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Testosteron-Mangel-Syndrom: Hier findet "Mann" Antworten

"AndroProAktiv - Initiative Mann + Gesundheit" klärt über die Folgen des Testosteron-Mangel-Syndroms auf

Epidemiologischen Schätzungen zufolge leiden über zwei Millionen Männer in Deutschland am Testosteron-Mangel-Syndrom. "AndroProAktiv - Initiative Mann + Gesundheit" hat sich zum Ziel gesetzt, betroffene Patienten und Angehörige über die Ursachen und Folgen eines Testosteronmangels aufzuklären und zur rechtzeitigen Ansprache des Arztes zu motivieren. Auf der Internetseite www.testosteronmangel.info können sich Interessierte umfassend über das Testosteron-Mangel-Syndrom und neueste Therapieformen informieren.

ADAM-Syndrom, Hypogonadismus, Andropause - für die Wechseljahre des Mannes gibt es viele Begriffe. Einer der Hauptursachen für die hormonellen Veränderungen in der zweiten Lebenshälfte ist der kontinuierliche Rückgang der Testosteronproduktion.

Der Testosteronspiegel bei einem gesunden erwachsenen Mann liegt in der Regel zwischen 12 und 35nmol/l. Ein niedriger Testosteronwert muss nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen. Von einem Testosteron-Mangel-Syndrom ist die Rede, wenn niedrige Testosteronwerte und gleichzeitig Symptome und Beschwerden wie z. B. zunehmender Bauchumfang, Erschöpfung, Schlafstörungen, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Konzentrationsschwierigkeiten und nicht zuletzt Libido- und Potenzstörungen vorliegen.

Was genau die Ursachen für ein Testosteron-Mangel-Syndrom sind, das immerhin 7,1% bis 22,8% aller Männer zwischen 48 und 79 Jahren betrifft, und vor allem, welche Folgen es haben kann, ist dem Laien jedoch weitgehend unbekannt. Ein Großteil der Männer glaubt, dass ihre Beschwerden allein dem Alter oder übermäßigem Stress zuzuschreiben sind. "Dass ein Testosteronmangel zu Störungen im Sexualleben führen kann, ist vielen noch bewusst. Dass z. B. auch das Mortalitätsrisiko erheblich erhöht ist, weiß fast niemand", so Dr. Christoph Eisen, Sprecher von "AndroProAktiv - Initiative Mann + Gesundheit".

Alarmierend sind neuere Studienergebnisse, die einen Zusammenhang zwischen Testosteron-Mangel-Syndrom und Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes sowie Metabolischem Syndrom, einem entscheidenden Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten, vermuten lassen. Die Zahlen einer Studie des letzten Jahres zeigen ein um 68% erhöhtes Mortalitätsrisiko im Vergleich zu Personen mit normalen Testosteronspiegeln.

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Die Initiative

Oberstes Ziel der kürzlich gestarteten "AndroProAktiv - Initiative Mann + Gesundheit" ist es, betroffenen Patienten, aber auch Angehörigen Hilfestellung zu leisten und Interessierte zu informieren, um ein Bewusstsein für das Testosteron-Mangel-Syndrom zu schaffen und die rechtzeitige Konsultation eines Arztes zu fördern.

Erstes Projekt der Initiative ist eine Internetseite, die ab Juni 2007 unter www.testosteronmangel.info neben umfangreichen Informationen rund um das Thema Testosteron auch eine Patientenbroschüre anbietet. Im Laufe des Jahres sind diverse Aktionen, darunter Patientenveranstaltungen sowie Fragestunden mit Experten, geplant.

Die Initiative wird vom Unternehmen Arzneimittel ProStrakan unterstützt, das seit Juni 2007 mit Tostran(R) das erste 2% Testosteron-Gel in einem innovativen Dosierspender zur Behandlung des Testosteron-Mangel-Syndroms anbietet. Zum Engagement von Arzneimittel ProStrakan sagt Geschäftsführer Thomas M. Merrifield: "Bei unserer Arbeit stehen der Patient, sein Wohlbefinden und seine Lebensqualität im Mittelpunkt - ihn objektiv und umfassend zu informieren ist für uns oberstes Gebot. Wir möchten als vertrauenswürdiger Ansprechpartner Betroffenen zur Seite stehen und haben deshalb die neue Initiative ins Leben gerufen."

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Neueste Therapiemöglichkeiten

Ein Testosteronmangel ist heutzutage durch eine Hormonersatztherapie gut behandelbar. Testosteron kann über die Haut, als Medikament zum Einnehmen oder als Spritze verabreicht werden. Die verbreiteteste Form der Hormonsubstitution sind Testosteron-Gele, die einmal täglich auf Bauch oder Oberschenkel aufgetragen werden. Seit Juni ist Tostran(R), ein Testosteron-Gel in einer doppelt so hohen Wirkstoffkonzentration als bisher verfügbar und ermöglicht dadurch eine Reduzierung des benötigten Gel-Volumens um mehr als 50%. Mit Hilfe eines Dosierspenders kann das Testosteron-Gel individuell und genau dosiert werden. Neben der medikamentösen Behandlung lassen sich zu niedrige Testosteronwerte auch durch eine Normalisierung des Körpergewichts und verstärkte körperliche Aktivität positiv beeinflussen.

Ob tatsächlich ein Testosteron-Mangel-Syndrom vorliegt, kann nur durch eine umfangreiche Diagnose beim Arzt geklärt werden. Dieser allein kann etwaige Risiken beurteilen und die für den jeweiligen Patienten am besten geeignete Therapieform wählen.

zuletzt bearbeitet: 15.06.2007 nach oben

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