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Fortschritte zum Wohle der Patienten mit Diabetes

Deutsche Diabetes-Gesellschaft erwartet knapp 7.000 Teilnehmer zu ihrer 42. Jahrestagung

Die Anzahl der Diabetes-Erkrankungen ist in den letzten Jahren rapide angestiegen. Zehn Millionen Deutsche werden voraussichtlich im Jahr 2010 an Diabetes mellitus erkrankt sein - mitsamt den Risiken für zahlreiche Folgeerkrankungen. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen, aktuelle Forschungsergebnisse sowie neue Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten diskutieren Experten auf der diesjährigen Tagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) vom 16. bis 19. Mai 2007 im Congress Center Hamburg. Die Veranstalter erwarten knapp 7.000 Teilnehmer.

"Die Wissenschaft macht große Fortschritte, die Ärzte zum Wohle des Patienten in den Praxisalltag umsetzen können", erklärt Tagungspräsident Professor Dr. med. Peter Nawroth im Vorfeld der Jahrestagung. Das Motto "Diabetes fängt erst an" betont den großen Handlungsbedarf, aber auch das erhebliche Entwicklungspotenzial der Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes mellitus. Vor allem im Bereich der Folgeerkrankungen der kleinen und großen Gefäße - der mikro- und makrovaskulären Komplikationen - hat die Forschung viele neue Erkenntnisse, die nun in die Praxis umgesetzt werden müssen. Die Veränderung des Gefäßsystems als Spätfolge des Diabetes Typ 1 und 2 ist deshalb Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung.

Erkrankte Gefäße können Spätschäden verursachen, die den gesamten Körper betreffen. Schäden an den großen Gefäßen können Schlaganfall und weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen. In Vortragstagungen erörtern Experten beispielsweise den Zusammenhang zwischen "Diabetes und Schlaganfall" und "Diabetes und Arteriosklerose". Weiterhin diskutieren die Teilnehmer die Folgen des Diabetes in den kleinen Gefäßen. Davon sind vor allem Nieren, Nerven und Augen der Erkrankten betroffen. So kann ein schlecht behandelter Diabetes Erblindung, Schmerzen und Taubheitsgefühle in Armen und Beinen sowie Dialyse zur Folge haben. Weitere Themen der Veranstaltung sind der Einfluss der Krankheit auf das Gesundheitssystem sowie Prävention und Stoffwechselhintergründe des Diabetes mellitus.

In etwa 70 Vortragsveranstaltungen referieren nationale und internationale Experten zu verschiedenen Teilaspekten der Volkskrankheit. Die Fachtagung ermöglicht Ärzten, Wissenschaftlern, Krankenschwestern, Pflegern, Diabetesberatern sowie Betroffenen den Austausch von Wissen. Aufgrund der komplexen Themen des Faches ist es für den Tagungspräsidenten Professor Nawroth besonders wichtig, dass sich Vertreter verschiedener Fachgesellschaften und Wirkende verschiedener Ebenen, von der Hausarztpraxis bis zur Universität, auf der Tagung in Hamburg austauschen.

zuletzt bearbeitet: 15.05.2007 nach oben

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