Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2019 > 190527

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit ruft zum Mitmachen auf!

WHO adelt den 17. September als Welttag der Patientensicherheit

Seit 2015 ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) zusammen mit seinen Kooperationspartnern aus der Schweiz und Österreich jährlich am 17. September alle Akteure im Gesundheitswesen auf, mit eigenen Aktionen zur Patientensicherheit beizutragen. In seiner 72. Sitzung hat die Weltgesundheitsversammlung als Beschlussgremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun beschlossen, dieses Datum zum jährlichen Welttag der Patientensicherheit zu erheben.

Kerngedanke des Tags der Patientensicherheit ist, möglichst viele Personen und Organisationen zu eigenen Aktivitäten zu motivieren, um möglichst breit positive Veränderungen in der Versorgung anzustoßen. Nach dem Prinzip "Tue Gutes und rede darüber!“ werden diese auf einer eigenen Webseite (www.tag-der-patientensicherheit.de) gebündelt und so sichtbar gemacht. Im vergangenen Jahr konnten bundesweit über tausend Aktivitäten und Veranstaltungen aufgeführt werden. Neu ist, dass auch die englischsprachige Seite des APS (http://www.patient-safety-day.org/) nun internationale Veranstaltungen aufführt. Das Spektrum ist breit und reicht von speziellen Beratungsangeboten zur Medikationssicherheit in Apotheken über Tage der offenen Tür mit speziellen Hygienedemonstrationen in Krankenhäusern bis hin zu wissenschaftlichen Fachveranstaltungen und politischen Initiativen.

"Als wir 2015 die Idee zu einem Tag der Patientensicherheit hatten, hätten wir uns nicht träumen lassen, dass wir mit unserer Initiative so schnell einen solchen Erfolg haben würden", freut sich Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit über die Neuigkeiten aus Genf. "Der Tag der Patientensicherheit soll allen Akteuren ins Bewusstsein rufen, wie wichtig es ist, sich täglich für die sichere Versorgung der Patienten einzusetzen. Über den Krankenhausbereich wissen wir beispielsweise, dass 15 Prozent aller Aktivitäten und Kosten auf unzureichende Patientensicherheit zurückzuführen sind. Also bitte: Machen Sie auch dieses Jahr (wieder) mit! Nur mit Aktivitäten vor Ort kann etwas bewirkt werden!"

"Von der WHO-Entscheidung erhoffen wir uns vor allem einen Motivationsschub auch für Deutschland", erklärt Dr. med. Ruth Hecker, stellvertretende Vorsitzende der APS, "Patientensicherheit braucht einen langen Atem und Einsatz." Da sei so ein internationaler Tag ein willkommener gegenseitiger Ansporn, sich zu engagieren. "Uns ist die Botschaft wichtig, dass Sicherheitskultur auf allen Ebenen und bei allen Personen im Gesundheitswesen gelebt werden muss, damit wir messbare Erfolge für die Patienten erzielen. Und nicht nur für die Patienten. Was oft vergessen wird: Patientensicherheit ist auch Mitarbeitersicherheit!"

"Unser besonderer Dank gilt allen Akteuren, die sich schon in der Vergangenheit aktiv beteiligt haben, und dem Bundesgesundheitsministerium, das das APS als nationale Plattform für den Tag der Patientensicherheit von Anfang an finanziell und ideell unterstützt. Ohne diese vielfältigen Aktivitäten und die Unterstützung gäbe es einen Tag der Patientensicherheit weder in Deutschland noch künftig weltweit", betont Hardy Müller, Generalsekretär im APS. "Rund um den 17. September wird auch das APS aktiv werden und den ersten Welttag der Patientensicherheit zum Anlass nehmen, um auch Politik und Öffentlichkeit in die Anstrengungen für eine sichere Patientenversorgung einzubinden. Alle können und sollen - im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten - beitragen!"

Mehr Informationen finden Sie unter www.tag-der-patientensicherheit.de

zuletzt bearbeitet: 27.05.2019 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Dr. phil. Axel Hirsch

Dr. phil. Axel Hirsch

Weitere Angebote: