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25 Jahre INSULINER

aus: INSULINER - unabhängig-insulinabhängig, Heft Nr. 79, 15. Juni 2007, S. 53.

Logo: INSULINER In der ersten Ausgabe des INSULINERs im Oktober 1982 ist zu lesen, dass die "Leiter unabhängiger Selbsthilfegruppen für jugendliche Diabetiker und Jugendreferenten des Deutschen Diabetikerbundes - während eines Treffens in Bad Neuenahr - beschlossen haben, die Arbeit der einzelnen Gruppen zu koordinieren und Erfahrungen in vierteljährlichem Abstand auszutauschen. ... Um den Kontakt zu vertiefen und nach außen hin sichtbar zu machen, haben wir verabredet, etwa alle drei Monate eine Zeitung zusammen zu stellen. ..." Vom 28. bis 30. Januar 1983 fand bereits das erste Arbeitstreffen statt.

Aufregend war damals nicht nur die Abgrenzung vom Deutschen Diabetikerbund mit den kräftezehrenden Vereinsstatuten, sondern vor allem das Erleben anderer jugendlicher Diabetiker und deren Wahrnehmung von Krankheit, Hypos und Leben. Mit ersten Möglichkeiten der Blutzucker-Selbstkontrolle kam die Erkenntnis, dass die Insulintherapie verbessert werden muss. Das allein war schon Revolution, die gleichzeitig Hilflosigkeit verursachte. Zu den Blutzuckerwerten und der Insulinwirkung gab es mehr Fragen als Antworten. Aber über allem Therapie-Frust stand die neue Erfahrung, dass es andere junge Diabetiker gibt mit ähnlichen Gedanken und auf der Suche nach einer besseren Lösung.

Die Erfahrungen und Lösungen bildeten damals den Inhalt des INSULINERs - genauso wie sie es heute tun. Vielleicht sind Druck und Layout, so wie die Technik der Hilfsmittel, etwas ausgefeilter geworden, der Grund für den INSULINER und seine Sprache sind geblieben: die individuellen Erkenntnisse rund um den Diabetes lebensnah, unabhängig und verständlich weitergeben.

Entgegen allem Unken, wir seien die Grünen der Diabetesszene, die sowieso nicht lange überleben können, gibt es den INSULINER heute noch - umfangreicher und mit langsam, aber stetig steigender Abonnentenzahl.

Und noch etwas haben wir in 25 Jahren geschafft: Gab es anfangs nur sehr wenige Ärzte, die die Selbständigkeit der Diabetiker unterstützt und Informationen weitergegeben haben, sind es heute viele, die ihren Patienten auch den INSULINER empfehlen. Mittlerweile wird der INSULINER - fast schon offiziell - auch gelesen von Diabetologen, Diabetesberatern und Mitarbeitern der Insulin- und Hilfsmittelfirmen.

Beides - das Überleben und die Anerkennung - war und ist nur möglich durch unsere Leser, die immer wieder bereit sind, das aufzuschreiben, was für Diabetiker wichtig ist. Die Themen ändern sich sowohl mit der medizinischen als auch mit der technischen Entwicklung und mit deren Auswirkungen auf den individuellen Umgang mit dem Diabetes. Auch deshalb wird uns der Stoff wohl noch lange nicht ausgehen. Das muss allerdings auch für die schreibenden Diabetiker gelten. Denn der INSULINER lebt nur durch die Beiträge seiner Leser. Jeder kann also etwas dafür tun, dass es dem INSULINER so gut und besser geht wie in den vergangenen Jahren.

Sissi Kuhn-Prinz

Quellen

Wort und Bildquelle: INSULINER-Verlag

zuletzt bearbeitet: 22.06.2007 nach oben

Wir danken dem INSULINER-Verlag für die freundliche Publikationsgenehmigung!

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