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Preis des neuen Wohlstands? Kosten für Diabetes in Indien höher als in England

Pressemitteilung: Novo Nordisk Pharma GmbH

Untersuchung der Economist Intelligence über die ökonomischen Folgen von Diabetes in Industrie- und Entwicklungsländern

Der drastische Anstieg der Verbreitung (Prävalenz) von Diabetes stellt eine erhebliche ökonomische Belastung dar - das gilt für Industrieländer ebenso wie für Entwicklungsländer. Zu diesem Ergebnis kommt ein von dem dänischen Pharmaunternehmen Novo Nordisk finanzierter, neuer Bericht der Economist Intelligence Unit.

Bei den fünf in der Studie untersuchten Ländern China, Dänemark, Indien, Großbritannien und USA zeigte sich, dass Indien derzeit in Relation die höchsten Kosten trägt. Sie belaufen sich auf ein Kostenäquivalent von 2,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Folge der Erkrankung im Jahre 2007.

Unter den untersuchten Industrieländern tragen die USA die größte Last - mit Kosten, die 1,3% des BIP entsprechen. In Großbritannien liegen sie im Bereich von 0,4% des BIP, während sie in Dänemark 0,6% des BIP ausmachen. In China umfassen allein die Kosten des Produktivitätsausfalls 0,6% des BIP. Zum Vergleich der Größenordnung dieser Zahlen: Großbritannien gab 2006 etwa 0,35% des BIP für Außenwirtschaftshilfe und 0,76% des BIP für den öffentlichen tertiären Bildungssektor aus.

Diese Ergebnisse sind Teil von "The Silent Epidemic" ("Die stille Epidemie"): Eine ökonomische Studie zu Diabetes in Industrie- und Entwicklungsländern, ein neu herausgegebener Bericht der Economist Intelligence Unit. Unterstützt wurde die Studie von dem dänischen Pharmaunternehmen Novo Nordisk mit einem uneingeschränkten Forschungsstipendium. Neben den ökonomischen Kosten von Diabetes untersucht der Bericht auch einige der Hindernisse für eine wirksamere Bekämpfung der Diabetesepidemie und betrachtet eine Reihe von innovativen Ansätzen, die verfolgt werden, um Diabetes in den Industrie- und Entwicklungsländern zu bekämpfen.

"Für politische Entscheidungsträger, welche die effizienteste Allokation (Zuweisung von finanziellen Mitteln, Anm. d. Red.) knapper Ressourcen suchen, ist das Verständnis der wahren ökonomischen Kosten des Diabetes von entscheidender Bedeutung," sagt Rob Mitchell, Verfasser des Berichts. Unsere Untersuchung zeigt, dass Diabetes eine schwere ökonomische Last in Industrie- und Entwicklungsländern darstellt, die weiter zunehmen wird, je mehr die Prävalenzraten weltweit weiter steigen."

Lars Rebien Sørensen, Präsident und CEO von Novo Nordisk, fasst die Ergebnisse der Studie zusammen: "Die Diabetesepidemie fegt um die Erde und wir brauchen eine Antwort auf die enormen sozialen und ökonomischen Auswirkungen dieser zerstörerischen chronischen Erkrankung in den Industrie- und Entwicklungsländern. Dieser Bericht unterstreicht die Notwendigkeit einer größeren Messung und Transparenz, um die reale ökonomische Last der Diabetes-Versorgung in Form von direkten und indirekten Kosten zu berechnen.

Es ist wichtig, dass politische Entscheidungsträger, Heilberufler und die Industrie zusammenarbeiten, um effektivere Programme und politische Maßnahmen für eine wirksame Gesundheitsaufklärung und ein größeres Bewusstsein bezüglich der Erkrankung zu entwickeln. Durch bessere Prävention, Früherkennung und ein effektives Management des Diabetes könnten wir viele der Komplikationen der Erkrankung vermeiden, die einen Großteil der ökonomischen Last ausmachen."

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Weitere wesentliche Erkenntnisse des Berichts:

Die wirtschaftliche Entwicklung hat unbeabsichtigte Folgen. Zur erhöhten Prävalenz von Diabetes in den Entwicklungsländern trägt eine Vielzahl von Faktoren bei: Ernährung und Lebensstil tragen neben genetischen Einflüssen die größte Schuld - zumindest beim Typ-2-Diabetes. Es wirkt fast wie bittere Ironie, dass positive Entwicklungen wie erhöhter Wohlstand, bessere Gesundheitsversorgung, eine immer älter werdende Bevölkerung und eine Abnahme der Subsistenzwirtschaft (wirtschaftliche Unabhängigkeit, Anm. d. Red.) zu höheren Erkrankungsraten führen. Daher wird davon ausgegangen, dass die Diabetesverbreitung in den nächsten Jahrzehnten in den Entwicklungsländern besonders stark ansteigen wird.

Veränderungen werden durch Hindernisse und Widerstände erschwert. Der häufigere Typ-2-Diabetes ließe sich meistens vermeiden und ist wirkungsvoll behandelbar, aber eine Reihe Faktoren trägt dazu bei, dass eine effektive Bewältigung des Problems verhindert wird. Wesentliche Beschränkungen sind kulturelle Widerstände gegen eine gesündere Ernährung und eine gesündere Lebensweise in der Bevölkerung, ein fehlendes Augenmerk nationaler und internationaler Gesundheitsorganisationen auf chronische Erkrankungen, der Fokus auf kurzfristigen Kosten statt auf langfristigen Folgen und das Fehlen von einer allgemeinen Krankenversicherungspflicht in vielen Ländern (einschließlich den USA). Um diese Hindernisse erfolgreich zu überwinden, bedarf es einer systemischen Veränderung und einer neuen Form der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessengruppen.

Ein komplexes Problem erfordert innovative Lösungen. Da es derzeit noch kein Wundermittel für das Diabetesproblem gibt, helfen nur innovative Ansätze in Industrie- und Entwicklungsländern, um das Anliegen besser in den Griff zu bekommen. In den Industrieländern zeigen Programme, welche die Leistung anhand der Gesundheitsergebnisse wie Behandlungserfolg messen statt sich auf einen Prozess wie die Zahl der ausgegebenen Tests zu beschränken, beeindruckende Erfolge. Mittlerweile führen in einigen Entwicklungsländern die innovative Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessengruppen und die Anwendung der Prinzipien des Social Enterprise (sozial wirtschaftende Unternehmen, Anm. d. Red.) dazu, dass die Behandlung sowohl für die städtische wie auch für die ländliche Bevölkerung zugänglich und erschwinglich wird.

Die Kosten der Behandlung sind hoch - aber die Kosten Nichts zu tun sind unbezahlbar. Die für diesen Bericht untersuchten fünf Länder geben jedes Jahr erhebliche Summen Geld für die Behandlung von Diabetes und seinen Folgeerkrankungen aus. Zum Beispiel geben die USA jährlich 134.8 Milliarden US-Dollar aus oder 6% seiner Ausgaben im Gesundheitswesen. Einsparungen bei der Behandlung sind jedoch keine Option.

Wenn die Länder nicht in die Prävention, eine frühe Diagnose und eine wirksame Behandlung investieren, werden die Kosten in der Zukunft drastisch eskalieren. Menschen, deren Erkrankung nicht im Frühstadium diagnostiziert und behandelt wird, erleiden mit größerer Wahrscheinlichkeit ernsthafte Folgeerkrankungen wie Herzerkrankungen, Erblindung, Nierenversagen oder Amputationen - und diese sind weitaus teurer als die optimale Behandlung von Diabetes im Frühstadium.

The Silent Epidemic (die stille Epidemie): Eine ökonomische Studie zu Diabetes in Industrie- und Entwicklungsländern ist ein Bericht der Economist Intelligence Unit, der von Novo Nordisk finanziert wurde. Die Redaktion des Economist Intelligence Unit führte eine Untersuchung der ökonomischen Kosten von Diabetes durch, nahm Interviews vor und verfasste den Bericht.

Weitere Informationen:
http://www.novonordisk.de
http://www.eiu.com.

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 28.06.2007 nach oben

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