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Welchen besonderen Nutzen bietet das Netz für Senioren?

Das Internet ist zwar noch ein recht junges Medium, aber keineswegs nur etwas für junge Leute! Im Gegenteil. Es bietet gerade älteren Menschen unzählige Möglichkeiten. Welche das sind, und warum besonders Senioren vom Internet profitieren, möchten wir im Folgenden aufzeigen.

Die gewünschten Informationen rund um die Uhr

Ja früher, da haben Sie auf dem Weg zur Arbeit die Zeitung gelesen und anschließend noch viele Informationen von Kolleginnen und Kollegen erhalten. Das war manchmal schon eine richtige Informationsflut, die auf Sie einstürzte. Oft mussten Sie dann beim Sehen der abendlichen Nachrichtensendung im Fernsehen schon abschalten oder sind sogar eingeschlafen.

Heute als Senioren haben Sie keine Kollegen, die viel erzählen, und bei der Wahl der Tageszeitung müssen Sie manchmal schon auf Qualität verzichten, weil andere Blätter größere Schriften bieten. Was bleibt, ist das Fernsehen. Aber das stellt auch nicht immer die gewünschten Informationen bereit. Und obwohl Sie keine Gesundheitssendung verpassen, werden Ihre Themen nur selten diskutiert. Dabei ergeben sich im Laufe der Jahre nun einmal vor allem gesundheitliche Probleme.

Im Internet finden Sie zu allen Gesundheitsthemen etwas. Zudem werden Probleme auf verschiedenen Internetseiten oft aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Und wenn Sie eine Frage, die gerade jetzt wichtig ist, im Internet recherchieren, bleiben die gefundenen Informationen viel besser im Gedächtnis als diejenigen aus der Sendung vor zwei Wochen, denn damals brannte Ihnen diese Frage noch nicht auf den Nägel.

Im Internet finden Sie rund um die Uhr Antworten auf anstehende Fragen. Und selbst wenn das Knie gerade schmerzt oder die Beine noch so wollen, können Sie sich trotzdem vor den Monitor setzen und sich auf die Suche im weltweiten Netz begeben. Sollte die Schrift hier und da zu klein sein, können Sie diese oft mit wenigen Mausklicks bedarfsgerecht anpassen.

Inzwischen gibt es sogar Programme, die Blinden und Sehbehinderten Internetseiten vorlesen.

Für den Fall, dass Sie beim Surfen im Netz auf einen unverständlichen Fachbegriff stoßen, brauchen Sie kein teures Gesundheitslexikon. Die Erklärung findet sich auf der Diabetesseite selbst oder auf einer anderen Seite, nur wenige Mausklicks entfernt. Auf vielen Internetseiten können Sie mit anderen Diabetikern in Kontakt treten und Erfahrungen austauschen.

Eine 74jährige DiabSite-Besucherin schrieb einmal: "Die Computerkenntnisse habe ich mir als Selbsthilfe verordnet. Man bleibt flexibel, und der Verstand wächst. Der Kontakt zu aller Art von Menschen macht mir Spaß. Ich bin nicht perfekt, aber wer ist das schon?" Der Besucherin kann ich mich nur anschließen, denn die Beschäftigung mit dem Computer und dem Internet kann die geistige Mobilität ernorm fördern.

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Jede Menge zusätzlicher Nutzen

Sie finden im Internet nicht nur unendlich viel Lektüre, ohne erst kostspielige Zeitschriften kaufen zu müssen. Sie können mit der ganzen Welt kommunizieren.

Ihre Enkelkinder wissen schon kaum noch, wo die nächste Post oder ein Briefkasten ist, geschweige denn, dass man Briefe auch mit der Hand schreiben kann? Das ist zwar bedauerlich, aber mit einem Internetzugang kein unlösbares Problem. Sollte Ihre Nichte gerade ein Jahr in Australien weilen, warten Sie nicht erst eine halbe Ewigkeit auf den ersten Brief. Schreiben Sie eine E-Mail. Die junge Dame wird Ihnen viel eher mitteilen, was sie gerade erlebt hat. Und mit etwas Glück haben Sie die Antwort innerhalb weniger Stunden oder gar Minuten auf dem Bildschirm.

Manchen Senioren fällt ein stundenlanger Einkaufsbummel für ein neues Kleidungsstück oder Möbel schwer. Auch das ist kein Problem mit dem Internet. Hier können Sie innerhalb kurzer Zeit in Berlin, München, Düsseldorf oder gar Paris die Angebote studieren. Sie können einkaufen, ohne erst die beschwerliche Reise in die nächste Großstadt anzutreten.

Haben Sie Mut, Sie sehen es lohnt sich. Lassen Sie sich von einem hilfsbereiten Nachbarn, dem Neffen oder der Enkelin den Zugang zum Internet einrichten. Sie müssen nicht mehr über 1.000 Euro für einen neuen Rechner ausgeben. Für das Surfen im Internet reicht auch der abgelegte Rechner eines Familienmitgliedes. Fast jeder Student hat heute einen Computer herumstehen, den er nicht wegwerfen will, weil er eigentlich noch funktioniert, und nur die Festplatte zu klein oder die Geschwindigkeit für Computerspiele zu gering ist.

Zu alt, oder nicht alt genug?

"Den Computer verstehe ich nicht mehr"! Über diesen Einwand kann ich heute nur lächeln. Sie vermutlich auch, wenn Sie gelesen haben, was ich einmal als Hospitantin mit gut 40 Jahren in einem Kurs "Senioren ans Netz" erlebt habe.

Auch ich war skeptisch, angesichts der Teilnehmer im Alter von 60 bis 98 Jahren. In der Pause fragte ich eine 75jährige Teilnehmerin, wie sie an einen Rechner gekommen sei. "Kindchen, wissen Sie, als mein Mann gestorben ist, wollten alle - die Kinder, Neffen und Enkelkinder - den Computer haben. Da muss irgendetwas dran sein an dem Rechner, dachte ich mir und beschloss: Das Ding bleibt hier!" Dabei schlug sie mit der Hand auf den Tisch, dass ich erschrak. Aber Recht hat sie, dachte ich im Stillen. Und die Seniorin ging zum Surfen wieder an ihren Rechner während der Drucker die selbst erstellten Visitenkarten auswarf.

Übrigens fand der Kurs immer vormittags statt, und am Nachmittag durften die Teilnehmer gratis im Internet surfen. Der Veranstalter erklärte mir lächelnd: "Sie werden es kaum glauben, aber unsere älteste Teilnehmerin ist mit ihren 98 Jahren um 18.00 Uhr nicht aus dem Computerraum zu kriegen. Wenn meine Mitarbeiter dringend nach Hause wollen, müssen sie ihr manchmal sogar den Strom abschalten."

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit Ihrem neuen Hobby, dem Surfen im Internet!

Autor: hu; zuletzt bearbeitet: 24.06.2007 nach oben

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