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Transplantation von Inselzellen bei Diabetes Typ 1:

Programmierten Tod der Betazellen verzögern

Die Transplantation der sogenannten Betazellen könnte in Zukunft neue Behandlungswege bei Diabetes Typ 1 eröffnen. Die Erforschung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Ein Forschungsansatz ist, die transplantierten Zellen zu stärken und länger lebensfähig zu machen. Aktuelle Ergebnisse stellen Wissenschaftler auf der 42. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) vor. Die Tagung findet vom 16. bis zum 19. Mai 2007 in Hamburg statt.

Der Vorteil einer Inseltransplantation ist die Unabhängigkeit von Insulininjektionen. Die Nachteile: Erforderlich ist eine lebenslange immunsuppressive Therapie und Patienten benötigen häufig Inselgewebe von mehreren Spendern. Außerdem lässt die Leistung der transplantierten Zellen mit der Zeit nach. Nach zwei bis drei Jahren sind die meisten Patienten wieder insulinpflichtig. Ein Forschungsansatz des Universitätsklinikums Heidelbergs ist deshalb, den programmierten Zelltod in den transplantierten Inseln - die sogenannte Betazellapoptose - zu verzögern.

"Da ausreichend Spenderorgane fehlen, heißt der logische Therapieansatz, den programmierten Zelltod zu reduzieren", erläutert Dr. med. Robert A. Ritzel vom Universitätsklinikum Heidelberg. "Denn das ist eine der Hauptursachen für die Funktionsabnahme des Transplantats". Ein aussichtsreicher Ansatz liegt in neuen Substanzen: Inkretin-Mimetika sind Stoffe, die die körpereigenen Darmhormone nachahmen. Sie reduzieren unter anderem den programmierten Zelltod. Aktuelle Studien untersuchen, ob das neue Medikament auch bessere Ergebnisse bei der Inseltransplantation bewirken kann. Experten erläutern den aktuellen Forschungsstand im Rahmen der 42. Diabetes-Tagung in Hamburg.

zuletzt bearbeitet: 25.04.2007 nach oben

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