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Weltdiabetestag - ein Tag der Vereinten Nationen

Der Weltdiabetestag ist ein offizieller Tag der Vereinten Nationen. Am 20. Dezember 2006 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolution 61/225. Darin wird der gegenwärtige Weltdiabetestag zu einem von 2007 an jährlich zu begehenden Tag der Vereinten Nationen erklärt und Diabetes als "chronische und mit großen Einschränkungen und Kosten einhergehende Krankheit" anerkannt, die "mit schwerwiegenden Komplikationen verbunden ist und für Familien, Länder und die ganze Welt gravierende Risiken mit sich bringt".

„Diabetes ist eine ernste Gefahr für Familien, Länder und die ganze Welt.“

Mit ihrer Unterstützung des Weltdiabetestages und der Hervorhebung der globalen Bedeutung des Diabetes haben die Vereinten Nationen ihr Engagement im Kampf gegen Diabetes zum Ausdruck gebracht. Mit der Diabetes-Resolution wurde erstmals eine nichtinfektiöse Krankheit als ebenso große Gefahr für die Gesundheit der Weltbevölkerung eingestuft wie etwa die infektiösen Epidemien Malaria, Tuberkulose und HIV/AIDS.

Blaue Regenschirme mit Uno-Logo Die Welt erlebt derzeit eine wahre Epidemie nicht übertragbarer Krankheiten, die weltweit die Gesundheitssysteme zu überfordern drohen. Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Krebs und chronische Atemwegserkrankungen sind jährlich für 35 Millionen Todesfälle verantwortlich, vier Fünftel davon in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Schätzungen zufolge vermindern die nicht übertragbaren Krankheiten in vielen dieser Länder das Bruttoinlandsprodukt um bis zu fünf Prozent. Sie stellen eine wenig beachtete Armutsursache und ein Hindernis für eine positive wirtschaftliche Entwicklung dar.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bezeichnete die Epidemie nicht übertragbarer Krankheiten kürzlich als größere Bedrohung als die Infektionskrankheiten: "Krebs, Diabetes, Herzerkrankungen sind längst nicht mehr nur Krankheiten der Wohlhabenden. Sie bilden heute für die Menschen und die Wirtschaft der ärmsten Länder sogar ein größeres Problem als Infektionskrankheiten. Dies ist ein Notfall der öffentlichen Gesundheit in Zeitlupe."

Gemeinsames Vorgehen ist erforderlich

Uno-Gebäude, blau beleuchtet Die Verabschiedung der UN-Resolution 61/225 war ein großer Erfolg für alle Menschen mit Diabetes oder -risiko. Dennoch war dies nur ein erster Schritt im Rahmen der Anstrengungen, die Diabetesepidemie zu stoppen und Leben zu retten.

Die Resolution gab die globale Agenda für den Kampf gegen die Diabetespandemie vor, indem sie alle Nationen auffordert, nationale Strategien zur Prävention, Versorgung und Behandlung des Diabetes zu entwickeln. Die weltweite Diabetesgemeinschaft muss jedoch weiterhin ihre Kräfte bündeln, um sicherzustellen, dass die Länder ihrer Verpflichtung auch Taten folgen lassen.

Über 250 Millionen Menschen leben mit Diabetes. Ohne gemeinsames Handeln im Kampf gegen die Krankheit wird diese Zahl innerhalb einer Generation auf 380 Millionen ansteigen.

„Nichts zu tun, ist keine Option.“

Den Wortlaut der Resolution können Sie online auf Englisch unter www.idf.org oder Deutsch auch unter UN-Resolution 61/225 nachlesen.

„Die Resolution 61/225 lädt alle Mitgliedstaaten, zuständigen Organisationen der Vereinten Nationen und sonstigen internationalen Organisationen sowie die Zivilgesellschaft, einschließlich der nichtstaatlichen Organisationen und des Privatsektors ein, den Weltdiabetestag zu begehen.“

Der Weltdiabetestag bietet Gelegenheit für ein globales Vorgehen, um die Versorgung der vielen Millionen Menschen mit Diabetes weltweit zu verbessern und Regierungen zu ermuntern, mehr zu tun für die Diabetes-Vermeidung bei der noch größeren Zahl von Menschen mit einem Diabetesrisiko.

Autor: mk & hu; zuletzt bearbeitet: 22.10.2009 nach oben

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Die Broschüre wurde im Auftrag des Diabetes-Portals DiabSite von Martina Koppelwieser übersetzt. Die Urheberrechte liegen bei den Autoren und Fotografen.

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