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Erster Welttag der Patientensicherheit

Leuchtende Bekenntnisse zur Patientensicherheit

Am 17. September 2019 begeht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den ersten Welttag der Patientensicherheit. Vorbild für die WHO-Initiative sind die vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) seit 2015 alljährlich durchgeführten Aktionstage. Auch dieses Jahr ruft das APS wieder zum Mitmachen auf. Ein besonderes Highlight: Weltweit werden Gebäude und Wahrzeichen zum ersten Welttag orange erleuchtet, um mit diesen leuchtenden Bekenntnissen zur Patientensicherheit das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schärfen. Das APS richtet, maßgeblich unterstützt vom Bundesgesundheitsministerium, am 12. September 2019 in Berlin eine Auftaktveranstaltung aus, am 13. September 2019 folgt eine Pressekonferenz in Berlin zum Welttag der Patientensicherheit.

Selbst in entwickelten Ländern wie Deutschland geht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) davon aus, dass 15 Prozent aller Aktivitäten und damit auch Kosten im Krankenhaus für die Behandlung der Folgen unzureichender Patientensicherheit zurückgehen. Weltweit, so die WHO, kommen vier von zehn Patienten im Zuge ihrer ambulanten ärztlichen Versorgung zu Schaden - 80 Prozent der Schäden wären vermeidbar. Mit dem Welttag der Patientensicherheit soll das Thema stärker in das Bewusstsein gerückt und alle Kräfte mobilisiert werden, Fehler und Schäden zu vermeiden, bevor Patienten betroffen sind.

"Seit fast fünfzehn Jahren ist es der alleinige Zweck des APS, für Verbesserungen bei der Patientensicherheit zu werben und Wissen für erfolgreiche Handlungsansätze zu bündeln und zu verbreiten", sagt Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. "Daher ist es ein riesiger Erfolg, dass der vom APS vorgeschlagene Tag der Patientensicherheit nun weltweit begangen wird. Das zeigt, was mit Engagement möglich ist!"

"Selbst wenn man nur ein Teilthema der Patientensicherheit - wie etwa die bessere Versorgung bei Sepsis - herausgreift, wird schnell deutlich, dass jedes Jahr viele Tausend Patientenleben durch mehr Patientensicherheit gerettet werden können" führt Dr. Ruth Hecker, stellvertretende Vorsitzende des APS, aus. "Und nicht zu vergessen: Als 'second victim' sind auch die Beschäftigten im Gesundheitswesen von unzureichender Patientensicherheit betroffen, profitieren von echter Sicherheitskultur also genauso wie die Patienten."

"Der Ausbau der Patientensicherheit ist nicht allein Aufgabe und Verpflichtung einzelner Berufsgruppen, sondern erfordert das konstruktive Engagement und Zusammenwirken aller Verantwortlichen im Gesundheitssystem. Der Welttag der Patientensicherheit bietet nun die Chance, ein strahlendes Bekenntnis zur Patientensicherheit abgeben zu können", betont Hardy Müller, Generalsekretär des APS.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit lädt als Auftakt zum ersten Welttag der Patientensicherheit schon am 12. September 2019 in Berlin zu einer kombinierten Fach- und Festveranstaltung ein. Es geht um Sepsis als Notfall und Sicherheitskultur auf allen Ebenen sowie einen Festakt zum ersten Welttag der Patientensicherheit. Bei der Pressekonferenz am 13. September 2019 erläutern Vertreter des Aktionsbündnisses, welche Chancen der erste Welttag der Patientensicherheit mit sich bringt. Thema wird auch sein, wie das APS die Patientensicherheit und konkret die Förderung neuer Meldesysteme vorantreibt.

Zeigen und teilen Sie Ihr Engagement zum Welttag der Patientensicherheit in den sozialen Medien unter #PatientSafety oder #WorldPatientSafetyDay

zuletzt bearbeitet: 08.09.2019 nach oben

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