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Die elektronische Gesundheitskarte bringt mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Versorgung der Patientinnen und Patienten

Auf der weltweit größten Computermesse CeBIT findet heute im Forum Public Sector der Gesundheitstag statt. Hier geht es insbesondere um den Einsatz von Informationstechnologie (IT) im Gesundheitswesen. Der Staatsekretär im Bundesgesundheitsministerium Dr. Klaus Theo Schröder, Senatorin Karin Röpke (Freien Hansestadt Bremen), die Landesstaatssekretärin Dr. Christine Hawighorst (Niedersachsen) und die Länderstaatssekretäre Dr. Albert Hauser (Sachsen) und Dr. Hellmuth Körner (Schleswig-Holstein) diskutieren dabei mit dem interessierten Publikum die Möglichkeit des Einsatzes der Informations- und Kommunikationstechnologie im Gesundheitswesen und deren Vorteile.
 
In seiner Rede sagte der Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder: "Der Gesundheitstag auf der CeBIT ist mittlerweile eine feste Größe, nicht nur für Insider, sondern auch für die Öffentlichkeit geworden. Die Menschen interessieren sich für die hier ausgestellten Lösungen, mit denen Praxen, Apotheken, Kliniken und Krankenkassen künftig stärker vernetzt arbeiten können. Das elektronische Bindeglied zur Vernetzung der unterschiedlichen Träger wird die elektronische Gesundheitskarte sein.
 
Wir haben inzwischen wichtige Voraussetzungen für die Testphase und die schrittweise flächendeckende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte geschaffen. Im Dezember 2005 wurde das Auswahlverfahren der Testregionen mit bis zu 10.000 Versicherten durchgeführt. Mit einhelliger Zustimmung der Länder hat das Bundesministerium für Gesundheit entschieden, alle acht Testregionen in die Tests einzubeziehen. Dazu gehören Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein.
 
Die praktische Erprobung im Rahmen der Testphase ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung unserer gemeinsamen Ziele: Eine nachhaltige Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung für die Patientinnen und Patienten. In einem hoch entwickelten Gesundheitswesen wie in Deutschland ist das der Schlüssel zur Modernisierung. Nicht nur bestehende Koordinierungs-, Integrations- und Vernetzungsprobleme können minimiert und die Entscheidungs- und Planungsgrundlagen auf allen Ebenen verbessert werden. Auch Herausforderungen wie z.B. Verarbeitung großer Informationsmengen, Qualitätsprobleme oder nicht genutzte Effizienzpotenziale können besser bewältigt werden.
 
Wie hoch diese Potenziale eingeschätzt werden, zeigt eine Studie der Boston Consulting Group. Darin wird ein jährliches Einsparpotenzial von mindestens 7 Mrd. Euro für den Staat im Bereich e-Health ermittelt. Das entspricht drei Prozent der deutschen Gesamtausgaben. Während in Deutschland heute nur rund 6% der Ärzte das Internet für den Austausch von Patientendaten nutzen, liegt diese Zahl in Dänemark bei 81%. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
 
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte stellt daher nicht nur für die Organisationen der Selbstverwaltung eine Herausforderung dar, sondern fordert auch die deutsche informationstechnische Industrie und die einschlägige Forschung. Und nach erfolgreicher Realisierung könnten die entstandenen Konzepte, Anwendungen, Produkte und Infrastrukturdienste zu einem Exportschlager werden."
 
Pressemitteilung: Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

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11.03.2006
Archiv 2006  -  Nachrichten zur Gesundheitspolitik
 

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