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Neue Hinweise zur Entstehung von Volkskrankheiten wie Typ-2-Diabetes

Genetische Risikofaktoren und ihre Verbindungen zu weit verbreiteten Krankheiten

Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München haben in Kooperation mit dem Wellcome Trust Sanger Institut und dem King's College London (KCL) die Verbindung zwischen genetischen Varianten und konkreten Stoffwechselveränderungen hergestellt. Die jetzt im renommierten Fachjournal Nature veröffentlichte Studie zeigt diese neu erkannten Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und der Entstehung von Volkskrankheiten.

37 neue genetische Risikofaktoren, ihre Auswirkung im menschlichen Stoffwechsel und eindeutige Verbindungen zu Volkskrankheiten wie Typ-2-Diabetes mellitus sind die Ergebnisse einer gestern in Nature erschienenen Studie. Prof. Karsten Suhre und Dr. Christian Gieger vom Helmholtz Zentrum München erarbeiteten dieses vertiefte Verständnis für die Krankheitsentstehung gemeinsam mit Kollegen vom Wellcome Trust Sanger Institut in Großbritannien und dem King's College London. Die Wissenschaftler verbinden genomweite Assoziationsstudien[*] mit Metabolomik.[*] In der aktuellen, in bisher einzigartiger Größe angelegten Studie wurden über 250 Stoffwechselprodukte in mehr als 60 krankheitsrelevanten Stoffwechselwegen untersucht.

"Wir haben die Genetik in ihrem biologischen Kontext betrachtet - so haben wir die neuen Risikofaktoren entdeckt", erläutern Suhre und Gieger den Vorteil ihres Studienansatzes. Denn dank der Kombination von Genetik und Metabolomik, die sich auch in zwei vorangegangene Studien bereits bewährt hat, können die Wissenschaftler die biologische Auswirkung der identifizierten genetischen Risikofaktoren erkennen, was bei reinen genomweiten Assoziationsstudien nicht möglich ist.

Jeder Mensch ist einzigartig – ein genauer Blick auf seine Stoffwechselprodukte könnte künftig ermöglichen, Risiken für Volkskrankheiten besser einzuschätzen. "Wir sind einen wesentlichen Schritt vorwärts gekommen, komplexe Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes mellitus besser zu verstehen, daraus ergeben sich gleichzeitig neue Ansätze für die pharmazeutische Forschung.", erklären die Forscher. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Volkskrankheiten und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention zu verbessern, ist Ziel des Helmholtz Zentrums München.

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Hintergrund

Quellen

Original-Publikation:

Suhre K. et al.(2011): Human metabolic individuality in biomedical and pharmaceutical research, Nature 477, 7362 (2011). doi:10.1038/nature10354

Vorarbeiten:

  • Gieger C et al (2008). Genetics meets metabolomics: a genome-wide association study of metabolite profiles in human serum. PLoS Genet. 4(11):e1000282.
  • Illig T et al (2010) A genome-wide perspective of genetic variation in human metabolism. Nat Genet. 42(2):137

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 02.09.2011 nach oben

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