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Der informierte Patient und die Digitalisierung der Medizin

Von den neuen Möglichkeiten in der Medizin, über Datenschutzprobleme bis zu den gesellschaftlichen Notwendigkeiten

Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin Wie verändert die Digitalisierung den Gesundheitssektor? Wie kann die Vernetzung von Gesundheitsdaten für bessere Diagnoseverfahren und maßgeschneiderte Therapiekonzepte genutzt werden? Und was macht den informierten Patienten eigentlich aus? Diese und andere Fragen thematisiert Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin, in seinem Vortrag "Der informierte Patient und die Digitalisierung der Medizin".

Die Digitalisierung beeinflusst und verändert den Gesundheitssektor: So können beispielsweise Bewegungen vermessen werden und die DNA nahezu vollständig sequenziert werden. Viele Patienten erheben ihre Gesundheitswerte, indem sie beispielsweise Puls, Blutdruck und Blutzucker messen und digital speichern. Durch die Erfassung großer Mengen digitaler Gesundheitsdaten ist es möglich geworden, medizinisch-wissenschaftliche Fragestellungen schneller und effizienter zu erforschen und herkömmliche Therapieformen zu optimieren.

Auch an der Charité werden Projekte zur Digitalisierung der Medizin umgesetzt und erforscht: So hat beispielsweise das vom BMBF geförderte Fontane-Projekt in einer 5-jährigen Studie mit 1.538 Patienten erstmals nachgewiesen, dass die telemedizinische Mitbetreuung das Leben von Herzpatienten verlängern und den Krankenhausaufenthalt verkürzen kann. Die Telemedizin kann größere Entfernungen zwischen Arzt und Patient im ländlichen Raum überbrücken, ist aber auch für Metropolregionen geeignet. Weitere neue Versorgungsformen sind beispielsweise Smartphone-gestützte Behandlungen: Das Innovationsfonds-Projekt SMARTGEM unter Konsortialführung der Charité untersucht aktuell die Wirksamkeit dieser ortsunabhängigen Behandlungsform bei Patienten mit häufigen Migräneattacken.

Der Vortrag "Der informierte Patient und die Digitalisierung der Medizin" unter der Gesprächsleitung von Dr. Ulrich Bleyer, Direktor  a. D. der Urania, findet am Dienstag, den 28. Mai um 19.30 Uhr im Kleist-Saal der Urania Berlin e.V., An der Urania 17 in 10787 Berlin statt. Karten sind online oder telefonisch unter : +49 30 218 90 91 für 11,50 Euro, ermäßigt 10,00 Euro erhältlich.

Bildunterschrift: Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin
Bildquelle: Diabetes-Portal DiabSite

zuletzt bearbeitet: 24.05.2019 nach oben

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