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16. Jenaer Tag für Patienten mit Diabetes am 20. März

Pressemitteilung: Universitätsklinikum Jena

Experten des UKJ bieten Untersuchungen, Seminare und Vorträge für Patienten und Interessierte

Prof. Dr. Ulrich Alfons Müller und Diabetesberater Benjamin Milke mit Patientin. Was bringen die neuen Medikamente? Brauchen Diabetiker einen Spritz-Ess-Abstand? Was muss beim Essen beachtet werden? Wie funktioniert die kontinuierliche Blutzuckermessung? Wer braucht eine Insulinpumpe? Auf diese und weitere Fragen erhalten Diabetes-Patienten und ihre Angehörigen am "16. Jenaer Tag für Patienten mit Diabetes" eine Antwort. Die Endokrinologen des Universitätsklinikum Jena (UKJ) laden alle Interessierten herzlich zum Aktionstag am 20. März 2013 ab 16.00 Uhr ein.

"Jedes Jahr behandeln wir viele Patienten mit Diabetes und anderen Hormonerkrankungen. Im Rahmen der Veranstaltung können sich Betroffene über wichtige Neuigkeiten zur Behandlung ihrer Erkrankung informieren. In Thüringen sind ca. 140.000 Menschen an Diabetes Typ 2 erkrankt", so Prof. Dr. Ulrich Alfons Müller, Leiter des Funktionsbereiches Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen der Klinik für Innere Medizin III des UKJ.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stehen neuste Studienergebnisse zum Spritz-Ess-Abstand: Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern des UKJ hat ergeben, dass Diabetiker nach dem Spritzen von Normalinsulin keine Pause bis zum Essen einhalten müssen. "Ein Spritz-Ess-Abstand ist nicht zwingend nötig. Dadurch verbessern sich Lebensqualität und Therapietreue der Patienten", erklärt Prof. Müller. Die Studienleiterin Dr. Nicolle Müller aus dem Funktionsbereich Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen der Klinik für Innere Medizin III wird unter anderem über die Forschungsergebnisse dieser Studie sprechen.

Zudem informieren die Mediziner über neue Diabetesmedikamente und thematisieren die operative Therapie von Übergewicht. "Starkes Übergewicht führt zu wesentlichen Einschränkungen im Leben und ist häufiger mit Altersdiabetes, Bluthochdruck, Depressionen und Erkrankungen des Bewegungsapparates verbunden. Bei erheblicher Gewichtsreduktion, z. B. durch eine operative Therapie, kann auch ein leichter Diabetes wieder verschwinden", so Prof. Müller.

Im Anschluss an die Vorträge können Patienten ihre Füße auf Nervenschäden und den Augenhintergrund untersuchen lassen.

Seminare bilden einen weiteren Schwerpunkt des Aktionstages. Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DGG) erklären, was Patienten mit Diabetes beim Essen beachten müssen. Zudem zeigen die Experten, wie die Behandlung mit neuen Insulinpumpen und die kontinuierliche Blutzuckermessung funktionieren. Auch die diabetologische Schwerpunktpraxis von Dr. Mariana Thiele wird wieder vertreten sein und bietet in ihrer Praxis ein Seminar und eine Untersuchung an.

Bildunterschrift: Prof. Dr. Ulrich Alfons Müller und Diabetesberater Benjamin Milke (v. l.) sprechen mit einer Patientin über Insulinpumpen.
Bildquelle: Universitätsklinikum Jena, Emmerich

zuletzt bearbeitet: 12.03.2013 nach oben

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