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Internisten diskutieren Informationsverhalten von Ärzten

Dokumentation und Rückmeldung erhöhen Qualität der Patientenversorgung

Feedback-Berichte im Rahmen von Versorgungsprogrammen wie dem Disease Management spiegeln dem Arzt wider, ob er seine chronisch kranken Patienten anhand empfohlener Standards behandelt. Dies soll dazu beitragen, die Qualität der Versorgung zu sichern und eine Behandlung der Patienten nach aktuellem medizinischem Wissen unterstützen.

Zudem ergänzt bei einigen Programmen eine zertifizierte Fortbildung den Feedback-Bericht. Welche Rolle das Feedback für die Information der Ärzte spielt, diskutieren Experten im Rahmen des Herbstsymposiums der Korporativen Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Die Veranstaltung mit dem Titel "Mehr Patientensicherheit durch bessere Arztinformation?" findet am 21. Oktober 2009 in Wiesbaden statt.

Viele Ärzte hinterfragen täglich, ob sie ihre Patienten zeitgemäß behandeln. Denn medizinische Erkenntnisse mehren sich immer schneller. "Mediziner stehen deshalb ständig vor der Aufgabe, neues Wissen kritisch zu bewerten und ihre Patienten entsprechend zu behandeln", sagt Professor Dr. med. Jürgen Schölmerich, Vorsitzender der DGIM aus Regensburg.

Versorgungsprogramme für chronische Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit (KHK) oder Diabetes mellitus Typ 2 sollen diese Bemühungen unterstützen. Einerseits indem Patienten in der Therapie und dem gesamten Versorgungsprozess eng begleitet werden. Andererseits liefert die Dokumentation der Disease-Management-Programme (DMP) auch hilfreiche Informationen für Ärzte – die wiederum den Patienten zugute kommen. Denn die Mediziner bekommen halbjährlich einen Feedback- Bericht über ihre Behandlungsverläufe im Rahmen der DMP.

Für die Gemeinsame Einrichtung Nordrhein – Kassenärztliche Vereinigung (KV), gesetzliche Krankenkassen und Krankenhausgesellschaft – wertet das DMP-Projektbüro des Zentralinstituts für die KV in Köln alle relevanten Patientendaten jeder registrierten Praxis aus: Wie hat sich der Blutdruck der DMP-Patienten entwickelt? Wie viele von ihnen nehmen an einer Schulung zum Krankheitsbild teil? Welche Medikamente werden wie oft verordnet? Traten Notfälle ein?

Anhand des Feedback-Berichtes kann jeder Arzt seinen individuellen Behandlungserfolg einschätzen, diesen mit anderen Praxen vergleichen und mögliche Schwachstellen identifizieren. Bei großen DMP wie für KHK, Diabetes mellitus Typ 2 oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) schickt die Gemeinsame Einrichtung Nordrhein den hieran teilnehmenden Ärzten halbjährlich zusammen mit dem Feedback-Bericht einen Expertenbericht zur jeweiligen chronischen Erkrankung.

zuletzt bearbeitet: 20.10.2009 nach oben

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