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Warenkunde Zwetschgen/Pflaumen

Zwetschge bzw. Pflaume geteilt mit Kern Pflaumen sind Rosengewächse. Man unterteilt sie in Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen und Reineclauden. Pflaumen und Zwetschgen ähneln einander. Während die Pflaumen eher rundlich, von dunkelroter bis blauer Farbe mit einer Furche sind, zeichnen sich die Zwetschgen durch ihre längliche Form und die dunkelblaue Farbe aus. Sie besitzen keine Furche, im Gegensatz zu den Pflaumen aber einen sehr leicht lösbaren Stein. Mirabellen sind kugelrund, gelb und süß. Ihr Stein ist leicht lösbar. Die nach der französischen Königin Claude benannten Reineclauden sind große, grünlich-gelbe und mit einer Furche versehene Früchte. Sie haben ein festes, süßes Fruchtfleisch und einen schwer lösbaren Stein.

Der oft als unangenehm empfundene weiße Reif auf den Früchten schützt die Pflaumen vor dem Austrocknen. Er sollte deshalb erst kurz vor dem Verbrauch durch Abwaschen entfernt werden. Reife Früchte geben auf Fingerdruck nach. Zwetschgen und Pflaumen sind in der Regel länger haltbar als Mirabellen und Reineclauden. Kühl gelagert halten sie etwa 5 Tage. Die Verwendung der Früchte ist äußerst vielseitig. Frisch, als Kompott, als Marmelade, als Kuchenbelag, im Rumtopf oder zu Knödeln.

100 g Pflaumen enthalten etwa:

49 kcal (203 kJ); 0,6 g Eiweiß; 0,2 g Fett; 10,2 g Kohlenhydrate (0,9 BE); 1,6 g Ballaststoffe.

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Pflaumen & Zwetschgen aus Deutschland

Der Sommer wird blau! Ganz im Zeichen der blauen Früchte stehen die drei Monate Juli, August und September. Spätsorten reifen sogar noch Anfang Oktober. Nutzen Sie die Saison! Ob im Supermarkt oder beim Fachhändler um die Ecke – Pflaumen & Zwetschgen sollten immer frisch gekauft und möglichst rasch verzehrt werden. Gut, dass die Transportwege für einheimisches Obst so kurz sind: So kommt es immer schön reif und genussbereit bei Ihnen an.

Tipps und Tricks für Zuhause

Pflaumen und Zwetschgen sind ungemein vielfältig einsetzbar, äußerst praktisch und darüber hinaus gesund. Hier einige Tipps und Tricks für noch mehr Genuss!

Einkauf:

Pflaumen und Zwetschgen reifen nicht nach. Wählen Sie beim Einkauf nur gut ausgereifte Früchte, denn sie gehören zu den Obstsorten, die nicht nachreifen. Sie sollten nicht zu hart sein und eine schöne sortentypische Farbe aufweisen. Die sogenannte Beduftung, die natürliche Wachsschicht, darf möglichst nicht beschädigt sein. Sie wird erst kurz vor dem Verzehr abgewaschen. Ebenso wenig darf das Obst zu weich sein.

Aufbewahrung:

Pflaumen und Zwetschgen sollten schnell verzehrt werden! Für eine kurze Aufbewahrung von maximal zwei bis vier Tagen legen Sie sie am besten in einem feuchten Tuch in das Gemüsefach des Kühlschranks. So verlieren sie keine Feuchtigkeit.

Einfrieren:

Pflaumen und Zwetschgen eignen sich hervorragend zum Einfrieren. Dazu das Obst gründlich waschen und sorgfältig abtrocknen. Anschließend den Stil entfernen, halbieren und entsteinen. Die halbierten Früchte in einen Tiefkühlbeutel geben – am besten flach übereinander schichten, dann passen mehr Hälften hinein – und einfrieren.

Auftauen:

Zum Auftauen legen Sie die Früchte am besten über Nacht in eine Glasschüssel in den Kühlschrank. So tauen sie am schonendsten auf. Sollen sie als Belag auf einen Kuchen, so können auch die eingefrorenen Früchte auf den Teig gelegt, eventuell mit etwas Zucker bestreut und dann gebacken werden. Soll die Tiefkühlware später einmal für Mus oder Marmelade verwendet werden, ist es besser, sie vor dem Einfrieren zu zuckern.

Purer Genuss:

Mit ihrem süßlichen und aromatischen Fruchtfleisch eignen sich Pflaumen und Zwetschgen hervorragend für den Frischverzehr. Einfach so – quasi vom Baum in den Mund – bewahren sie sich am besten ihre große Anzahl an Mineralstoffen und Vitaminen. Die Früchte sollten erst kurz vor dem Essen abgewaschen werden. Die Beduftung entfernen Sie am besten mit einem Wechsel aus warmen und kalten Wasser. Die blauen Früchte gelten als bekömmlich und sättigend, obwohl sie in Hinblick auf ihre Kalorien wahre "Leichtgewichte" sind. Sie sind der perfekte Snack für die Schule, im Büro, beim Sport und für unterwegs! Als praktische Wegzehrung dienten Pflaumen bereits anno dazumal dem Feldherren Alexander dem Großen und derzeit Wanderern und Bergsteigern.

Einsatz in der Küche:

Die Hälfte aller Früchte wird übrigens frisch verzehrt, die andere Hälfte wird weiterverarbeitet. Ein beliebter Klassiker ist der Zwetschgenkuchen. Aber auch bei der Herstellung von Kompott, Konfitüre oder Mus kommt das Obst zu Ehren. Ebenso sind die blauen Früchte im Rumtopf ein echter Hingucker. Mit ihrem hohen Gehalt an Fruchtzucker sind sie ausgezeichnetes Dörrobst, das zudem dank seiner vielen Naturfasern die Verdauung anregt. Nicht zuletzt machen sie in pikanten Gerichten als fruchtig-würzige Komponente in Saucen zu Geflügel oder Schweinefleisch eine gute Figur.

Lassen Sie sich von unseren aktuellen Sommerrezepten einmal auf andere Gedanken bringen – Sie werden überrascht sein, was man mit den blauen Früchtchen alles machen kann!

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Fakten rund um Pflaumen und Zwetschgen

Zwetschge bzw. Pflaume geteilt mit Kern Jeder kennt sie – die blauen Früchte. Und doch gibt es noch so viel Spannendes über sie zu wissen! Allein mit ihrer langen Geschichte bis ins zweite Jahrtausend vor Christus und ihrem Weg vom Kaukasus nach Europa ließen sich zahlreiche Seiten füllen. Wir haben die wichtigsten Fakten rund um Pflaumen und Zwetschgen für Sie zusammengetragen.

Wussten Sie schon …

… dass Pflaumen und Zwetschgen zur Familie der Rosengewächse gehören?

Des Weiteren zählen sie genau wie Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche zum Steinobst. Über 2.000 Pflaumensorten gibt es weltweit; in Deutschland spielen etwa 25 Sorten eine Rolle. Die bekanntesten sind Hauszwetschge, Bühler Zwetschge, Cacaks Schöne, Cacaks Fruchtbare, Cacaks Beste, Auerbacher und Hanita.

… dass Pflaumen und Zwetschgen sehr „kreuzungswillige“ Sorten sind?

Daher ist es kaum noch möglich, die beiden Fruchtsorten auseinander zu halten; die Begriffe werden oft als Synonyme gebraucht. Grob lassen sie sich so auseinander halten: Pflaumen sind rundlich, Zwetschgen länglich. Pflaumen haben eine ausgeprägte Bauchnaht, Zwetschgen nicht. Pflaumen sind in erster Linie zum Frischverzehr geeignet, da sie angenehm weich und saftig sind. Zwetschgen hingegen bleiben auch beim Backen fest und süß. Ihr länglicher, flacher und an beiden Enden spitze Stein lässt sich in reifem Zustand gut vom Fruchtfleisch lösen.

… dass Pflaumen und Zwetschgen oft eine weiße Wachsschicht besitzen?

Dieser sogenannte "Duftfilm" ist ein Qualitätskriterium und steht für Frische. Mutter Natur hat sich hier einen genialen Trick einfallen lassen: Diese „Beduftung“ schützt die Früchte vor dem Austrocknen, indem sie die Feuchtigkeit in den Früchten bewahrt.

… dass es zum Entsteinen von Pflaumen und Zwetschgen spezielle Entsteiner mit verschiedenen Einsätzen für große und kleine Früchte gibt?

Mittlerweile können die Geräte auch sehr große Früchte entsteinen. Alternativ lassen sie sich natürlich auch mit dem Küchenmesser teilen, so dass der Stein leicht mit der Hand entfernt werden kann. Bei Zwetschgen ist die Steinlöslichkeit besonders gut.

… dass Pflaumen und Zwetschgen zur Hälfte pur genossen werden?

Die andere Hälfte wird weiter verarbeitet. Dabei sind Zwetschgenkuchen und Pflaumenmus die Favoriten. Apropos Frischverzehr: Wer auf die schlanke Linie achten möchte, wählt lieber frische Pflaumen, denn Trockenpflaumen haben vier bis fünf Mal so viele Kalorien.

… dass der früheste Beleg für die Verbreitung der Pflaume ein Blattabdruck aus dem Jahr 2300 vor Christus ist?

Wilde Pflaumen wuchsen damals rund um das Schwarze Meer, in Syrien wurden sie dann kultiviert bis sie schließlich über Italien mit den Römern nach Nordeuropa kamen. Funde von Steinen in den Pfahlbauten am Bodensee, in einer Wikingersiedlung bei Schleswig aus dem 9. bis 11. Jahrhundert sowie aus dem Mittelalter im Rheinland belegen ihre frühe und weitreichende Verbreitung.

… dass ausgerechnet die Pflaume als einzige Obstart als Schimpfwort herhalten muss?

Mit "Pflaumenaugust" ist ein dummer, einfältiger Mensch gemeint, im Lateinischen auch "augustus vaginae" genannt. Ein Lichtblick: In Nordrhein-Westfalen ist "Pflaumenaugust" allerdings keine ernstgemeinte Beleidigung, sondern umschreibt auch einen durchaus sympathischen Menschen mit ungewöhnlichen Gewohnheiten.

… dass es in der ganzen Welt Sprichwörter und Redewendungen über die Pflaume gibt?

Einige Beispiele:

"Die Pflaume schmeckt am besten frisch vom Baume."

"Man muss die Pflaume erst haben, ehe man sie backen kann."

"Aus einem Pflaumenkern wird keine Eiche."

"Da kannst du warten bis Pflaumenpfingsten!" (Da kannst du bis zum Sankt Nimmerleinstag warten; an Pfingsten gibt es noch keine Pflaumen.)

"Die süßeste Pflaume im Hochzeitskuchen ist die Hoffnung." (aus England)

"Eine Pflaume anzusehen heißt nicht, seinen Durst zu löschen." (aus China)

"Der Geizhals berechnet erst die Pflaumen und dann den Reif an denselben." (Russland)

"Zwetschgen blau macht den Metzger grau." (Wenn die Pflaumen blau, also reif sind (Spätsommer und Herbst), gibt es kaum Kälber.)

zuletzt bearbeitet: 20.09.2011 nach oben

Quelle für die kleine Wahrenkunde: Wirths PR, www.1000rezepte.de
Quelle für die Bilder und den Text "Pflaumen & Zwetschgen aus Deutschland":
Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse, Pflaumen/Zwetschgen - Genau Dein Obst

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