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Evaluation des DiSko-Projekts

Pressemitteilung: LifeScan Deutschland

Nachhaltig mehr körperliche Aktivität im Diabetesalltag

"Unser entscheidendes Therapieziel, den Bewegungsumfang von Menschen mit Typ-2-Diabetes nachhaltig zu erhöhen, hat das DiSko-Projekt eindeutig erfüllt", resümiert Professor Martin Halle, Ärztlicher Direktor der Poliklinik für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin, TU München, die Evaluation des Projekts "Wie Diabetiker zum Sport kommen" (DiSko).

Im Rahmen des 3. Münchner Workshops "Sportmedizin und Diabetologie" am 28. Oktober 2006 stellten die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Sport sowie der Lehrstuhl für Sportmedizin der TU München die Ergebnisse vor. In einer 12-monatigen Verlaufsstudie wurde das erlebnispädagogische Schulungsmodul für Typ-2-Diabetiker auf Nachhaltigkeit, Umsetzbarkeit und Akzeptanz untersucht. Ins Leben gerufen wurde das DiSko-Projekt 2002 von der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Sport der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG), dem Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe (VDBD) sowie unterstützend von LifeScan. Der Hersteller von Blutzuckermesssystemen begleitet seit der Ideenentstehung bis heute engagiert die Entwicklung des DiSko-Projekts.

An der einjährigen kontrollierten Studie nahmen insgesamt 92 nicht-insulinpflichtige Diabetespatienten zwischen 18 und 75 Jahren teil. Ziel war es, die Nachhaltigkeit des DiSko-Projekts im Hinblick auf Veränderungen des Bewegungsverhaltens, metabolischer Risikofaktoren und der Lebensqualität zu untersuchen. Die DiSko-Interventionsgruppe bestand aus 55, die Kontrollgruppe ohne körperlich aktiven Schulungsteil aus 37 Teilnehmern. Als entscheidendes Ergebnis sieht Dr. Monika Siegrist, Projektleiterin der Evaluation und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Professor Halle TU München, die nachhaltige Verbesserung des Lebensstils durch vermehrte Bewegung im Alltag. "Nach einem Jahr lag die körperliche Aktivität der Interventionsgruppe deutlich über dem Ausgangswert. Die Studienteilnehmer erhöhten nach einmaliger Durchführung einer DiSko-Schulung ihre Alltags- und Freizeitaktivitäten von 6 auf 10 Stunden pro Woche nachhaltig", so Siegrist. So erreichten die Probanden deutlich das Bewegungsniveau, welches zur Erzielung eines positiven gesundheitlichen Nutzens durch körperliche Aktivität empfohlen wird.[1]

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Die Evaluation ergab weitere interessante Ergebnisse:

DiSko als fester Schulungsbestandteil

DiSko erfolgt nach dem definierten Curriculum "Schulungsmodul Bewegung" und kann in die bestehenden ZI-Schulungen für Diabetiker eingegliedert werden. Obwohl die American Diabetes Association konkrete Empfehlungen für die Integration von körperlicher Aktivität als festen Bestandteil der Diabetestherapie ausgesprochen hat [3], fehlt in Deutschland weitgehend der konkrete und praktische Einbezug von Bewegung in die Diabetesschulungen. Ein erster Einbettungsschritt ist, dass seit 2004 das Modul bereits fest zur Ausbildung zur Diabetesberaterin/-assistentin gehört. Ziel der DiSko-Initiatoren ist es, dass das erlebnispädagogische Modul anerkanntes Element der Basistherapie von Diabetes wird.

Lebensstiländerung im Diabetesalltag

Das von Diabetologen und Diabetesberatern entwickelte Projekt liefert Motivation zur Umstellung des Lebensstils. Im Schulungsmodul steht weniger die Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern dass Bewegung positiv erlebt und aus eigenem Antrieb weiterhin ausgeübt wird. Kernstück der Schulung ist ein halbstündiger Spaziergang mit vorheriger sowie anschließender Puls- und Blutzuckermessung. Gemeinsam mit dem speziell dafür geschulten Team werten die Teilnehmer ihre Erfahrungen aus und besprechen praktische Umsetzungshilfen für den Alltag.

DiSko und LifeScan

Als Mitentwickler und Partner des DiSko-Projekts engagiert sich LifeScan, Hersteller von Blutzuckermesssystemen der Marke OneTouch®Ultra®, in der Diabetesschulung und setzt sich dafür ein, dass körperliche Aktivität fester Bestandteil im Diabetesalltag wird. LifeScan unterstützt Diabetespatienten darin, ihren Stoffwechsel mit richtiger, situationsangepasster Blutzuckerselbstkontrolle einzuschätzen und aus ihren Werten die richtigen Schlüsse zu ziehen. So lernen sie den eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung und können das Diabetesmanagement selbst in die Hand nehmen.

Weitere Informationen im Internet unter www.diabetes-sport.de.

Quellen

  1. Sesso HD, Paffenbarger RS, Jr., Lee IM: Physical activity and coronary heart disease in men: The Harvard Alumni Health Study. Circulation 102 (2000) 975-980.
  2. Wei M, Gibbons LW, Kampert JB, Nichaman MZ, Blair SN: Low cardiorespiratory fitness and physical inactivity as predictors of mortality in men with type 2 diabetes. Ann Intern Med 132 (2000) 605-611.
  3. Association AD: Physical activity/Exercise and Diabetes. Diabetes Care 27, Suppl.1 (2004) 58-62. Sowie Devlin J, Ruderman N: The Health Professional´s Guide to Diabetes and Exercise: American Diabetes Association, (1995), p.3-4.

zuletzt bearbeitet: 31.10.2006 nach oben

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