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Diabetes Kongress in Berlin beginnt heute

Interdisziplinäre Zusammenarbeit für Menschen mit Diabetes mellitus

Unter dem Motto "Diabetologie interdisziplinär" beginnt heute, Mittwoch, den 4. Mai 2016, die führende Jahresveranstaltung zur Stoffwechselerkrankung Diabetes im deutschsprachigen Raum. Themen sind unter anderem neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung, Vorbeugung und Therapie des Diabetes mellitus. So hat eine Forschergruppe um Professor Dr. med. Thomas Danne und Professorin Dr. med. Olga Kordonouri aus Hannover gemeinsam mit internationalen Wissenschaftlern ein Gerät entwickelt, dessen Wirkungsweise einer künstlichen Bauchspeicheldrüse entspricht, indem es Blutzuckermessungen und notwendige Insulingaben automatisch steuert und aufeinander abstimmt. Das "Closed-Loop"-System wird bereits an Patienten mit Typ-1-Diabetes erprobt. Im Rahmen der Pressekonferenz am Freitag, den 6. Mai 2016 stellt Professor Kordonouri den aktuellen Stand dazu vor. Unter anderem darüber diskutieren bis Samstag, den 7. Mai 2016, rund 6.000 Ärzte, nichtärztliche Mitglieder des Diabetes-Behandlungsteams und Forscher während der 51. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin.

Die Diabetologie ist ein echtes Querschnittsfach: "Unser Augenmerk gilt dem gesamten Menschen und nicht nur einzelnen Organen", sagt Professor Dr. med. Andreas Hamann, Kongresspräsident des Diabetes Kongresses 2016. "Daher tut sich unter dem Motto 'Diabetes interdisziplinär' ein breites Programm zu den neuesten Entwicklungen der wissenschaftlichen und klinischen Diabetologie mitsamt wichtigen Nachbardisziplinen auf" erklärt der Chefarzt der Medizinischen Klinik IV (Endokrinologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin) der Hochtaunus-Kliniken gGmbH, Bad Homburg. Weitere Kernthemen sind unter anderem die Adipositasforschung, die Pathogenese des Typ-2-Diabetes sowie das diabetische Fußsyndrom in Praxis und Klinik.

Auch die Förderung des klinischen Nachwuchses und der intensive Dialog mit hausärztlichen Fachkollegen sind der DDG wie im letzten Jahr besondere Anliegen. Darüber hinaus vergibt sie wissenschaftliche Preise: Professor Emmanuel Van Obberghen aus Nizza erhält für seine herausragenden wissenschaftlichen Errungenschaften mit der Paul-Langerhans-Medaille 2016 die höchste Auszeichnung der DDG. Seit mehr als 40 Jahren ehrt die Deutsche Diabetes Gesellschaft mit der nach dem deutschen Pathologen Paul Langerhans benannten Medaille internationale Spitzenforscher in der Diabetologie.

Alle Informationen zum Diabetes Kongress 2016 sind im Internet zu finden. Kurzfilme mit Interviews und Beiträgen zum Diabetes Kongress 2016 finden Interessierte in der Mediathek.

zuletzt bearbeitet: 04.05.2016 nach oben

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