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Fit für Olympia

Mit Spaß und Sport die eigene Fitness verbessern

aus: INBALANCE 2.08, Seite 6-9

Älterer Sportler im Umkleideraum Olympia ist mehr als ein Großereignis mit sportlichen Sensationen, das Millionen Menschen auf der Mattscheibe verfolgen. Lassen Sie sich von den Olympischen Sommerspielen inspirieren und werden Sie fit für Ihre persönliche Olympiade.

Die Olympischen Spiele sind das weltweit größte Sportereignis überhaupt. Bei keiner anderen sportlichen Veranstaltung stehen so viele Sportarten auf dem Programm, nehmen so viele Sportler aus so vielen Ländern teil. In diesem Jahr werden die Olympischen Sommerspiele vom 8. bis zum 24. August in der chinesischen Hauptstadt Peking ausgetragen. Etwa 10.500 Sportler aus 205 Ländern werden erwartet. Millionen Menschen werden nach Peking kommen, um die Spiele zu sehen, noch mehr werden die Wettkämpfe am Fernseher verfolgen.

Wer - von der olympischen Bewegung inspiriert - in Zukunft mehr Sport treiben will, muss sich jedoch nicht unbedingt am olympischen Motto "schneller, höher, weiter" orientieren. In vielen Ländern werden die Olympischen Spiele zum Anlass genommen, Sportaktivitäten zu fördern und die Bevölkerung für Sport zu begeistern. Han Hong, Englischlehrerin aus Peking, hofft, dass dies auch in China nachhaltig wirken wird. "Die Olympischen Spiele im eigenen Land könnten viele Chinesen dazu inspirieren, mehr Sport zu treiben", sagt sie.

Sport und Diabetes

Regelmäßige körperliche Aktivität hilft, die Blutzuckerwerte konstant im Normbereich zu halten. Wenn Sie Diabetes haben, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, inwiefern Sie vor dem Sport Ihre Insulindosis verringern oder zusätzliche Kohlenhydrate zu sich nehmen sollten.
  • Testen Sie den Blutzucker vor und nach dem Sport.
  • Wenn Sie zum Sport gehen, nehmen Sie Wasser und eine Kleinigkeit zum Essen mit.
  • Nehmen Sie, falls nötig, Ihre Medikamente und Ihr Messgerät mit.
  • Sagen Sie Ihren Trainern und Ihren Mitspielern, dass Sie Diabetes haben.
  • Unterbrechen Sie die sportliche Betätigung, falls gesundheitliche Gründe dies erfordern.

Werden Sie aktiv

In China sind sowohl westliche als auch traditionelle chinesische Sportarten wie Tai Chi and Qigong sehr beliebt. Jeden Sommer versammeln sich in Peking mehrere Millionen Menschen, um auf den Straßen zu tanzen und Sport zu treiben. "Bei unserem Spaziergang durch den Himmelstempel-Park in Peking sahen wir immer wieder ältere Chinesen tanzen, andere spielten eine Art Badminton oder machten Musik", erinnert sich Simone Reuter aus Frankfurt am Main, die vor zwei Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Bruce durch China reiste. Das Beispiel der Tänzer in den Straßen von Peking zeigt, dass es bei sportlichen Aktivitäten auch darum geht, Spaß zu haben. "Sport muss einfach Spaß machen, denn gesundheitliche Gründe allein sind auf Dauer keine Motivation. Es ist schließlich unsere Freizeit", sagt Dr. Joachim Aron, Allgemein- und Sportmediziner aus Lüneburg. Hier sind einige Tipps für diejenigen, die mehr Sport treiben wollen und auf der Suche nach einer passenden Sportart sind.

Packen Sie es an

Zuerst sollten Sie sich überlegen, ob Sie lieber alleine oder in einer Gruppe trainieren wollen. Mögen Sie lieber individuelle Sportarten wie Schwimmen, Mannschaftssportarten wie Fußball oder eher Zweipersonenaktivitäten wie Tennis? Erkundigen Sie sich danach, welche Sportkurse bei Ihnen in der Nähe angeboten werden. Dann können Sie Ihren Verein bequem zu Fuß erreichen und müssen weder das Auto noch die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Überlegen Sie sich, ob Sie Sport lieber draußen oder drinnen machen wollen. Wenn Sie in einem Fitnessstudio trainieren, sind Sie nicht vom Wetter abhängig.

Zu Hause zu trainieren, bringt ebenfalls viele Vorteile, denn Sie können Ihre Übungen jederzeit machen. Auf der anderen Seite geben Ihnen Aktivitäten im Freien, wie zum Beispiel das Laufen, die Möglichkeit, frische Luft und die Natur um Sie herum zu genießen. "Laufen ist eine Freizeitbetätigung und als solche soll sie auch Spaß machen. Gerade Menschen, die die Natur lieben, können joggend die Schönheit der Landschaften um sich herum genießen", sagt Thomas Schmidtkonz, Hobbyläufer und Herausgeber des Internetportals laufspass.com.

Joggen ist bei vielen Menschen sehr beliebt, weil es eine der schnellsten und effizientesten Methoden ist, die eigene Fitness zu fördern. Wenn Sie längere Zeit keinen Sport mehr getrieben haben, sollten Sie zuerst mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Diabetesberaterin darüber sprechen. Achten Sie beim Joggen auf an gemessenes Schuhwerk. Lassen Sie sich beim Kauf von Laufschuhen am besten in einem Sportfachgeschäft beraten. Außerdem empfiehlt es sich, beim Sport lockere und luftige Kleidung zu tragen. Als Anfänger sollten Sie nichts überstürzen: Beginnen Sie erstmal in einem für Sie angenehmen Tempo. Später können Sie Ihre Geschwindigkeit und Ihre Laufstrecke nach und nach steigern. So hat Ihr Körper genügend Zeit, sich auf die neue Herausforderung einzustellen, ohne dass Sie sich überfordern.

Bevor Sie mit dem Joggen beginnen, sollten Sie sich etwas aufwärmen. Durch ein paar Übungen, wie zum Beispiel langsames Gehen und Lockern der Muskulatur, bringen Sie Ihren Kreislauf in Gang. Nach dem Joggen empfiehlt es sich, ein paar Dehnübungen zu machen. Das gibt dem Körper die Möglichkeit, sich wieder zu normalisieren und den Kreislauf anzupassen. Außerdem ist es wichtig, während beziehungsweise nach dem Training ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust zu kompensieren. Laufen fördert nicht nur Gesundheit und Fitness, sondern ist auch eine willkommene Erholung von Alltagsstress. "Während meines Studiums habe ich den sportlichen Ausgleich zu schätzen gelernt", sagt Barbara Kittsteiner (25) aus Hattingen. "Joggen ist dabei zu einer meiner Lieblingssportarten geworden."

Verbessern Sie Ihre Fitness

Sportschuhe Für Menschen, die lieber zu Hause trainieren, bietet das Laufband eine gute Möglichkeit, sich fit zu halten. Wenn Sie ein Laufband in Ihrer Wohnung haben, haben Sie den Vorteil, in gewohnter Umgebung trainieren zu können. Außerdem bietet das Laufband ein wetterunabhängiges Training. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Laufband mehr gesundheitlichen Nutzen bringt als viele andere Fitnessgeräte, denn Gehen und Laufen sind natürliche Tätigkeiten. Das Laufband ermöglicht Ihnen, in Ihrem eigenen Tempo zu joggen oder zu walken. Die Übungen können Ihnen helfen, Ihr Herz-Kreislauf-System zu stärken und das Gewicht zu halten. Außerdem verbessert das Joggen auf dem Laufband die Muskulatur und bringt Sie auf diese Weise in Form.

"Wenn Du auf dem Startblock stehst, bist Du ganz auf Dich gestellt, aber um dahin zu gelangen, brauchst Du die Unterstützung eines Teams. Mit dem Diabetesmanagement ist es genauso."
Gary Hall, Olympiasieger im Schwimmen

Auch wenn es für die meisten Menschen besser ist, sich regelmäßig und moderat zu bewegen, muss Diabetes keinen davon abhalten, auch Spitzenleistungen im Sport anzustreben. Der amerikanische Schwimmer Gary Hall ist das beste Beispiel dafür. Als bei dem damals 25-Jährigen Diabetes Typ 1 festgestellt wurde, sagte man ihm, seine Karriere als Profischwimmer sei zu Ende. Doch Hall schaffte es, alle Zweifler vom Gegenteil zu überzeugen, indem er bei den Olympischen Spielen 2000 und 2004 Gold gewann. "In mancher Hinsicht ähnelt Diabetesmanagement dem Schwimmen", sagt Gary Hall heute. "Im Grunde genommen ist das Schwimmen ein Individualsport. Wenn Du auf dem Startblock stehst, bist Du ganz auf Dich gestellt, aber um dahin zu gelangen, brauchst Du die Unterstützung eines Teams. Mit dem Diabetesmanagement ist es genauso."

Lassen Sie sich inspirieren

Schwimmerin im Wasser Wer sich ausreichend bewegt, hat neuen Studien zufolge die besten Chancen, auch geistig lange fit zu bleiben, denn körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf die Arbeit des Gehirns aus. Auch auf kurze Sicht können gezielte Sport- und Entspannungsübungen dazu beitragen, neben dem Wohlbefinden auch die Konzentration zu steigern. "Ich gehe einmal pro Woche zur allgemeinen Gymnastik und zum Yoga", erzählt Marianne Scherl (57) aus Berlin, die seit vier Jahren Diabetes hat. "Von Yoga bin ich ganz begeistert, weil es Bewegung und Entspannung so gut kombiniert, dass man an nichts anderes denken kann als an die aktuelle Übung."

Jede körperliche Betätigung bringt Vorteile - ob Sie nun den Hund spazieren führen, Rollschuh fahren oder Fußball spielen - Hauptsache, Sie bleiben aktiv, ohne sich dabei zu übernehmen. Viele sportliche Herausforderungen kann man bereits im alltäglichen Leben finden. "Da ich kein Auto besitze, fahre ich tagtäglich Fahrrad und ziehe jede Treppe dem Aufzug vor", sagt Barbara Kittsteiner. Zusätzlich zur täglichen Bewegung ist zweimal pro Woche je 30 bis 45 Minuten körperliche Aktivität zu empfehlen. Aller Anfang ist schwer, doch sobald Sie merken, welchen gesundheitlichen und emotionalen Nutzen der Sport Ihnen bringt, wird es Ihnen leichter fallen, weiterzumachen. Lassen Sie sich also von den Olympischen Spielen inspirieren und werden Sie fit für Ihre tägliche kleine Olympiade.

INBALANCE Redaktion

Quellen

Text- und Bildquelle: Abbott Diabetes Care
INBALANCE 2.08, Seite 6 - 9.

zuletzt bearbeitet: 29.07.2008 nach oben

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