltes Schweineschnitzel Fleisch gehört, zumindest für die meisten Männer, am besten täglich auf den Teller. Da die Grillsaison noch auf sich warten lässt, bereiten Sie Ihr Fleischgericht doch einfach in der Pfanne zu. Wir empfehlen ein gefülltes Schweineschnitzel. Dazu gibts in Salbeibutter mit Knoblauch geschwenkte Bandnudeln. Die Schnitzel werden mit getrockneten Tomaten, Mozzarella und Kräuterpesto gefüllt in einer Pfanne angebraten, und dann mit Mozzarellastreifen belegt kurz in den Backofen geschoben. Auch wenn dieses Rezept mit gut 5 BE aufwartet, ist es für Diabetiker zu empfehlen, solange sie nicht unter Gicht leiden. Das Fleisch liefert neben gut verwertbarem Eiweiß, reichlich Vitamine aus der B-Gruppe, Mineralstoffe und Spurenelemente. Besonders wichtig ist hier das gut verwertbare Eisen zur Vorbeugung von Anämien. In Maßen genossen gehört rotes Fleisch somit auch zu einer gesunden Ernährung. Nachlesen, was Sie sonst noch über Fleisch wissen sollten, können Sie in unseren Küchentipps. Viele weitere Rezeptideen bietet die große DiabSite-Rezeptdatenbank – wie immer mit allen wichtigen Nährwert- und BE-Angaben. Guten Appetit!

Diabetische Ketoazidose unter Gliflozinen (SGLT2-Hemmern)

Die lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung kann hier sogar schon bei Blutzuckerwerten unter 200 mg/dl/11,2 mmol/l auftreten: Die Amerikanische Arzneibehörde FDA gab vor einigen Tagen ein Warnung heraus, dass unter den Hemmern des Natrium- (Sodium-) Glukose – Cotransporters 2 (SGLT2-Hemmern) Dapagliflozin (Forxiga®), Canagliflozin (Invokana®) und Empagliflozin (Jardiance®) sowie Kombinationstabletten mit diesen Gliflozinen ketoazidotische Komata auftreten können. Dies geschah im Mittel zwei Wochen nach Therapiebeginn (1–175 Tage). Von März 2013 bis Juni 2014 wurden der FDA 20 derartige Fälle gemeldet, anschließend erfolgten weitere Berichte. Auch der Europäischen Arzneibehörde EMA wurden insgesamt 84 Verdachtsfälle gemeldet: 48 unter Cana-, 32 unter Dapa- und 4 unter Empagliflozin. Nachricht lesen