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Humboldt-Professur an der TU München für Diabetes-Forschung

Internationaler Preis für wissenschaftliche Arbeit zur Insulinresistenz

Erneut ist der Technischen Universität München (TUM) eine der begehrten und hochdotierten Alexander von Humboldt-Professuren zugesprochen worden. Mit Prof. Matthias Tschöp aus Cincinnati gewinnt sie einen international renommierten Experten für Stoffwechselkrankheiten, der sich dem Thema der Insulinresistenz widmen wird. Damit ist die TUM mit bisher vier Humboldt-Professuren die erfolgreichste Universität in diesem Wettbewerb um den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands.

Die neu geschaffene Professur für Insulinresistenz ist ein wichtiger zusätzlicher Baustein für den Forschungsschwerpunkt "Diabetes", den die TUM gemeinsam mit dem Helmholtz Zentrum München gebildet hat. Gearbeitet wird hier zum einen an neuen Erkenntnissen zu den molekularen Mechanismen, die Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten zugrunde liegen. Zum anderen forschen die Wissenschaftler zum Zusammenspiel genetischer Faktoren mit Lebensstil und Umweltfaktoren. Ziel ist es, neue Möglichkeiten der Prävention und Therapie zu entwickeln.

"Der erste Schritt zum Diabetes-Forschungszentrum wurde an der TUM vor einem Jahrzehnt mit der Einrichtung des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin gesetzt, damals ein Novum in der deutschen Forschungslandschaft. Das Projekt kulminiert nun mit der Berufung von Professor Tschöp aus den USA auf eine Humboldt-Professur. Als Technische Universität mit einem konkurrenzlosen Fächerportfolio stärken wir damit erneut unsere Biomedizin in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München", sagte TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann zum neuesten Erfolg.

Prof. Peter Henningsen, Dekan der Fakultät für Medizin, erläutert: "Die neue Humboldt-Professur ist ein weiterer Beleg für die internationale Magnetkraft der TUM-Medizin und ihre Verankerung in einem forschungsstarken klinischen Umfeld. Matthias Tschöp ist mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen die ideale Ergänzung für unseren Forschungsschwerpunkt."

Prof. Matthias Tschöp, 1967 in München geboren, studierte und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bevor er als Post-Doc in einer internationalen pharmazeutischen Firma in den USA tätig war. Nachdem er als Wissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam gearbeitet hatte, ging er wieder in die USA: Er ist Professor am Institut für Stoffwechselerkrankungen der University of Cincinnati.

Tschöp gilt als einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich der beiden Stoffwechselkrankheiten Diabetes und Adipositas. Sein Fokus liegt sowohl auf der Erforschung der molekularen Übertragungswege, die bei Diabetes und Insulinresistenz eine Rolle spielen, als auch auf neuen präventiven und therapeutischen Ansätzen.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung verleiht den Preis, um weltweit führende Wissenschaftler nach Deutschland zu holen. Bereits 2008 konnte die TUM den Bioinformatiker Prof. Burkhard Rost von der New Yorker Columbia University als Humboldt-Professor gewinnen, 2010 den Nachrichtentechniker Prof. Gerhard Kramer von der University of Southern California und 2011 den Wirtschaftsinformatiker Prof. Hans-Arno Jacobsen von der Universität Toronto.

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 12.10.2011 nach oben

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