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Diabetesrisiken und diabetische Folgeerkrankungen beschäftigen Lebensmittelexperten

Lebensmittelchemikertag 2012 - Viele Themen von öffentlichem Interesse

Mit der Würdigung eines Jubiläums beginnt der 41. Deutsche Lebensmittelchemikertag vom 10. bis 12. September 2012 in Münster. "100 Jahre Maillard-Reaktion: Das Altern - ein Backprozess?", fragt der Lebensmittelchemiker Professor Dr. Thomas Henle von der TU Dresden und weist seine Kolleginnen und Kollegen darauf hin, dass dieser wichtigen Reaktion, zuständig für den Bräunungsprozess beim Backen und Braten, auch bei Alterungsprozessen und diabetischen Folgeerkrankungen eine große Bedeutung zukommt.

Weitere Hauptvorträge der Tagung befassen sich mit der antikanzerogenen Wirkung von einigen Naturstoffen, mit Lebensmitteln als Ursache des Ausbruchs von EHEC O104:H4, mit bioaktiven Proteinen aus Lebensmitteln sowie der Ermittlung und Bewertung organischer und anorganischer Schadstoffe in Lebensmitteln. Besondere Aufmerksamkeit dürfte der öffentliche Abendvortrag "Allergien gegen Lebensmittel: Auslöser, Probleme, Perspektiven durch neue Forschungsergebnisse" erfahren, den Professor Dr. Stefan Vieths, Vizepräsident des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen, am 10. September, 19 Uhr, im Hörsaalgebäude der Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität hält.

Den Deutschen Lebensmittelchemikertag veranstaltet die Lebensmittelchemische Gesellschaft, die innerhalb der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) die größte Fachgruppe bildet. Für das Programm der Tagung zeichnet ein wissenschaftliches Komitee unter Leitung des Fachgruppen-Vorsitzenden, Dr. Gunter Fricke, Nestlé Deutschland AG, verantwortlich. "Wir haben für unseren diesjährigen Lebensmittelchemikertag erneut Themen zusammengestellt, die sowohl bedeutend sind für den Gedankenaustausch zwischen uns Lebensmittelexperten als auch für die Information der Öffentlichkeit. Deshalb erhoffen wir uns reges Medieninteresse."

Neben den bereits genannten Beispielen weist Fricke auf neue Forschungsarbeiten zu Inhaltsstoffen von Kaffee hin, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird, sowie auf neue Wege, dem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen oder die Typ-2-Diabetes-Risikofaktoren zu ermitteln. "Wie immer müssen wir auf unserer Tagung einen deutlichen Schwerpunkt auch auf neue analytische Methoden setzen", sagt Fricke. "Sichere, genaue und schnelle Analysenverfahren sind das A&O des Verbraucherschutzes. Wir verbessern diese Verfahren ständig und geben das neue Wissen unmittelbar an unsere Kollegen und Kolleginnen weiter, die auf einer Tagung wie dieser ausführlich nachfragen und diskutieren können."

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 23.08.2012 nach oben

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