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Vermeidbare Risikofaktoren für drei Viertel aller koronaren Herzerkrankungen verantwortlich

Europäischer Kardiologenkongress (ESC) 2007: 25.000 Herz-Spezialisten tagen in Wien

Fünf durchaus vermeidbare Risikofaktoren - Bluthochdruck, hohe LDL-Cholesterinwerte, niedriges HDL-Cholesterin, Zigarettenkonsum und Diabetes - sind zusammen für 74 Prozent aller neuen Fälle von schwerer koronarer Herzkrankheit verantwortlich, berichteten französische Forscher auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC), auf dem von 1. bis 5. September in Wien rund 25.000 Herzspezialisten zusammentreffen. "Die Zahl der Erkrankungsfälle ließe sich also auf ein Viertel reduzieren, wenn sich Bluthochdruck, ungünstige Blutfettwerte, Rauchen und Diabetes ganz vermeiden ließen", fasste Dr. Vanina Bongard von der Universitätsklinik Toulouse die Ergebnisse der PRIME-Studie zusammen.

Für die Untersuchung wurden 7.161 Männer zwischen 50 und 59 Jahren über zehn Jahre hinsichtlich Risikofaktoren und Gesundheitszustand beobachtet. Im Detail analysiert wurden Fälle schwerer koronarer Herzkrankheit (Herzinfarkt oder Herztod).

Bluthochdruck über 140/90 mmHg hatte mit 29 Prozent den stärksten Einfluss auf die Erkrankung, gefolgt von hohem LDL-Cholesterin über 4,1 mmol/l (15 Prozent), niedrigem HDL-Cholesterin (14 Prozent), Nikotinkonsum (12 Prozent) und Diabetes (5 Prozent).

"Diese Ergebnisse bedeuten natürlich nicht, dass nicht auch andere Risikofaktoren eine Rolle in der Entstehung der koronaren Herzkrankheit eine Rolle spielen, aber jedenfalls bei Männern im mittleren Alter dürften sie eine untergeordnete Rolle spielen", sagte Dr. Bongard. "Unsere Daten bestätigen, dass die meisten Fälle von koronarer Herzkrankheit vermeidbar wären und dass es im Wesentlichen von Strategien der Primärprävention abhängt, ob sich die Epidemie unter Kontrolle bringen lässt."

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 03.09.2007 nach oben

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