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Nichts von dem, was Ärztepräsident Hoppe vorhersagt, wird eintreten

Durch Gesundheitsreform kommt Bewegung ins System

Zur Äußerung des Ärztepräsidenten Jörg-Dietrich Hoppe, der Erlass der Praxisgebühr in Hausarztmodellen werde zu einem Sterben von Facharztpraxen führen, erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merk:
 
"Nichts von dem, was Ärztepräsident Hoppe befürchtet, wird eintreten. Das ist Panikmache wider besseren Wissens. Herr Hoppe will den möglichen Fortschritt in Richtung mehr und bessere Qualität aus engstirnigem Funktionärsdenken verhindern. Seine Äußerungen sind daher nur im Hinblick auf den kommenden Ärztetag zu verstehen, wo er versuchen wird, die Mehrheit der Fachärzte hinter sich zu bringen.
 
Hausarztmodelle sind in der Gesundheitsreform angelegt. Der Hausarzt als Lotse war immer im Konzept der Bundesregierung. Mit der Gesundheitsreform werden die Krankenkassen verpflichtet, ihren Versicherten Hausarztmodelle anzubieten. Für Versicherte ist die Teilnahme hieran freiwillig. Wir begrüßen es, dass Krankenkassen die Chancen der Reform aufgreifen. Die Hausärztin bzw. der Hausarzt hält die Fäden in der Hand, bei ihm laufen alle Informationen zusammen. Dies führt zu mehr Sicherheit bei der Medikamenten, denn jährlich sterben mehr Menschen durch Medikamentenunverträglichkeit als im Straßenverkehr. Weiter wird das Ärztehopping eingeschränkt und die Kommunikation zwischen Fach- und Hausarzt wird verbessert. Deshalb kommt dem Hausarzt als Lotsen eine wichtige Funktion zu. Herr Hoppe muss sich die Frage stellen lassen, wer eigentlich im Mittelpunkt steht - der Patient oder der Facharzt.
 
Durch die Gesundheitsreform kommt endlich Bewegung ins System. Davon profitieren die rd. 70 Mio. Versicherten. In der gesetzlichen Krankenversicherung werden im Jahr mehr als 140 Mrd. Euro ausgegeben. Jeder Euro muss so effizient wie möglich verwendet werden. Das ist Ziel der Gesundheitsreform. Ziel vieler Funktionäre ist die Aufrechterhaltung des Status quo, selbst wenn dieser als unzulänglich erkannt wird."
 
Pressemitteilung: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS).

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20.04.2004
Archiv 2004  -  Nachrichten zur Gesundheitspolitik
 

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