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Therapieziele ökonomisch bewerten -

Pressemitteilung: Sanofi

Diabetes effektiv behandeln

6,5 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Diabetes, Tendenz steigend. Wird die Erkrankung unzureichend behandelt, erhöht sich das Risiko für schwere Folgeschäden wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nerven- oder Nierenschädigungen. "Eine frühzeitige und effektive Therapie ist daher von größter ökonomischer und gesundheitspolitischer Bedeutung", so Prof. Martin Pfohl, Duisburg, bei einer Pressekonferenz im Rahmen der bundesweiten Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7".

Therapieziel HbA1c unter 7 Prozent reduziert Risiko für Spätschäden

Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c ist eine wichtige Kenngröße für die bestmögliche Blutzuckereinstellung. "Eine Absenkung des Wertes geht mit einer Reduktion von Folgeschäden einher", berichtete Prof. Thomas Haak, Bad Mergentheim. Bei Diabetikern ist ein HbA1c-Wert unter sieben Prozent anzustreben. "Bei HbA1c-Werten über sieben Prozent ist der Blutzucker dauerhaft zu hoch, wodurch Gefäße und Nerven geschädigt werden", fuhr Haak fort. Jeder Diabetiker sollte daher seinen Langzeitblutzuckerwert kennen und seine Bedeutung verstehen. Für die Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" bleibt viel zu tun: Noch immer ist die Diabetesbehandlung in Deutschland unzureichend, weniger als die Hälfte aller Patienten sind mit einem Wert unter 7 Prozent gut eingestellt.

Therapietreue und Patientenzufriedenheit durch frühe Gabe von Insulin

"Unter den Antidiabetika ist Insulin der Wirkstoff, der den Blutzucker dauerhaft und am wirksamsten senkt", führte Pfohl aus. Reichen Lebensstilanpassung und Tabletten nicht mehr aus, sollte frühzeitig ein Basalinsulin gespritzt werden. "Die Vorteile einer solchen Kombinationstherapie sind eine bessere Stoffwechseleinstellung, geringere Gewichtszunahme, weniger Unterzuckerungen, Einsparung an Insulin und oftmals ein für den Patienten besser nachvollziehbares Therapiekonzept", erklärte Pfohl. Eine Therapie mit einem langwirksamen Basalinsulin, das nur einmal täglich injiziert werden muss, passt sich an den Lebensstil an und verbessert so die Lebensqualität. Dass innovative Therapiekonzepte nicht mit höheren Kosten verbunden sind, zeigt der Blick auf die komplette Diabetes-Behandlung. Für Pfohl ist die Behandlung mit modernen Therapien weitaus preiswerter als die Behandlung der Folgeschäden schlecht eingestellter Diabetiker. Ein Vergleich der Arzneimittel sollte nicht am reinen Apothekenverkaufspreis ausgerichtet sein: Auch wenn ein Insulin preisgünstiger ist, können insgesamt die Behandlungskosten steigen, wenn z. B. zusätzlich mehr kurzwirksame Insuline gegeben oder mehr Teststreifen verwendet werden müssen.

Aufklärung ist Verantwortung

"Die Auseinandersetzung und Identifikation mit Diabetes ist wichtig, um trotz der Erkrankung ein selbst bestimmtes Leben zu führen", betonte der prominente Reisejournalist und Musiker Thomas Fuchsberger, Grünwald - selbst Diabetiker. Dass in Deutschland möglichst viele Menschen mit Diabetes die Bedeutung des Langzeitblutzuckerwertes kennen, dafür setzt sich Thomas Fuchsberger ein. Bereits seit 2005 wirkt er aktiv bei der Diabetes-Aufklärungsaktion mit.

Über "Gesünder unter 7" 2008

Bereits im vierten Jahr informiert die von sanofi-aventis und Partnern initiierte bundesweite Diabetes-Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" deutschlandweit zum Thema Diabetes. Inzwischen haben mehr als 250.000 Interessierte die Aktion besucht. Auftakt in diesem Jahr war Hamburg (3./4. April, Alstertal-Einkaufszentrum), gefolgt von Wolfsburg (24./25. April, City-Galerie), Essen (29./30. Mai, Allee-Center) und Dresden (18./19. September, Altmarkt-Galerie). Die nächsten Standorte sind Berlin (23./24. Oktober, Potsdamer Platz Arkaden) und Augsburg (13./14. November, City-Galerie Augsburg). Besucher können ihr persönliches Diabetes-Risiko testen - dazu gehören Messungen von Blutzucker, Blutdruck und Taillenumfang. Besonders wichtig: Für Diabetiker und Menschen mit einem hohen Diabetes-Risiko wird eine Langzeitblutzuckerwert-Messung angeboten. Ärzte und Diabetesberaterinnen der Region beantworten alle Fragen zum Thema und analysieren die Messergebnisse.

Zahlreiche Fachgesellschaften, Patientenorganisation, Krankenkassen und Medien unterstützen "Gesünder unter 7": AOK Plus, Apotheken-Depesche, Ärzte Zeitung, Arbeitsgemeinschaft niedergelassener diabetologisch tätiger Ärzte e.V. (AND), BKK Deutschland, Bundesverband niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND), Bundesverband der Diabetologen in Kliniken e.V. (BVDK), diabetes-world.net, DAK, Diabetes-Journal, Deutscher Diabetiker Bund (DDB), Omron, Stiftung "Der herzkranke Diabetiker", Internationale Gesellschaft für Prävention e.V. (IGP), Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe e.V. (VDBD), Progen, der Deutsche Tanzsportverband e.V. (DTV), die Koalition "Schau genauer hin", die Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen e.V.

Weitere Informationen zur Aktion finden Sie im Internet unter www.gesuender-unter-7.de.

zuletzt bearbeitet: 23.10.2008 nach oben

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