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Förderpreis Stoffwechsel und Gefäßmedizin von der Stiftung DHD ausgeschrieben

Jetzt bewerben und die Chance zur Optimierung der Behandlung von herzkranken Diabetikern nutzen

Noch bis zum 30. September 2011 läuft die Frist für den Förderpreis der Stiftung DHD (Der herzkranke Diabetiker), mit dem herausragende Forschungsarbeiten im Themenfeld Kardiodiabetologie ausgezeichnet werden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird an Wissenschaftler vergeben, die ihre Forschung der Stoffwechsel- und Gefäßmedizin widmen. Prämiert werden Arbeiten aus dem grundlagenwissenschaftlichen und versorgungs-medizinischen Bereich, die zur Optimierung der Behandlung von herzkranken Diabetikern beitragen.

"Nicht nur in der Forschung tätige Kardiologen, Diabetologen oder Endokrinologen können sich um den Förderpreis bewerben, sondern auch Wissenschaftler aus angrenzenden Fachgebieten", sagt Prof. Dr. Dr. Diethelm Tschöpe, der den Forschungspreis und die Stiftung DHD vor 12 Jahren ins Leben gerufen hat.

"Wir wissen, dass die Gefäßsituation bei herzkranken Diabetikern hochkomplex ist und der Patient interdisziplinär behandelt werden muss", betont der Stiftungsvorsitzende Tschöpe. Denn meist werde nicht nur ein Organ wie das Myokard in Mitleidenschaft gezogen, sondern weitere Regionen im Körper geschädigt. Vaskuläre Komplikationen bei Diabetes können Herz, Hirn, Niere, Füße und Augen gleichermaßen betreffen, "selbst Parodontitis erhöht das Risiko für Stoffwechsel- und Herzerkrankungen", ergänzt Professor Tschöpe, der auch das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen ärztlich leitet.

Von Anfang an im Kuratorium der Stiftung DHD und für den Förderpreis engagiert ist Prof. Dr. Wolfgang Motz vom Herz- und Diabeteszentrum Mecklenburg-Vorpommern in Karlsburg. "Alle bisherigen Preisträger haben mit exzellenten Forschungsarbeiten einen Beitrag zum pathophysiologischen und therapeutischen Verständnis geleistet", so der Klinikdirektor aus Karlsburg. Unter den Laureaten sind Kardiologen wie Nikolaus Marx, Anselm K. Gitt oder Johann Bauersachs und viele andere Vertreter, die ein entsprechendes Renommee erreicht haben. Doch auch Newcomern oder Nicht-Medizinern eröffnet sich die Chance, den Forschungspreis zu erhalten.

Im letzten Jahr wurde die Arbeit zur diabetischen Kardiomyopathie der Doktorandin Sabrina Greulich vom Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie am DDZ Düsseldorf (Deutsches Diabetes-Zentrum) honoriert. Die Stiftung DHD erwartet, dass aufgrund der Versorgungssituation herzkranker Patienten mit Diabetes künftig mehr Beiträge aus dem bevölkerungsmedizinischen Bereich für den Forschungspreis eingereicht werden.

Die jährliche Vergabe des Förderpreises gehört zur satzungskonformen Strategie der Stiftung DHD, deren Ziel es ist, durch Forschung, Aufklärung und Prävention die Behandlung herzkranker Diabetiker zu verbessern. In Europa ansässige Wissenschaftler, die zum Thema Diabetes mellitus, Herz und Gefäße geforscht haben, können sich einzeln oder in Teams bewerben. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird beim "Get together Research" im Rahmen der Stiftungsjahrestagung vom 02. bis 03. Dezember 2011 in Berlin vergeben.

Möglich wird die Preisverleihung durch eine unabhängige Förderung des forschenden Arzneimittelherstellers sanofi (ehemals sanofi aventis). Für die Bewerbung gilt keine Altersbeschränkung. Allerdings muss sich das Forschungsprojekt an den Stiftungszielen orientieren, die Ergebnisse sollten noch nicht publiziert sein. Der oder die Preisträger werden über ein Mehrheitsvotum der Kuratoriumsmitglieder und vom wissenschaftlichen Beirat der Stiftung DHD ausgewählt.

Die Forschungsarbeiten müssen bis zum 30. September 2011 bei der Stiftung DHD eingegangen sein. Die Anträge sind schriftlich einzureichen bei:

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe,
Vorsitzender der Stiftung DHD,
Herz- und Diabeteszentrum NRW,
Georgstraße 11,
32545 Bad Oeynhausen

zuletzt bearbeitet: 01.08.2011 nach oben

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