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Übergewicht als Hauptrisikofaktor für Schlafstörungen

Obstruktive Schlafapnoe kann Risiko für Diabetes Typ 2 steigern

Etwa 840.000 Frauen und über 1,5 Millionen Männer zwischen 30 und 60 Jahren haben gefährliche Atemaussetzer im Schlaf - der obstruktiven Schlafapnoe. Oft sind Menschen mit starkem Übergewicht betroffen. Sie leiden infolge eines nicht-erholsamen Schlafes unter Tagesschläfrigkeit, sind weniger leistungsfähig und häufig unfallgefährdet.

Bei schwerer Ausprägung steigt die Gefahr von Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Störungen oder Diabetes Typ 2. Auf einer Pressekonferenz der 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie (DGHNO KHC) am 15. Mai 2012 in Mainz informieren Experten über Ursachen, Folgen und Therapien.

Eine obstruktive Schlafapnoe (OSA) liegt vor, wenn der Patient mehr als fünf Atemaussetzer pro Stunde hat. "Ursache ist eine starke Entspannung der Muskulatur um die oberen Atemwege im Schlaf", erklärt Professor Dr. med. Karl Hörmann, Ehrenpräsident der 83. Jahresversammlung der DGHNO KHC. "Dadurch fällt der obere Teil des Rachens zusammen und es kommt zu einer Behinderung der Atemwege." Auch anatomisch bedingte Engstellen können nächtliche Atemstillstände begünstigen. Betroffene klagen meist über Schnarchen, eine ausgeprägte Tages- und Morgenmüdigkeit sowie tägliche Schlafattacken. "In schweren Fällen steigt Studien zufolge zudem das Risiko, an koronaren Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen und Typ-2-Diabetes zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden", so der Direktor der Universitäts-HNO-Klinik des Klinikums Mannheim. Eine Therapie sei daher aus medizinischen und volkswirtschaftlichen Gründen unumgänglich.

Übergewicht gilt als Hauptrisikofaktor für OSA: Durch Fetteinlagerungen in den oberen Atemwegen sinkt der Atemwegsdurchmesser und die geregelte Atmung ist gestört. "Durch die Zunahme übergewichtiger und adipöser Menschen in Deutschland wird OSA zunehmend zu einer Volkskrankheit", prognostiziert Hörmann. "Eine Gewichtsreduktion um zehn Prozent kann bereits die Anzahl der Atempausen halbieren und damit die Beschwerden lindern." Stark fettleibigen Betroffenen raten HNO-Ärzte daher, ihr Gewicht zu verringern – gegebenenfalls durch einen chirurgischen Eingriff. Allgemein sollten Patienten Alkohol-, Schlaftabletten- und Nikotinkonsum sowie die Rückenlagerung während des Schlafs vermeiden.

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

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zuletzt bearbeitet: 08.05.2012 nach oben

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