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Lebkuchen, Christstollen und gebrannte Mandeln

Auch Menschen mit Diabetes müssen auf weihnachtliche Leckereien nicht verzichten

Etagere mit weihnachtlichen Leckereien Am kommenden Mittwoch ist es wieder soweit: Kinder in ganz Deutschland laufen am frühen Morgen in den Flur, um zu sehen, was der Nikolaus ihnen dieses Jahr in den Stiefel gesteckt hat. Advent und Weihnachten sind die Zeit der köstlichen Schlemmereien: Auch die Weihnachtsmärkte locken mit Glühwein, gebrannten Mandeln und Bratwurst. Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 müssen darauf nicht verzichten. Sie sollten die Leckereien jedoch nur in Maßen verzehren und auf die Menge der Kohlenhydrate achten sowie den Blutzuckerspiegel im Auge behalten.

Worauf Menschen mit Diabetes in der Weihnachtszeit achten sollten, erklärt Dr. oec. troph. Astrid Tombek im Expertenchat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe am 7. Dezember 2017. Interessierte können schon jetzt Fragen auf http://www.diabetesde.org/chat einsenden.

Dominosteine, Plätzchen, Christstollen und Spekulatius - diese und viele andere Leckereien gehören für die meisten Menschen zu einer besinnlichen Weihnachtszeit. Menschen mit der Stoffwechselerkrankung Diabetes Typ 1 oder Typ 2 sollten dabei jedoch nicht vergessen, dass die süßen Speisen auch viel Zucker beinhalten und den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe treiben können. "Wenn sie einige Dinge berücksichtigen, müssen sie trotzdem nicht ganz darauf verzichten", sagt Dr. Astrid Tombek, Ernährungswissenschaftlerin und Diabetesberaterin: "Für Menschen mit Diabetes Typ 1, die Insulin spritzen, ist insbesondere wichtig, die Menge an Kohlenhydraten der verschiedenen Gerichte zu kennen." Menschen mit Diabetes Typ 2 müssen darüber hinaus in der Regel auch die Kalorien im Blick behalten.

"Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt sollte nie mit leerem Magen beginnen. Wer hungrig den Duft von Süßem und Herzhaftem wahrnimmt, verzehrt häufig viel mehr von den überwiegend sehr kalorienreichen Leckereien als geplant", so Tombek. Beim Weihnachtsessen empfiehlt es sich zudem, üppige Gerichte mit würzigen Braten, cremigen Soßen und sahnigen Torten leicht abzuwandeln, sodass sie weniger Kalorien und Fett enthalten, aber dennoch gut schmecken. "Ich empfehle meinen Patienten gerne, mehr Gemüsebeilagen zu essen und sich bei Klößen und Soße zurückzuhalten", erklärt Tombek.

Auch Lebkuchen, gebrannte Mandeln und Zimtsterne sind wahre Kalorienbomben und verstärken oft unerwünschte Fettpölsterchen und fördern damit langfristig das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Nicht immer gelingt es nach den Feiertagen, die überschüssigen Pfunde wieder loszuwerden. "Eine ebenso leckere Alternative zu süßen Weihnachtsleckereien können Haferflockenplätzchen oder Zimteis sein, wenn Fett und Zucker maßvoll dosiert werden", erklärt die Expertin.

Ein großes Problem in der Weihnachtszeit ist zudem die mangelnde Bewegung: "Viele Menschen bewegen sich in der kalten Jahreszeit zu wenig, weil ihnen bei den Temperaturen die Motivation zum Sport fehlt. Zusammen mit kalorien- und zuckerreichen Mahlzeiten ist anhaltender Bewegungsmangel aber eine ungünstige Kombination", sagt Tombek und betont: "Der Figur, dem Herz-Kreislauf-System und dem Blutzucker zuliebe sollten nicht nur Menschen mit Diabetes, sondern eigentlich jeder mehrmals die Woche Bewegung regelrecht einplanen." Dabei muss es nicht unbedingt der Gang zum Fitnessstudio sein, Winterspaziergänge an der frischen Luft, Rodeln oder einfach nur mit dem Hund laufen sind ebenso gut für die Gesundheit.

Was Menschen mit Diabetes in der Weihnachtszeit außerdem beachten sollten, erklärt Dr. Astrid Tombek am 7. Dezember 2017 im Expertenchat von diabetesDE.

Bildunterschrift: Etagere mit weihnachtlichen Leckereien
Bildquelle: Diabetes-Portal DiabSite

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zuletzt bearbeitet: 30.11.2017 nach oben

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