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Staatssekretär Daniel Bahr (FDP) eröffnete Patiententag der Diabetes Messe 2010

Diabetiker Bund sieht Vollversorgung in Gefahr

Daniel Bahr (links) Mit einer rasanten Zunahme an Diabetes-Erkrankungen rechnet Daniel Bahr. "Die Zehn-Millionen-Grenze könnte bereits 2010 erreicht werden", erklärte der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit heute (28. Februar) in Münster. Dort eröffnete er den Patiententag der Diabetes Messe 2010.

Rund 5.200 Betroffene und Gesundheitsinteressierte waren ins Messe und Congress Centrum Halle Münsterland gekommen. Dort erwarteten sie mehr als 120 Aussteller, zahlreiche Fachvorträge, Workshops und Gesundheitschecks. Am Freitag und Samstag bot die Messe den Rahmen für einen Fachkongress mit rund 2.200 Teilnehmern. "Dies war eine neue Bestmarke", unterstrich Thomas Arabin, Leiter des Geschäftsbereichs Eigenveranstaltungen.

Daniel Bahr warnte auf dem Patiententag davor, den Typ-2-Diabetes zu unterschätzen und ihn als "Alterszucker" zu verharmlosen. Er würdigte den Gedanken der Selbsthilfe und des Austausches, der auf der Diabetes Messe stattfinde. "Auch die Politik ist nicht untätig geblieben", erklärte er. Insbesondere wies der FDP-Bundestagsabgeordnete auf Versorgungsangebote mit dem Schwerpunkt "Patientenschulung" hin, an denen seit 2002 mehr als 2,8 Millionen Typ-2-Diabetiker teilgenommen hätten. Um die Präventionspotenziale bekannter zu machen, sei 2008 der Aktionsplan "In Form - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung ins Leben" gerufen worden.

Dieter Möhler, Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes, sah die Vollversorgung für Diabetiker in Gefahr. "Die gesetzlich verankerte ausreichende Versorgung muss tagtäglich erkämpft werden", betonte er. Die Verordnung von Insulinpumpen, Insulinanaloga oder Blutzuckermessstreifen sei häufig ein Problem. Auch im Sinne einer Kostenersparnis sei es notwendig, Folgeerkrankungen zurückzudrängen, erklärte Möhler. "Hier müssen die Patienteninteressen glasklar im Vordergrund stehen."

Konkret um die Interessen der Diabetiker ging es in den Fachvorträgen und in den Workshops, die erstmals zu Themen wie Insulintherapie, Ernährung, Yoga, Sport und Fußmanagement angeboten wurden. "Die Resonanz war sehr gut", freute sich Christiane Eidmann, Projektleiterin der Messe. Bewegung und ein gesunder Lebensstil waren wichtige Themen. So waren in der Messehalle Wii-Stationen und ein Kinder-Sportparcours aufgebaut.

Bildunterschrift: Daniel Bahr (l.) ließ auf der Diabetes Messe 2010 in Münster auch selbst seinen Blutzucker messen. Dr. Ludger Rose unterstützte ihn dabei.
Bildquelle: Peter Grewer

zuletzt bearbeitet: 28.02.2010 nach oben

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