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Diabetes früher erkennen und behandeln:

Pressemitteilung: Sanofi

Schwere Spätfolgen vermeiden

Bei guter Stoffwechselführung kann ein Diabetiker über Jahrzehnte frei von Folgeschäden bleiben. Die Motivation für alle Menschen mit Diabetes sollte sein, die Spätschäden zu verhindern und zu jeder Zeit und auf Dauer einen gesunden Blutzuckerspiegel anzustreben. Ein wichtiger Marker ist der Langzeitblutzuckerwert HbA1c, der dauerhaft unter 7 Prozent liegen soll. Verheerend: Trotz immer weiter wachsender Zahl der Diabetiker in Deutschland - heute sind es fast sieben, im Jahr 2010 Schätzungen zufolge bereits zehn Millionen - wissen aktuellen Daten zufolge viele Menschen nichts über ihre Risikofaktoren. Diabetiker selbst kennen häufig nicht ihren Langzeitblutzuckerwert und seine Bedeutung.

Dies will die von sanofi-aventis und Partnern initiierte bundesweite Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" ändern. "Die weltweit zunehmende Zahl von Menschen mit Diabetes ist eine volkswirtschaftliche und gesundheitsökonomische Herausforderung", so Alexandra Mühe von der Deutschen BKK Wolfsburg auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Aktion. "Wir als Krankenkasse engagieren uns für mehr Aufklärung: Jeder sollte seine Risikofaktoren für Diabetes kennen. Bereits Erkrankte müssen informiert werden, um selbst mit auf die richtige Einstellung zu achten", so Mühe weiter.

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HbA1c über 7 Prozent: Therapieanpassung kann vor Spätfolgen schützen

Die Anzahl der Diabetiker steigt in Deutschland ständig an. Damit steigt auch das Risiko für Gefäßerkrankungen wie die Schaufensterkrankheit und damit verbunden auch für Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, so Heike Ruck von der Deutschen Gefäßliga. Doch die Diabetiker sind sich des Zusammenhanges zwischen Blutzuckereinstellung und den lebensbedrohenden Komplikationen nahezu nicht bewusst: Dies legen die Auswertungen des "Gesünder unter 7-Risikochecks" aus 2007 und aktuelle Marktforschungsdaten offen. "Wir müssen darüber aufklären, dass die Senkung des Langzeitblutzuckerwertes unter sieben Prozent das Risiko für Spätschäden deutlich reduzieren kann, so der Diabetologe Dr. med. Rolf Otto.

Liegt der HbA1c-Wert dauerhaft über sieben Prozent, muss eine Therapieanpassung erfolgen: Reichen Blutzucker senkende Tabletten in Kombination mit gesunder Ernährung und Sport nicht mehr für eine gute Stoffwechseleinstellung, sollte eine Behandlung mit Insulin begonnen werden. Heute stehen moderne Insuline, z.B. besonders langwirksame Insulinanaloga, die nur einmal täglich gespritzt werden müssen, zur Verfügung. "Wir können damit die Therapie weitgehend an das Leben des Patienten anpassen und das Risiko für Unterzuckerungen senken", erläutert der Diabetologe Dr. med. Eberhard Politz weiter.

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Großer Bauchumfang: Gefahr für Herz und Gefäße

Neben der steigenden Zahl der Diabetiker ist ein weiterer Trend zu beobachten: Die Deutschen werden immer dicker. Dass hier Zentimeter wichtiger sind als Kilos, wissen die wenigsten. Wird ein zu großer Bauchumfang gemessen, bedeutet das ein zu viel an innerem Bauchfett. Dazu Professor Dr. med. Alfred Wirth aus Bad Rothenfelde: „Zu viel dieses hochriskanten Fetts kann die normalen Stoffwechselfunktionen stören und zu hohen Blutzucker- und ungesunden Blutfettwerten und Bluthochdruck führen, die ihrerseits wiederum das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes erhöhen. Aus diesem Grund widmet sich die Aufklärungsaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ in diesem Jahr auch verstärkt dem Thema kardiometabolische Risikofaktoren, den sogenannten 4Bs Bauchumfang, Blutzucker, Blutdruck und Blutfettwerten.

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Über "Gesünder unter 7" 2008

Bereits im vierten Jahr informiert die von sanofi-aventis und Partnern initiierte bundesweite Diabetes-Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" deutschlandweit zum Thema Diabetes. Inzwischen haben mehr als 250.000 Interessierte die Aktion besucht. Auftakt in diesem Jahr war Hamburg (3./4. April, Alstertal-Einkaufszentrum). Die nächsten Termine sind Wolfsburg (24./25. April, City-Galerie), Essen (29./30. Mai, Allee-Center), München (26./27. Juni, Olympia Einkaufszentrum), Dresden (18./19. September, Altmarkt-Galerie) und Berlin (23./24. Oktober, Potsdamer Platz Arkaden).

Besucher können ihr persönliches Diabetes-Risiko testen - dazu gehören Messungen von Blutzucker, Blutdruck und Taillenumfang. Besonders wichtig: Für Diabetiker und Menschen mit einem hohen Diabetes-Risiko wird eine Langzeitblutzuckerwert-Messung angeboten. Ärzte und Diabetesberaterinnen der Region beantworten alle Fragen zum Thema und analysieren die Messergebnisse.

Zahlreiche Fachgesellschaften, Patientenorganisation, Krankenkassen und Medien unterstützen "Gesünder unter 7": Apotheken-Depesche, Ärzte Zeitung, Arbeitsgemeinschaft niedergelassener diabetologisch tätiger Ärzte e.V. (AND), BKK Deutschland, Bundesverband niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND), Bundesverband der Diabetologen in Kliniken e.V. (BVDK), diabetes-world.net, DAK, Diabetes-Journal, Deutscher Diabetiker Bund (DDB), Omron, Stiftung "Der herzkranke Diabetiker", Internationale Gesellschaft für Prävention e.V. (IGP), Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe e.V. (VDBD), Progen, der Deutsche Tanzsportverband e.V. (DTV), die Koalition "Schau genauer hin", die Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen e.V. Weitere Informationen zur Aktion finden Sie im Internet unter www.gesuender-unter-7.de.

zuletzt bearbeitet: 24.04.2008 nach oben

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