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Fett bringt uns um! 85 Prozent der stark Übergewichtigen versterben vor der durchschnittlichen Lebenserwartung

Wer alt werden möchte, muss auf sein Gewicht achten

Gesunde Ernährung und Bewegung sind die beste Medizin

Übergewicht ist der Anfang allen Übels. Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Bluthochdruck sind mögliche Folgen. Wenn der Mensch schon im Alter von 50 oder 60 Jahren die Konsequenzen einer lebenslangen Fehlernährung zu spüren bekommt, hilft späte Reue nicht mehr. Die fettreiche Ernährung verursacht Übergewicht, dies führt zu hohen Cholesterin- und Triglycerid-Werten, Bluthockdruck, Glukoseintoleranz und Altersdiabetes und endet in vielen Fällen mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und letztendlich mit einem frühen Tod.

Nur 15 Prozent der stark übergewichtigen (adipösen) Menschen, die einen BMI über 30 haben (Body Mass Index, Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Metern), erreichen die durchschnittliche Lebenserwartung von 74,1 Jahren für Männer und 80,4 Jahren für Frauen. 85 Prozent aller Dicken sterben früher, so Müller, Sprecher des Instituts.

Birgit Junghans, Ernährungswissenschaftlerin beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen betont, dass Übergewicht weit mehr als ein kosmetisches Problem ist. Der größte Übeltäter ist das Fett in unserer Ernährung, insbesondere Fett tierischen Ursprungs in Fleisch sowie die versteckten Fette in Wurstwaren aber auch in Käse und Milchprodukten. Ausreichende Bewegung sowie eine kohlenhydratbetonte Ernährung ist günstig, insbesondere ein hoher Anteil an sättigenden Ballaststoffen lässt Menschen normalgewichtig bleiben, ohne Hunger leiden zu müssen.

Wer übergewichtig ist, sollte seine Ernährungsgewohnheiten dahingehend ändern, dass er fettreiche Lebensmittel konsequent einschränkt und Kohlenhydratlieferanten wie Reis, Kartoffeln, Getreide, Nudeln, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse verstärkt in den Speiseplan einbezieht. Diese einfache Umstellung bewirkt eine langsame aber sichere Gewichtsabnahme und kommt ganz ohne Wundersuppen und Proteindrinks aus.

Wichtig ist, dass die Abnahmewilligen konsequent bleiben und diese Nahrungsumstellung langfristig beibehalten. Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik bietet Unterstützung durch einen ernährungsmedizinischen Beratungsdienst an, der werktags in der Zeit von 14 Uhr bis 17.30 Uhr unter der Nummer 0241-4450600 zu erreichen ist.

zuletzt bearbeitet: 10.08.2001 nach oben

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