Prinzipien der Health On the Net Foundation.

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Aktion: Wahrheit über Diabetes
Politik verschläft Alarmsignale!
Diabetes weitet sich epidemieartig aus!
Seite 3.
HbA1c - der kritische Wert, den jeder kennen
sollte
Zur Überprüfung der Behandlung muss der
HbA1c-Wert im Blut gemessen werden. Er gibt Auskunft über die mittlere Blutzuckerlage
im Verlauf der vorhergehenden sechs bis acht Wochen und damit über die Qualität
der Blutzuckereinstellung. Gesunde haben einen HbA1c-Wert von 4 bis
6 Prozent.
Früherkennung gegen Folgeschäden
In der Diabetesfrüherkennung liegt eine
große Chance. Moderne Therapien und Medikamente helfen Folgeschäden bei
Diabeteskranken massiv einzudämmen und zu vermeiden. Voraussetzung ist, dass
die Zuckerkrankheit erkannt wird, bevor die ersten Symptome der Folgekrankheiten
eintreten. Die Diabetiker müssen den Blutzuckergehalt mit Medikamenten und
körperlicher Aktivität im Normbereich halten. Wissenschaftliche Studien belegen:
Je genauer der Blutzucker reguliert wird, desto geringer sind die Gefahren für
Folgekrankheiten. Lebensqualität und Lebenserwartung für Diabetiker steigen.
Krankenkassen akzeptieren Früherkennung nicht
Diabetiker müssen ihren Blutzucker mehrmals
täglich messen und mit Medikamenten beherrschen. Die Kassen wollen aber Messstäbchen
und Arzneimittel für Patienten im Frühstadium der Zuckerkrankheit nicht erstatten.
Die Disease Management Programme der gesetzlichen Krankenkassen sehen erst sehr
spät einen Behandlungsbedarf. Das ist nach Ansicht der Fachmediziner grob fahrlässig.
Langzeitstudien zeigen unwiderlegbar: Hohe HbA1c-Werte führen zu schwersten
irreversiblen Schäden.
Fachärzte haben das bessere Programm
Die jetzige Gesundheitsreform und die
daraus abgeleiteten Disease Management Programme der Krankenkassen sind weltfremd
und nicht praktikabel. Die Fachärzte haben längst ein anderes und realitätsbezogenes
Programm vorgelegt, um die drohende Diabeteskatastrophe zu verhindern: die Nationale
Versorgungsleitlinie Diabetes mellitus Typ 2. Die nachfolgend aufgezählten
Organisationen haben sie gemein erarbeitet:
Ärztliche Zentralstelle für Qualitätssicherung (AZQ)
Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG)
Fachkommission Diabetes Sachsen
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften (AWMF)
Forderung an die Politik:
Nationale Versorgungsleitlinie als Grundlage aller künftigen DMPs für Diabetes!
Dieses ist auch Ziel der "Aktion:
Wahrheit über Diabetes". Die Zeit drängt. Wenn die Rechtsverordnungen der
jetzigen Gesundheitsreform von den Krankenkassen forciert werden, entstehen
der Volkswirtschaft mittelfristig schwere Schäden. Diabetes ist zwar teuer, die
Folgen aber sind unbezahlbar, wenn man sie nicht vorsorglich bekämpft.
Die Initiatoren der "Aktion: Wahrheit
über Diabetes"
Die "Aktion: Wahrheit über Diabetes"
wurde vom Berufsverband Deutscher Diabetologen, dem Deutschen Diabetikerbund und dem
Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland gestartet. Der
Initiative können sich weitere Ärzteverbände und Interessengruppen anschließen.
Das Informationsprojekt wird durch Spenden finanziert.
Pressemitteilung.
21.08.2002
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Archiv 2002
- Nachrichten zur Gesundheitspolitik
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