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Medizinische Fakultät

Pressemitteilung: Universität Augsburg

Der erste vorklinische Lehrstuhl ist besetzt

Der Mediziner und Physiologe Prof. Dr. Rudolf Schubert wird ab dem 1. März 2019 den Lehrstuhl für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg besetzen. Das Fach Physiologie befasst sich mit den Funktionen des Lebens vom Molekül bis zum Organismus. Schubert ist ein Spezialist für Blutgefäße und Störungen ihrer Funktion, die bei weit verbreiteten Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes auftreten. Sein Lehrstuhl wird eine wichtige Rolle spielen für den Aufbau des Instituts für Theoretische Medizin sowie für den Start des Studiengangs Humanmedizin an der Universität Augsburg im Herbst 2019.

Wechsel von der Universität Heidelberg an die Universität Augsburg

Prof. Dr. Rudolf Schubert, Jahrgang 1964, hat an der Russischen Staatlichen Medizinuniversität Moskau Biophysik und an der Universität Rostock Humanmedizin studiert. 1989 erfolgte die Promotion an der Universität Rostock, gefolgt vom Facharzt und der Habilitation in Physiologie, ebenfalls in Rostock, und dem Erwerb eines Ph. D. in Aarhus, Dänemark. Seit 2008 ist Schubert Professor an der Sektion Kardiovaskuläre Physiologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Zum 1. März 2019 tritt er den Lehrstuhl für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg an.

Experte für Blutgefäße und Störungen ihrer Funktion

Schubert ist Experte für Fragen der Durchblutung. Im Zentrum seiner Forschungen stehen zum einen die Mechanismen, die diese regulieren: z. B. wird das Gehirn beim Denken stärker durchblutet, ebenso die Muskulatur beim Sport. Zum anderen befasst er sich mit Störungen der Funktion von Blutgefäßen, wie sie bei Volkskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes entstehen.

Methodisch wird auf der Ebene von Molekülen und Zellen bis hin zu ganzen Organen gearbeitet. In Augsburg wird Schubert gemeinsam mit den beiden noch zu berufenden Lehrstuhlinhabern für Anatomie und Biochemie den Aufbau des Instituts für Theoretische Medizin gestalten, das als Kristallisationskern für systemische Grundlagenforschung in den Fächern Anatomie, Physiologie und Biochemie dienen soll. "Ich freue mich sehr, dass wir Herrn Kollege Schubert gewinnen konnten. Er wird durch seine hervorragende Expertise die Forschungsstrukturen des Instituts für Theoretische Medizin wesentlich voranbringen", betont die Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Martina Kadmon.

Ideal für die Aufbausituation in Augsburg

Schubert zeichnet sich nicht nur durch seine Forschung, sondern auch durch seine breite Erfahrung in der Lehre aus. Besonders hilfreich: Schubert war am Aufbau des Modellstudiengangs Medizin an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg intensiv beteiligt. "Es ist ideal für unsere Aufbausituation in Augsburg, dass Herr Kollege Schubert große Erfahrung sowohl im Aufbau von Forschungs- als auch von Lehrstrukturen an anderen Universitäten mitbringt", betont die Präsidentin der Universität Augsburg, Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel.

Pläne für Augsburg

"In der Lehre ist für mich die Mitwirkung an der Implementierung des Modellstudiengangs besonders reizvoll und spannend. Meine Aufgabe als Vertreter des Fachs Physiologie wird es dabei sein, den Studierenden ein Denken in funktionellen Zusammenhängen, ein Verständnis für die Prozesse der Gewinnung und Bewertung neuen Wissens und insbesondere die nachhaltige Integration des Grundlagenwissens in das klinische Denken zu vermitteln", erklärt Schubert. Er möchte insbesondere solche Lehrformate einsetzen, die die Studierenden aktivieren und das Selbststudium fördern.

"In der Forschung ist mein Schwerpunkt die Funktionsweise des Kreislaufsystems, insbesondere die Rolle von Kaliumkanälen in der glatten Gefäßmuskulatur. Neben der Untersuchung der normalen physiologischen Funktion möchte ich dieses Thema durch neue Methoden und Fragestellungen erweitern", so Schubert weiter. Dabei stehen die Unterschiedlichkeit von Signalprozessen in verschiedenen Organen, das Zusammenwirken verschiedener Signalmoleküle in Molekülkomplexen und Anpassungsprozesse von Signalwegen unter normalen Bedingungen, z. B. nach der Geburt, und bei Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck im Mittelpunkt.

zuletzt bearbeitet: 30.01.2019 nach oben

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