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Der Weltdiabetestag und Primärprävention

Bis heute gibt es keine Möglichkeit, einen Typ-1-Diabetes zu verhindern. Über die Umwelteinflüsse, von denen man annimmt, dass sie den Prozess der Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen im Körper auslösen, liegen noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. Hingegen kann Typ-2-Diabetes in vielen Fällen durch das Halten eines gesunden Gewichts und ausreichende körperliche Aktivität verhindert werden.

1985 ging man weltweit von 30 Millionen Menschen mit Diabetes aus. Etwas mehr als ein Jahrzehnt später wurde die Schätzung auf über 150 Millionen angehoben. Heute gibt es Schätzungen der IDF zufolge bereits mehr als 250 Millionen Menschen mit Diabetes. Experten nehmen an, dass diese Zahl bis 2025 380 Millionen erreichen wird, sofern es nicht gelingt, effektive Präventionsprogramme einzurichten. Die durch den Diabetes verursachte Kostenexplosion wird sonst die Gesundheitssysteme der Welt in die Knie zwingen. Die Investition in Diabetes-Schulungen und Präventionsprogramme führt langfristig zu Kosteneinsparungen und bringt Menschen mit Diabetes oder einem hohem Diabetesrisiko erheblich mehr Lebensqualität.

Weltdiabetestag-Aktionsplakat Diabetesrisiko minimieren

Die Internationale Diabetes-Föderation schlägt einen einfachen Dreistufenplan für die Prävention von Typ-2-Diabetes für Menschen mit einem hohen Risiko vor. Zunächst sollen Menschen mit einem hohen Diabetes-Risiko anhand rechtzeitiger Untersuchungen und Selbsttests identifiziert werden. Gut geeignet sind dafür Fragebögen zu den Risikofaktoren wie etwa Alter, Bauchumfang, Familienvorgeschichte, Herzkreislauferkrankungs- und Schwangerschaftsvorgeschichte.

Menschen, bei denen sich ein hohes Diabetesrisiko ergeben hat, sollten anschließend beim Arzt eine Nüchternblutzuckerbestimmung und einen oralen Glukosetoleranztest durchführen lassen, um herauszufinden, ob ein erhöhter Nüchternblutzucker oder eine gestörte Glukosetoleranz vorliegt, die auf erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes hindeuten. Die Präventionsanstrengungen sollten sich auf gefährdete Menschen konzentrieren, um den Ausbruch des Typ-2-Diabetes zu vermeiden oder zu verzögern.

Menschen bei einer Parade Es ist hinreichend belegt, dass ein gesundes Körpergewicht und moderate körperliche Aktivität dazu beitragen können, der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes vorzubeugen. In der Primärprävention kommt der Anleitung zur Gesundheitsförderung eine wichtige Rolle zu. Sie hilft den Menschen, die Risiken zu verstehen und sich realistische Ziele zur Verbesserung ihrer Gesundheit zu setzen. Die Internationale Diabetes-Föderation empfiehlt, sich mindestens 30 Minuten täglich körperlich zu betätigen. Hierzu bieten sich etwa zügiges Gehen, Schwimmen, Radfahren oder Tanzen an. Beispielsweise senkt regelmäßiges Walking für mindestens 30 Minuten täglich nachweislich das Risiko für Typ-2-Diabetes um 35-40 Prozent.

Autor: mk & hu; zuletzt bearbeitet: 21.10.2009 nach oben

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Die Broschüre wurde im Auftrag des Diabetes-Portals DiabSite von Martina Koppelwieser übersetzt. Die Urheberrechte liegen bei den Autoren und Fotografen.

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