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Diabetes in der Schwangerschaft

Pressemitteilung: Neue Apotheken Illustrierte

Gefahr für das ungeborene Leben

Bei 5 von 100 Schwangeren entwickelt sich ein sogenannter Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes. Unerkannt gefährdet er die Gesundheit oder gar das Leben des Ungeborenen, berichtet die "Neue Apotheken Illustrierte /Gesundheit" in ihrer Ausgabe vom 1. April 2003.

"Ein erhöhter Zuckergehalt im Blut der Mutter mästet regelrecht das ungeborene Kind", beschreibt Dr. med. Ingrid Helmstädter, Internistin und Diabetologin DDG, das Problem. "Schon aufgrund der Größe des Kindes gibt es häufiger Komplikationen bei der Geburt. Zudem produzieren größere Ungeborene mehr Urin, die Menge an Fruchtwasser nimmt zu, womit das Risiko für eine Frühgeburt wächst", so die Expertin weiter.

Sie empfiehlt jeder werdenden Mutter, sich auf Zuckerkrankheit untersuchen zu lassen. Der "Orale Glucosetoleranztest" sollte zwischen der 24. und der 28. Woche durchgeführt werden. Die Kosten von 30 Euro lohnen sich, betrachtet man die Folgen, die ein nicht entdeckter Diabetes haben kann. Lautet die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, versuchen Arzt und Patientin zunächst, den Blutzucker durch eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung in den Griff zu bekommen.

Gelingt das nicht, lernt die Patientin Insulin zu spritzen - bis zum Ende der Schwangerschaft. Nach der Geburt sinken die Blutzuckerwerte meist wieder in normale Bereiche. Doch die junge Mutter kann auch bei der nächsten Schwangerschaft leichter einen Typ-2-Diabetes entwickeln, als eine während der Schwangerschaft gesunde Frau.

zuletzt bearbeitet: 28.03.2003 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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