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Insulin: Sorgfältig spritzen verhindert viele Probleme

Apotheken informieren über richtigen Umgang mit Insulinspritze und Nadel

Mit Hilfe von Pens ist das Insulinspritzen so einfach wie nie zuvor. Trotzdem treten immer wieder Probleme und Beanstandungen auf, sagt der Leiter der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, Professor Dr. Thomas Beck in der "Neue Apotheken Illustrierte EXTRA Diabetes".

Ein Hauptgrund für Beanstandungen sei laut Beck eine vermeintlich zu geringe Wirkung des Insulins. "Wir haben entsprechende Proben regelmäßig eingeschickt und untersuchen lassen. Ein tatsächlicher Mindergehalt von Insulin in den jeweiligen Ampullen hat sich dabei jedoch nie bestätigt." Die meisten Beanstandungen seien auf falsche Anwendung zurückzuführen.

So hängt eine geringere Wirkung unter anderem vom Hautareal ab, in das das Insulin gespritzt wurde. Wenn der Injektionsort nicht häufig genug gewechselt wird, kommt es zu Gewebeveränderungen. Diese bewirken, dass das Insulin nicht mehr ausreichend resorbiert wird.

Auch falsch verstandene Sparsamkeit bei den Nadeln kann zu Problemen führen. Beck: "Diese Kanülen sind Einmalprodukte. Oft werden sie jedoch mehrfach verwendet, wobei die Spitze stumpf wird und ausfranst." Dadurch bildet sich Narbengewebe, aus dem das Insulin anders als gewohnt in den Körper aufgenommen wird.

"Zusammenfassend kann man sagen, dass zwar viele Meldungen zum Insulin eintreffen", schloss Beck. "Aber das Arzneimittel selbst trifft dabei meist keine Schuld. Seine Handhabung ist jedoch erklärungsbedürftig." Informationen zum korrekten Umgang mit Pens erhalten Patienten unter anderem in Apotheken.

Außerdem in diesem Heft: +++ Reportage: Spezialbakterien liefern Insulin +++ Der Gesundheit zuliebe vegetarisch genießen +++ Schwangerschaftsdiabetes: Gefahr für das Ungeborene.

zuletzt bearbeitet: 14.01.2008 nach oben

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