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Diabetes-Lotsen leisten Betroffenen fundierte Hilfe

Deutscher Diabetiker Bund bildet Mitglieder zu Sozialreferenten aus

In drei Wochenendseminaren werden gegenwärtig 23 "Diabetes-Lotsen" ausgebildet. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) erwerben sich innerhalb der Bildungseinrichtung der Patientenorganisation, der Deutschen Diabetiker Akademie, Kenntnisse, die über die normale Selbsthilfetätigkeit hinausgehen. Auf diese Weise werden sie in die Lage versetzt, als Betroffene anderen Betroffenen ihr Wissen weiterzugeben. Im Ausbildungsprogramm stehen die Seminare "Diabetes und Krankheitsbewältigung", "Rhetorik" und "Kommunikation", Angebote zum Selbstmanagement sowie Organisation und Aufgaben der Leistungserbringer.

Menschen, die mit der Diagnose Diabetes mellitus konfrontiert werden, sind oft verunsichert und ängstlich. Das Grundwissen, das sie in den Schulungen erlangen, reicht meist nicht aus, um ein selbst bestimmtes Leben mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes zu führen. Arbeitsalltag und Familienleben sollen so wenig wie möglich darunter leiden. Hier hilft der DDB seit mehr als fünf Jahrzehnten. Die Diabetes-Lotsen werden gebraucht, um den ständig steigenden Anforderungen, zum Beispiel im Umgang mit Behörden, gewachsen zu sein. Die Deutsche Diabetiker Akademie besteht seit fünf Jahren und hat bereits Moderatoren / Mediatoren sowie Sozialreferenten ausgebildet.

Der erste Kurs der Ausbildung zum Diabetes-Lotsen ist als Pilotprojekt zu betrachten. Er wird gefördert vom "Nationalen Aktionsforum Diabetes mellitus". Es ist daran gedacht, etwa 300 Lotsen zu gewinnen, um bundesweit vor allem neu erkrankten Betroffenen helfen zu können.

zuletzt bearbeitet: 26.04.2007 nach oben

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