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Diabetes - zuckersüßes Blut mit bitteren Folgen

Pressemitteilung: Bayer Vital GmbH

Regelmäßige Bewegung und gesunde Kost können Typ-2-Diabetes entgegenwirken

Der Begriff Diabetes mellitus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich "honigsüßer Durchfluss". Doch was so harmlos klingt, ist eine ernst zu nehmende Krankheit: Diabetes gilt als einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Etwa sieben bis acht Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden mittlerweile an Diabetes. Die Tendenz ist steigend. Wird er zu spät erkannt oder gar falsch behandelt, können irreversible Folgeschäden auftreten.

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin produziert. Der Körper braucht jedoch Insulin, denn nur so kann er den in der Nahrung vorhandenen Zucker (Glukose) als Energielieferant aus der Blutbahn aufnehmen.

Dazu muss er die verspeisten Kohlenhydrate allerdings erst einmal im Darm-Trakt in die kleinen Glukoseteilchen zerlegen. Nur in dieser Form gelangen sie ins Blut. Von dort schleust das Insulin sie in die Zellen. Die Spaltung im Darm erledigt das Enzym Alphaglucosidase. Wird die Glukoseaufnahme durch mangelnde oder verminderte Insulinwirkung gestört, kommt es zu einem dauerhaften Anstieg der Blutzuckerwerte - Diabetes entsteht. In diesem Fall kann u. a. die Alphaglucosidase durch Medikamente (wie z. B. Acarbose) an ihrer Arbeit gehindert werden. Dadurch verlangsamt sich die Verdauung der Kohlenhydrate, sie werden erst nach und nach als Glukose ins Blut abgegeben. Zu hohe Blutzuckerwerte werden auf die Weise verhindert.

Es gibt verschiedenen Formen des Diabetes. Typ-1-Diabetes entsteht unabhängig von der Lebensführung. In Deutschland leiden etwa 300.000 - 400.000 Menschen an dieser Diabetesform, bei der die in der Bauspeicheldrüse befindlichen Langerhans-Inselzellen durch körpereigene Abwehrstoffe zerstört werden. Das körpereigene Insulin muss in diesem Fall ersetzt werden, d.h. Insulin injiziert werden.

Wesentlich häufiger ist der Typ-2-Diabetes. An dieser Form der Zuckerkrankheit leiden 90 Prozent der Diabetiker. Der Typ-2-Diabetes ist eine typische Wohlstandserkrankung, denn neben einer erblichen Veranlagung zählen vor allem äußere Einflüsse wie Bewegungsmangel, eine zu fettreiche Ernährung und Übergewicht zu den Ursachen. Bereits einige Kilo zu viel auf der Waage vermindern die Wirkung des Insulins an den Zellen und erschweren die Zuckeraufnahme. Die Folgen von dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten sind erheblich: Blutgefäße und Nerven werden geschädigt, so dass es im schlimmsten Fall zu Nieren- und Augenschäden, Fußamputationen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall kommen kann.

Werden Sie also aktiv! Einen ersten Impuls zu mehr Bewegung im Alltag und einer eigenständigen Gesundheitsvorsorge möchte die BayRad-Initiative geben. Mit dem Kettler-Heimtrainer "BayRad" tourt sie seit 2004 regelmäßig durch Deutschland. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Gesellschaft und Industrie die Bevölkerung zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren und so Volkskrankheiten vorzubeugen. Dazu lädt sie auch in diesem Jahr wieder an rund 50 Standorten zum Mitradeln auf dem BayRad ein. Die Motivation zu mehr Bewegung ergänzt die Initiative mit Informationen zu Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alltagsschmerzen und Krebs.

zuletzt bearbeitet: 24.10.2006 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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