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Diabetiker müssen ihre Zähne besonders pflegen

Pressemitteilung: Initiative proDente e.V.

Zum Weltdiabetestag 8 Tipps zur Zahnpflege von der Initiative proDente

Playmobil-Familie im Zuckerberg
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Diabetiker haben ein dreifach höheres Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken. Sie sind anfälliger für Karies, haben eine verlangsamte oder gestörte Wundheilung nach Zahnoperationen und müssen im Vorfeld von chirurgischen Eingriffen besondere Vorkehrungen treffen, damit keine Komplikationen auftreten. Experten vermuten, das in Deutschland bis zu acht Millionen Menschen betroffen sind.

Fatal ist: Der Diabetes mellitus, eine chronische Störung des Blutzuckerstoffwechsels, kommt oft schleichend daher. Nicht selten bleibt die Krankheit über Jahre unerkannt. Erste Symptome werden anderen Ursachen zugeordnet. Für die Betroffenen kann das vielfältige Folgen haben. Ein unerkannter oder sehr schlecht eingestellter Diabetes kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Außerdem drohen Nieren-, Nerven- sowie Gefäßschädigungen.

Besondere Maßnahmen bei chirurgischen Eingriffen

Bei Menschen mit Diabetes heilen Wunden nach operativen Eingriffen oft nur langsam, häufig sogar schlecht. Deshalb sollten die Betroffenen ihren Zahnarzt vor einem chirurgischen Eingriff unbedingt auf die Diabeteserkrankung hinweisen. Doch auch bei der täglichen Pflege müssen sich Diabetiker an acht Regeln halten, um ihre Zähne am besten schützen können.

8 Tipps für die Zahnpflege

Die Initiative proDente hat acht Tipps zusammen gestellt, wie Diabetiker ihre Zähne am besten schützen können:

  1. Achten Sie darauf, dass Ihr Diabetes immer bestmöglich eingestellt ist.
  2. Informieren Sie Ihren Zahnarzt über einen vorhandenen Diabetes oder über ein Risiko dafür und die vorhandenen Laborwerte.
  3. Putzen Sie sich zweimal am Tag die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta, die den Zahnschmelz härtet und Karies vorbeugt.
  4. Reinigen Sie täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten, auch Interdentalbürsten genannt.
  5. Kauen Sie nach Zwischenmahlzeiten ein zuckerfreies Kaugummi, um den Speichelfluss anzuregen und schädliche Säuren zu neutralisieren.
  6. Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter, damit Sie Mundtrockenheit vorbeugen. Genügend Speichel hilft, Karies und Plaque zu verhindern.
  7. Gehen Sie zweimal im Jahr zur Kontrolle zum Zahnarzt.
  8. Lassen Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen.

Bildunterschrift: Der Diabetes mellitus weitet sich zu einer weltweiten Erkrankung aus. Etwa 387 Millionen Menschen sind heute davon betroffen. Die chronisch verlaufende Stoffwechselkrankheit, bei der ein absoluter oder relativer Mangel an Insulin besteht, wirkt sich auf die allgemeine Gesundheit aus. Dabei können schlechte Blutzuckerwerte die Mundgesundheit negativ beeinflussen und Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) begünstigen.
Bildquelle: proDente e.V.
Foto: Johann Peter Kierzkowski

zuletzt bearbeitet: 12.11.2015 nach oben

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