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Diabetes bleibt nachmittags unerkannt

MORGENWELT

Schwankungen in der Diabetes-Diagnose in Abhängigkeit von der Tageszeit

Bei Blutzucker-Messungen am Nachmittag bleibt die Hälfte aller Diabetes-Erkrankungen unerkannt. Dies ermittelten drei amerikanische Forscherinnen bei der Analyse von fast 13.000 Messergebnissen. Die Testpersonen waren teils vormittags, teils nachmittags auf ihren Blutzucker getestet worden. Die Ergebnisse belegen Schwankungen in der Diabetes-Diagnose in Abhängigkeit von der Tageszeit.

Gerade ein leichter Diabetes bleibt am Nachmittag schnell unerkannt. Dann wird nämlich bei jedem zweiten Patienten die Schwelle von 126 Milligramm Glukose in einem Deziliter Blut unterschritten. Die Schwankungen seien unabhängig von Faktoren wie Alter oder Essgewohnheiten aufgetreten, sagen die Forscherinnen.

Sie plädieren dafür, bei Nachmittagsmessungen den Blutzuckergrenzwert um zwölf Milligramm zu senken. Patienten, die am Nachmittag knapp unter einem positiven Ergebnis gelegen hätten, könnten alternativ auch ein zweites Mal vormittags getestet werden.

Quelle: Center for the Advancement of Health, 27.12.00 Forschung: Rebecca J. Troisi, Maureen I. Harris, Catherine C. Cowie in JAMA, 2000; 284:3157-3159

Quelle: Center for the Advancement of Health, 27.12.00, Forschung: Rebecca J. Troisi, Maureen I. Harris, Catherine C. Cowie, in JAMA, 2000; 284:3157-3159.

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zuletzt bearbeitet: 27.12.2000 nach oben

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