Prinzipien der Health On the Net Foundation.

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Vorstoß ins Leere
Köln/Berlin, 13. Juni 2002 - Auf
einhellige Ablehnung ist das gesundheitspolitische Eckpunktepapier der
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bei der verfassten Ärzteschaft gestoßen.
"Wer die flächendeckende medizinische Versorgung den Krankenkassen überlassen
will, kann nicht gleichzeitig mehr Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen
fordern", erklärten heute der Erste Vorsitzende der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung (KBV), Dr. Manfred Richter-Reichhelm und der Präsident der
Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe.
Sollten die über 400 deutschen Krankenkassen mit jedem der über 120 000
niedergelassenen Ärzte und mit jedem einzelnen Krankenhaus Verträge abschließen,
seien Qualitätsschwankungen und Intransparenz geradezu vorprogrammiert. Eine
flächendeckende und wohnortnahe Behandlung und Betreuung der Patienten würden die
Kassen dann aus Kostengründen kaum mehr aufrechterhalten wollen. Stattdessen
müssten Patienten fürchten, den Arzt ihres Vertrauens zu verlieren, wenn dieser
keinen Vertrag mit der Kasse des Versicherten geschlossen hat.
Für Hoppe und Richter-Reichhelm ist der Vorstoß von Verdi unredlich.
Richter-Reichhelm: "Mit der gesundheitspolitischen Debatte will Verdi nur von
seinem eigentlichen Problem ablenken: der sinkenden Mitgliederzahl." Und Hoppe:
"Die Gewerkschaft sollte erst einmal ihre eigenen Aufgaben erledigen und
konstruktiv an der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mitwirken, bevor sie sich auf
fachfremdes Terrain begibt." Hier gelte der Grundsatz: "Schuster bleib'
bei deinen Leisten."
13.06.2002
Archiv 2002
- Nachrichten zur Gesundheitspolitik
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