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Kann Aspirin® ersten Herzinfarkt und Schlaganfall verhindern?

Pressemitteilung: Bayer Vital GmbH

Eine der größten Studien soll Wissen um die lebensrettende Wirkung von Acetylsalicylsäure bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen erweitern

Millionen Menschen auf der Welt nehmen täglich Aspirin®, um das Risiko eines wiederholten Herzinfarktes oder Schlaganfalls zu reduzieren. Bei der Prävention eines Gefäßverschlusses ist der Wirkstoff der kleinen weißen Tablette, die Acetylsalicylsäure (ASS), bereits weltweit als Goldstandard anerkannt. Erforscht wird auch die Anwendung der Substanz bei der Primärprophylaxe: Ob Acetylsalicylsäure bereits einen ersten Herzinfarkt verhindern kann, soll jetzt eine neue Untersuchung wissenschaftlich untermauern. Unter dem Namen ARRIVE (Aspirin to Reduce Risk of Initial Vascular Events) startet Bayer HealthCare eine der größten klinischen Studien, die jemals auf diesem Gebiet durchgeführt wurden.

In einem Zeitraum von fünf Jahren werden Forscher unter der Leitung von Professor J. Michael Gaziano vom Brigham and Women's Hospital in Boston, USA, rund 12.000 Patienten in fünf europäischen Ländern auf ihr kardiovaskuläres Risiko untersuchen. Ihr Ziel: die Bedeutung von niedrig-dosiertem Aspirin® bei der Primärprophylaxe wissenschaftlich auf einer breiten internationalen Basis aufzuzeigen. "Viele Menschen, die nicht durch ein kardiovaskuläres Ereignis vorbelastet sind, könnten von den präventiven Eigenschaften der Acetylsalicylsäure profitieren", sagt Professor Gaziano.

"Wenn die Studie die erhofften Ergebnisse zeigt, könnte der breite Einsatz von Aspirin® zehntausende Herzinfarkte und Schlaganfälle jährlich verhindern und dabei die Kosten für die Gesundheitsversorgung erheblich reduzieren", erklärt Dr. Wes E. Cetnarowski, Senior Vice President des Geschäftsbereichs Global Research & Development der Division Consumer Care von Bayer HealthCare mit Sitz in den USA. Der Grund: Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln sich zur Todesursache Nummer eins.

Derzeit stehen Herzinfarkt und Schlaganfall ganz oben auf der traurigen Statistik. Die World Health Organization (WHO) schätzt, dass jährlich 17,5 Millionen Menschen an einem Herz- oder Hirninfarkt sterben. Das sind rund ein Drittel aller Todesfälle. Die Folgen für das Gesundheitssystem sind enorm. Allein in Europa wurden im Jahr 2006 für die Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen schätzungsweise 169 Milliarden Euro ausgegeben. Die ARRIVE Studie soll den Aspirin®-Wirkstoff noch zielgerichteter für die Patienten zugänglich machen, um dem Vormarsch von Herz- Kreislauf-Erkrankungen weltweit entgegenzuwirken.

Mehrere Studien haben bereits gezeigt: Schon eine niedrige Dosis des Aspirin®-Wirkstoffs kann das Risiko eines ersten Herzinfarktes bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko um 32 Prozent reduzieren. Auch die Women's Health Study, bei der 40.000 Frauen ab einem Alter von 45 Jahren zehn Jahre lang beobachtet wurden, belegt die Wirksamkeit von Acetylsalicylsäure. Die Gefahr, einen ersten Schlaganfall zu erleiden, sank signifikant um 17 Prozent. Bei den über 65-jährigen Frauen sank das Risiko eines ersten Herzinfarktes um 34 Prozent. Bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren empfehlen die internationalen Fachgesellschaften in ihren Leitlinien bereits die Verordnung von niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure. Dazu gehören ein hoher Blutdruck, familiäre Vorbelastung, Diabetes, Fettleibigkeit und hohe Blutfettwerte. Wegen des sehr guten Nutzen-Risiko-Verhältnisses ist die täglich eingenommene, niedrigdosierte Substanz als bewährtes und kostensparendes Medikament bereits in mehr als 30 Ländern zur Vorbeugung eines ersten Herz- oder Hirninfarktes zugelassen.

ARRIVE ist weltweit eine der größten Studien, die Patienten mit moderatem Herz-Kreislauf-Risiko einschließt. Die Studie endet, wenn eine ausreichende Anzahl an kardiovaskulären Ereignissen zur Bewertung vorliegt. Die Experten gehen von fünf Jahren aus. Neben den USA nehmen die Länder Deutschland, Italien, Spanien und England an der internationalen Untersuchung teil.

zuletzt bearbeitet: 03.09.2007 nach oben

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