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Die elektronische Gesundheitsakte

Redemannuskript zum Vortrag von Klaus Rupp, Fachbereichsleiter Versorgungsmanagement bei der Techniker Krankenkasse, im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) am 12. Februar 2019 in Berlin.

Wie können Versicherte ihre Gesundheit selbst managen?

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat gemeinsam mit IBM Deutschland die elektronische Gesundheitsakte "TK-Safe" entwickelt, die aktuell im Testbetrieb läuft. Mittlerweile haben sich bereits mehr als 100.000 Nutzer registriert und testen die Akte. Wir freuen uns sehr, dass die Resonanz darauf von Beginn an so groß war. Das zeigt, dass wir mit TK-Safe auf dem richtigen Weg sind und es höchste Zeit ist, dass sich elektronische Gesundheitsakten im deutschen Gesundheitswesen für alle Versicherten etablieren. Derzeit wird es Patienten unnötig schwer gemacht, an ihre persönlichen Gesundheitsdaten zu kommen. Medizinische Informationen liegen dezentral gespeichert bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen. Patienten haben keinen direkten Zugriff auf ihre eigenen Daten und müssen Röntgenbilder und Labordaten mühsam bei verschiedenen Ärzten anfragen und zusammentragen. Mit TK-Safe können wir unseren Versicherten ein Tool an die Hand geben, mit dem sie überall und zu jeder Zeit auf ihre Daten zugreifen können.

Versicherte erhalten Datenbasis für ihr Gesundheitsmanagement

Als ersten Schritt erhalten unsere Versicherten - wenn sie dies wünschen - ihre persönlichen Basisdaten zu ihrer Gesundheit. Das bedeutet konkret, dass wir ihnen einen Überblick geben können über Arzt- und Zahnarztbesuche, die verordneten Medikamente oder die Impfungen der letzten Jahre. Das sind die Daten, die wir als Krankenkasse über unsere Versicherten vorliegen haben. Und das sind die Informationen, die Patienten heute in der digitalen Welt selbstverständlich haben sollten. Patienten sind in viele Entscheidungsprozesse rund um ihre Gesundheit bislang zu wenig eingebunden, weil ihnen die Informationen fehlen. Indem wir unseren Versicherten den Zugriff und die Hoheit über ihre persönlichen Daten geben, bekommen sie mehr Transparenz über ihre Gesundheit. Das ist besonders für Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes wichtig. Die Voraussetzung, um die eigene Gesundheit proaktiv in die Hand nehmen und eigenverantwortlich für sich sorgen zu können, ist Information.

Wechselwirkungen von Medikamenten vermeiden

Diabetes kann mit anderen Erkrankungen wie Adipositas, Durchblutungsstörungen oder Herzerkrankungen einhergehen. Gerade Diabetiker müssen oft nicht nur viele verschiedene Medikamente nehmen, sondern sind auch bei verschiedenen Fachärzten in Behandlung, oft sowohl ambulant als auch stationär. Gerade bei diesen Patienten sehen wir viele Einsatzmöglichkeiten, wo elektronische Gesundheitsakten durch eine bessere Vernetzung der Akteure im Gesundheitssystem Transparenz zwischen den Sektoren schaffen können. So lassen sich unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten schnell aufdecken, wenn Patienten den vollständigen Medikationsplan - inklusive der verschreibungspflichtigen Präparate - bei jeder Untersuchung parat haben.

Perspektivisch werden wir viele weitere praktische Funktionen für Diabetiker in unsere Akte integrieren, wie beispielsweise die TK-Diabetes-Tagebuch-App. Damit können Diabetiker ihre Blutzuckerwerte drahtlos per Bluetooth direkt vom Messgerät in die App senden. Patienten haben die Möglichkeit, ihrem Arzt die Zusammenfassung der gemessenen Werte dann in Zukunft bequem per Smartphone zur Verfügung zu stellen.

(Es gilt das gesprochene Wort!)

zuletzt bearbeitet: 17.02.2019 nach oben

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Michaela Pelz

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