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"Diabetes verhindern!"

Kampagne zur Diabetes-Prävention gemeinsam mit Deutscher Diabetes-Stiftung

Apotheken Umschau startet deutschlandweiten Früherkennungs-Test

Rund fünf bis sechs Millionen Diabetiker leben heute in Deutschland und Experten erwarten, dass sich der durch ungesunde Lebensweise erworbene Typ-2-Diabetes in den kommenden Jahren zur Volkskrankheit Nr. 1 entwickeln wird. Um dieser Gefahr zu begegnen und die Menschen auf ihr Risiko aufmerksam zu machen, startet die APOTHEKEN UMSCHAU als Deutschlands auflagenstärkste Gesundheitszeitschrift zusammen mit der DEUTSCHEN DIABETES-STIFTUNG zu Beginn dieses Jahres die groß angelegte Früherkennungskampagne "Diabetes verhindern!".

Kernstück der Kampagne ist der finnische FINDRISK-Fragebogen (FINish Diabetes RIsk SCore), der in adaptierter Form erstmals einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland zugänglich gemacht wird: Mit der Beantwortung von acht einfachen Fragen können die rund 13 Millionen Leser/innen der APOTHEKEN UMSCHAU (Ausgabe 1B/2007) ihr individuelles Risiko ermitteln, ob sie innerhalb der nächsten zehn Jahre an Typ-2-Diabetes erkranken werden. Stellt sich eine ernstzunehmende Gefährdung heraus, sollten sich die Betroffenen zur Abklärung unbedingt an ihren Arzt wenden. Zusätzlich angeboten wird der Test auch auf dem Online-Auftritt des Magazins unter www.GesundheitPro.de. Großflächenplakate, CityLightPoster und Infoscreens in Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen und Flughäfen werden die Kampagne flankieren. Unterstützt wird die Aktion vom Fachverband Außenwerbung e.V.

Der Präventionsforscher Dr. Peter Schwarz vom Universitätsklinikum der TU Dresden ist überzeugt von der Präzision der Vorhersagen, die der neuartige Test ermöglicht. Er sei das "international am besten evaluierte Instrument, das nicht auf laborchemische Tests angewiesen ist". Und genau darin liegt der große Vorteil von FINDRISK. "Mit regulären Vorsorge- und aufwändigen Labortuntersuchungen erreicht man generell nur einen Bruchteil der tatsächlich Gefährdeten", erklärt Prof. Dr. Rüdiger Landgraf, Vorsitzender der DEUTSCHEN DIABETES-STIFTUNG. "Je einfacher und leichter ein solcher Test ist, desto eher wird er auch gemacht! Wir freuen uns, mit der APOTHEKEN UMSCHAU einen Medienpartner mit erheblicher Reichweite und einer großen Vertrauensstellung in der Bevölkerung gewonnen zu haben, so dass sich mehr Menschen bewusst werden, wie leichtsinnig sie oft ihr Wohlergehen aufs Spiel setzen und wie einfach sie ihren Lebensstil ändern könnten, um eine schwere Erkrankung zu verhindern."

Informationen zum FINDRISK-Fragebogen

Entwickelt wurde der Fragebogen in Finnland (FINish Diabetes RIsk SCore). Er ist dort anhand der Daten von 4.500 Personen getestet worden. Für deutsche Verhältnisse evaluiert wurde er von der Deutschen Diabetes-Stiftung und der Arbeitsgemeinschaft Prävention des Diabetes mellitus Typ 2 der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. Hotline der Deutschen Diabetes-Stiftung für die Leser: 0180-5211234.

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zuletzt bearbeitet: 16.01.2007 nach oben

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