Prinzipien der Health On the Net Foundation.

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Stellungnahme des Hartmannbundes - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
zum Referentenentwurf einer Vierten Verordnung zur Änderung der Risikostruktur-Ausgleichsverordnung
Der Hartmannbund - Verband der Ärzte
Deutschlands e.V. begrüßt jede Form der Verbesserung der Patientenversorgung,
sei es durch Sicherung der Qualität der ärztlichen Leistungen, sei es durch einen
verbesserten Informationsfluss zwischen allen an der Behandlung Beteiligten oder
durch Anreize für eine verbesserte Mitarbeit (Compliance) der Patienten.
Eine Verknüpfung strukturierter Behandlungsprogramme mit Wettbewerbselementen,
wie dem Risikostrukturausgleich lehnt der Hartmannbund entschieden ab.
Strukturierte Behandlungsprogramme (Disease Management Programme) für chronisch
Kranke können zur Qualitätsverbesserung in der Versorgung beitragen, wenn
- die Individualität des Erkrankten
und das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt respektiert werden,
- der Arzt nicht zum Erfüllungsgehilfen
der Krankenkassen wird und die vorgesehenen Leitlinien zwar als Empfehlung
betrachtet werden, aber in Übereinstimmung mit dem Patienten davon abgewichen
werden kann,
- das informationelles
Selbstbestimmungsrecht des Patienten gewahrt bleibt und er darüber entscheiden
kann, inwieweit der Arzt zusätzliche Daten an die Krankenkasse weitergibt,
- der Patient aus dem Programm
jederzeit aussteigen kann, auch für den Fall, dass er Erinnerungen durch Dritte
als unangemessen empfindet,
- jeder niedergelassene Arzt Zugang
zu den Programmen hat, aber auch jederzeit wieder aussteigen kann, für den Fall,
dass er von Dritten ohne die erforderliche medizinische Kompetenz in seiner
Handlungsweise beeinflusst werden soll,
- der bürokratische Aufwand für die
Durchführung und Verwaltung der geplanten Programme gering gehalten und vergütet
wird,
- neu entstehende Verwaltungskosten
und die erwartete Leistungszunahme außerhalb des Budgets vergütet werden und die
dafür erforderlichen Mittel nicht anderen ärztlichen Leistungen entzogen, sondern
von den Krankenkassen zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.
Hartmannbund - Köln, 12. April 2002
12.04.2002
Archiv 2002
- Nachrichten zur Gesundheitspolitik
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