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diabetes DE - die neue Gesamtorganisation für Diabetes in Deutschland

Abstract zum Vortrag von Professor Dr. med. Thomas Haak im Rahmen der Pressekonferenz anlässlich der 43. DDG-Jahrestagung am 03.05.2008 in München.

Die Diabetologie braucht eine verbesserte Kommunikation und Koordination

Prof. Dr. Thomas Haak Obwohl der Diabetes mit 7 Millionen Betroffenen eine Volkskrankheit ist, ist die strukturelle Vertretung des Faches Diabetologie in Deutschland nicht optimal. Dies haben die Deutsche Diabetes-Gesellschaft, der Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe, die Deutsche Diabetes-Stiftung und die Deutsche Diabetes Union erkannt. Zwar verfügen wir mit der Deutschen Diabetes Union über einen Dachverband mit vier Mitgliedsverbänden, jedoch fehlt die interne und externe Koordination und Kommunikation.

Inhaltlich wird auf dem Gebiet der Behandlung, der Forschung und der Prävention des Diabetes alles getan, um die Situation für Menschen mit Diabetes zu verbessern. Allerdings geschieht dies ohne die nötige Koordination. Weit mehr als 1150 Ortsverbände, 180 regionale Bezirksverbände sowie zahllose Arbeitsgruppen und Arbeitsgemeinschaften bemühen sich täglich, die Situation der Betroffenen in Deutschland zu verbessern. Jedoch ist die Hebelwirkung eher gering.

Dies zu ändern ist das Ziel der neuen Gesamtorganisation diabetes DE. Mit großem Engagement arbeiten derzeit der Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe, die Deutsche Diabetes-Stiftung, die Deutsche Diabetes Union am Aufbau dieser Gesamtorganisation mit dem Ziel, die Kräfte in Deutschland zu bündeln und damit der Diabetologie zu einer Stellung zu verhelfen, die der Wichtigkeit des Themas Rechnung trägt.

Eine der Hauptaufgaben wird sein, den nationalen Aktionsplan, der von der UN (United Nations) gefordert wurde, inhaltlich aufzugreifen und umzusetzen. Dass die Umsetzung einer Vision wie diabetes DE gelingen kann, haben beispielhaft bereits andere Organisationen in Deutschland bewiesen. Alle Initiatoren von diabetes DE sind daher zuversichtlich, dass es auch für das wichtige Fach der Diabetologie und zum Wohl von Menschen mit Diabetes möglich ist.

(Es gilt das gesprochene Wort!)

Bildunterschrift: Professor Dr. med. Thomas Haak, Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und Chefarzt Diabetes Zentrum Bad Mergentheim.
Bildquelle: Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG)

zuletzt bearbeitet: 02.05.2008 nach oben

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