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In Deutschland sterben jedes Jahr sechsmal so viele Menschen an Typ-2-Diabetes und seinen Folgen als bisher angenommen. Diese neue Erkenntnis aus den Daten von knapp 65 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen stand am Beginn der Veranstaltung „Diabetes 2030“, zu der Novo Nordisk bereits zum zweiten Mal eingeladen hatte. „Diabetes ist eine schwere, mitunter tödliche, chronische Erkrankung mit dramatischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen“, stellte Tagungspräsident Professor Dr. Diethelm Tschöpe fest: „Trotzdem neigen wir immer noch dazu, sie zu trivialisieren.“ Über Ansätze, die Situation der Betroffenen zu verbessern, diskutierten am 16. und 17. Februar Vertreter aus Politik, Selbstverwaltung, Wissenschaft und Praxis in der dänischen Botschaft in Berlin. Dabei waren sich die Beteiligten einig, dass ein offener Diskurs und eine konstruktive Zusammenarbeit über alle Bereiche hinweg notwendig seien, um neue Lösungen für Menschen mit Diabetes zu finden. Nachricht lesen
Bessere Versorgung durch strukturiertes Behandlungsprogramm: Die AOK Bayern verzeichnet immer mehr Diabetiker. 2014 gab es rund 30.000 Diabetiker mehr als 2010. Das ist eine Steigerung um 5,6 Prozent. Insgesamt waren damit über 540.000 Versicherte der AOK Bayern von Diabetes Typ 1 oder Typ 2 betroffen. Im gleichen Fünfjahreszeitraum ließ sich aber eine positive Tendenz beobachten: Die Amputationsrate als schwerwiegende Folgekomplikation von Diabetes sank um knapp sechs Prozent auf rund 2.800. Trotz der höheren Zahl an Diabetikern kann also eine sinkende Rate an Amputationen beobachtet werden. „Wir werten dies auch als Zeichen dafür, dass unser strukturiertes Behandlungsprogramm für Diabetiker langfristig zu einer besseren Versorgung führt“, so Dr. med. Steffen Hilfer, ärztlicher Berater bei der AOK Bayern. Nachricht lesen
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– Fußprobleme bei Diabetes – Amputationen vermeiden – Das Diabetes-Portal DiabSite im Gespräch mit Dr. Kristina Pralle
Bei Schwangerschaftsdiabetes erst Lebensstiländerung, dann Insulin: Diabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft, die für die werdende Mutter wie für das ungeborene Kind ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt. Daher ist es umso wichtiger, dass jede Schwangere an dem gesetzlichen Screening in der Schwangerenvorsorge teilnimmt und mit der Behandlung nach der Diagnose so früh wie möglich beginnt, um die Gefahr für sich und ihr Kind zu minimieren. „Leider sind betroffene Frauen häufig verunsichert, wieviel Therapie beim Schwangerschaftsdiabetes tatsächlich erforderlich ist“, betont Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). DDG und Bundesverband Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND) stellen klar, dass die erste Behandlungsmaßnahme in einer Änderung des Lebensstils besteht; diese Haltung teilen auch der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Ob zusätzlich Insulin gegeben werden muss, um die Risiken für Mutter und Kind in den Griff zu bekommen, müsse genau abgewogen werden. Nachricht lesen
Welche Rolle spielt es für Diabetiker und ihre Betreuer? Software, Internet und Apps werden auch für die Diabetes-Behandlung immer wichtiger. Trotzdem scheint die Nutzung dieser Technologien für Ärzte und Patienten noch längst nicht selbstverständlich. Eine herstellerneutrale Umfrage soll nun den Status quo ermitteln. An der von diabetes-forum.de initiierten Umfrage können auch Angehörige von Diabetikern teilnehmen. Die Umfrage läuft bis Ende Juni 2017. Unter allen Teilnehmern wird ein iPad mini verlost. Im Internet finden Sie weitere Infos zur Umfrage oder können direkt zur Teilnahme gehen. Wir vom Diabetes-Portal DiabSite erwarten die Ergebnisse mit Spannung.
Diabetologie und andere betreuungsintensiven Fachdisziplinen brauchen mehr Gesprächszeit: Oft bleibt im stressigen Klinikalltag und angesichts des ökonomischen Drucks, der auf vielen Medizinern lastet, zu wenig Zeit für den Austausch zwischen Arzt und Patient. Bei betreuungsintensiven Fachdisziplinen wie etwa der Diabetologie oder der Rheumatologie leidet häufig auch der Behandlungserfolg unter der fehlenden Gesprächszeit – mit massiven gesundheitlichen Folgen. Derzeit diskutiert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) die Frage, wie sich ärztliche Grundwerte und ökonomische Gesichtspunkte besser vereinen lassen. Bei einer Pressekonferenz im Rahmen des 123. Internistenkongresses in Mannheim stellt die Vorsitzende Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger erste Ergebnisse des daraus entstehenden „Klinik-Kodex“ vor. Nachricht lesen
Große Erwartungen in Adipositas- und Diabetes-Medikamente, die braunes Fettgewebe aktivieren: Braunes Körperfett ist im Vergleich mit weißem Fett ein Energiefresser. Nur schien der braune Fettanteil im Menschen bislang zu geringfügig zu sein. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) belegen nun mit einer Studie: Die Masse braunen Fettes im Menschen ist dreimal größer als bisher bekannt war. Von neuen Adipositas- und Diabetes-Medikamenten, die das braune Fettgewebe aktivieren, ist deshalb eine stärkere Wirkung zu erwarten. Nachricht lesen
Neues Helmholtz-Institut für Stoffwechselforschung in Leipzig: Diabetes betrifft zahlreiche Menschen in Deutschland und ist durch seine Folgeerkrankungen eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen für die Gesellschaft. Um die Entwicklung neuer Therapien in diesem Bereich voranzubringen, wird das Helmholtz Zentrum München gemeinsam mit der Universität Leipzig das Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung, kurz HI-MAG, gründen. Nachricht lesen
BARMER und Deutscher Apothekerverband schließen neuen Vertrag: Die BARMER und der Deutsche Apothekerverband (DAV) haben neue Regeln für die Versorgung von Diabetikern mit Hilfen zur Blutzuckerbestimmung vereinbart. Bei der Versorgung mit Blutzuckermessgeräten entfallen ab sofort unnötige Wartezeiten. Möglich wird dies durch einen innovativen Vertrag der BARMER mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV), der am 1. März 2017 in Kraft tritt. „Diabetiker bekommen in der Apotheke ab sofort bestimmte Blutzuckermessgeräte auch ohne Einreichen eines Kostenvoranschlages. Das erspart ihnen Wartezeiten und baut unnötige Bürokratie ab“, sagt Dr. Mani Rafii, Vorstandsmitglied der BARMER. Nachricht lesen
Grundlagenforschung, die auch Menschen mit Diabetes interessieren könnte: Ein bestimmter Riechrezeptor aus der Nase findet sich auch auf der Oberfläche von Herzmuskelzellen. Welche Funktion er dort hat und warum das auch Menschen mit Diabetes interessieren könnte, berichtet nun ein deutsches Forscherteam in der Zeitschrift ‚Basic Research in Cardiology‘. Nachricht lesen
Psychische Aspekte der Erkrankung: Die zunehmende Prävalenz von Übergewicht und Adipositas macht deutlich, dass wir mehr Nahrung zu uns nehmen, als für den Erhalt eines normalen Gewichts notwendig wäre. Der moderne inaktive Lebensstil mit hohem passivem Medienkonsum, Bewegungsmangel und der hohen Verfügbarkeit energiedichter Speisen und Getränke spielt die entscheidende Rolle in der Entstehung und vor allem der raschen Zunahme der Prävalenz der Adipositas. Die aufgenommene Nahrungsmenge steigt mit der Portionsgröße unabhängig vom Geschmack. Wir leben aber in einer adipogenen Umwelt, die von Hypomotilität und Hyperalimentation geprägt ist und über die Sättigung hinaus via Aktivierung des Belohnungssystems den Verzehr hochkalorischer, energiedichter Nahrungsmittel propagiert („evolutionary mismatch“). Nahrung ist ein potenter natürlicher positiver Verstärker des Belohnungssystems. Allein die visuelle Präsentation schmackhafter Nahrungsmittel führt zu einer deutlichen Zunahme des gesamten Gehirnstoffwechsels. Nachricht lesen